Ok, danke für deine Antworten zu deiner Erziehung, so kann ich dein Anliegen besser einordnen.
Magst du mir noch verraten, was für dich persönlich der zentrale Kern des Christentums ist? Ich frage, weil du sagst, dass es dir mit dem Christentum sehr sehr ernst ist und die Ansichten darüber was Christenum überhaupt ist, nach meiner Erfahrung weit auseinander gehen.
Das kommt auf die Beobachterposition an und darauf, welche Maßstäbe der Beobachter an das Wort "laufen" legt.
Kurz gesagt, ja, ich glaube daran, allerdings nicht im engeren Sinne des Wortes "laufen".
Meine Antwort würde evtl. auch in deinen anderen Thread zum unendlichen Bewusstsein passen, aber ich versuche es "kurz" hier zu erklären:
Ich habe ja vorhin ausgeführt, dass es in meinen Augen noch nicht mal zwingend notwendig ist, dass die "Software" auf einem zusammenhängenden System läuft. Dieses hypothetische Cloud-System könnte ein Super-Buper-Internet aus der Zukunft sein, die n-dimensionale Oberfläche des Universums (vgl. Informationsgehalt der Oberfläche von schwarzen Löchern) oder aber auch andere Menschen.
Wenn jemand stirbt, sagt man oft "Er lebt in unseren Herzen weiter". Wandeln wir das um in "Er lebt in unserem Gehirn weiter" und nehmen an, dass der Verstorbene etwas gesagt oder getan hat, was in den Hirnwindungen anderer Menschen hängen geblieben ist und nehmen wir ferner an, dass die Persönlichkeit einfach eine ausreichend große Ansammlung von Gedanken (Hirnimpulsen und Hirnstrukturen) ist, dann hätten wir ein vereinfachtes Abbild einer Person, dass als Einzelgedanken über die Erde verstreut in mehreren Köpfen existiert (ich sage jetzt nicht "lebt"). Hätte ich jetzt also einen Beobachter, der von außen auf das Ganze schaut und die Maßstäbe nicht so eng setzt, dann würde er - aus der Ferne betrachtet - die Persönlichkeit des Verstorbenen wieder finden. Aber auch diese Vorstellung ist nur ein Gedankenexperiment ohne jeglichen Wahrheitsanspruch.
Wenn ich weiter gehe und über den Spruch nachdenke:
"Wenn unsere Persönlichkeit die Gesamtheit unserer Gedanken ist und wir nur 7 Sachen gleichzeitig denken können, wo ist dann der Rest von uns, während wir diese 7 Gedanken denken?",
dann stellt sich mir die Frage, ob die Gedanken zum Existieren der Persönlichkeit überhaupt aktiv hervortreten müssen? Wenn nicht, dann würde auch alles was ich niederschreibe, meine Notizbücher, meine KKB-Beiträge Teile meiner Persönlichkeit abbilden und irgendwo als gespeicherte Information schlummern, die wiederum für einen nicht allzukritischen externen Beobachter meine Person darstellen würde.
Um das Ganze vollends abgefahren und mystisch darzustellen - meine bloße Existenz verändert das Universum - alles was ich (und jede/r/s andere) denke, sage oder tue verändert alles um mich herum (hier wirkt allerdings nicht nur mein Geist mit, sondern auch mein Körper) und das heißt, dass nach meinem Tod man (rein theoretisch) aus dem Gesamtzustand des Universums meine Persönlichkeit ableiten könnte.
Wäre das Universum eine Bitcoin-Blockchain, wäre ich als Mensch eine Transaktion, die für immer darin festgeschrieben ist und auch nach meinem Tod Auswirkungen auf das gesamte Universum hat.
Hmh..das ist doch eine super Betrachtung für einen Weltgeist?![]()







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