Zitat von DatOlli:
Mir scheint besagter User sich ein System zusammengebogen zu haben, das ihm passt. Ist ja auch in Ordnung, wenn es ihm hilft ( leider ist sein Post ja jetzt gelöscht. Aber ich nehme an dass du ihn gelesen hast).


Genau deshalb hat besagter User den Post wieder gelöscht, um solche Missinterprationen zu verhindern. Er hat sich kein System zusammengebogen. Seine Trainingshistorie und seine Überzeugung verbietet ihm, irgend etwas einfach zusammen zu biegen. Der Körper ist aufgebaut, wie er aufgebaut ist und funktioniert, wie er halt funktioniert. Da gibt es nichts zusammen zu biegen. Genau wie die Welt geschaffen ist, wie sie geschaffen ist. Wenn man ein Ziel erreichen will, braucht es dafür gewisse Voraussetzungen. Auch daran lässt sich nichts rütteln oder lässt sich irgendwie zusammen biegen.

In einer Hinsicht muss ich Klaus rechtgeben. Man muss einfach die Übungen korrekt machen und dann kommt's. Nur muss man Richtlinien haben, die einem sagen, wie die Übung korrekt ausgeführt wird und warum dies so korrekt ist und anders nicht. So, dann übt man. Der Körper gibt Feedback und man merkt, dass man die Richtlinien wohl nicht ganz verstanden hat und korrigiert sie aufgrund des Trainings. Nicht dass man dann die Theorie anpasst, sondern sein Verständnis davon. Man trainiert weiter und merkt, dass aufgrund der Anpassung seines Verständnisses der Theorie die eine oder andere Bewegung nicht stimmen kann. Also passt man das Training an. Das hat nichts damit zu tun, dass man sich ein System zusammen bastelt. Man entwickelt sich halt weiter.

Nun schliesse ich mich den letzten Posts von Giles und Glückskind an und danke allen für die bereichernden Texte. Schade sind wir nicht bis zur praktischen Seite vorgestossen, wie das Training aussieht für die Entwicklung für Qi und innere Kraft respektive was die Grundvoraussetzungen sind und wie man diese erreicht (nicht Philosophien - klare Fakten und Anweisungen). Vielleicht in einem anderen Thread.