Soweit richtig. Es IST Autosuggestion. Und die funktioniert auch.
Warum soll ich über einer Fiktion meditieren, wenn ich auch reale und nachprüfbare Anker wählen kann?Von daher ist es aus meiner Sicht völlig "Latte", ob da nun objektiv Qi aufgenommen wurde oder nicht. Hauptsache ich fühle mich wieder "leistungsfähig" und wohl.
Gibt es doch schon, dort, wo man außergewöhnliche Leistungen in der KK oder was Wohlbefinden nach ner QiGong-Übung mit QI erklärt.Probleme gibt es doch erst wenn man verschiedene Modelle miteinander mischt.
Aber hallo! Und zwar nach den Grundsätzen Wissenschaftlichen Arbeitens. Seltsamerweise sollen die nicht mehr gelten, wenn es um die Untersuchungen der Behauptungen über das QI geht.
Das würd ich unterschreiben.
Dagegen läßt sich nix sagen.
In jeder Kunst oder jeder Sportart gibt es einen Haufen Theorie. Zum Beispiel im Tischtennis: Wenn ich die Theorie über die Flugbahn des Balles aufgrund des Luftwiderstandes kenne und wie die Drehung des Balles, wenn er "Effet" hat, Einfluss auf die Flugbahn hat und sich das Absprungverhalten entsprechend verändert, hat das einen Vorteil, auch wenn ich während dem Spielen natürlich nicht daran denke. …… während DES Spielens denke ich darüber nicht nach, aber sehr schöne Beispiele: Effet, Reibung, Luftwiderstand, Sprungverhalten des Balles … alles ziemlich konkrete physikalische Größen, die wir gut in Beziehung setzen können, ohne die Mechanik zu verlassen. Auch für die verschiedene Kampfsportarten gibt es sportwissenschaftliche Untersuchungen, da gibt es sehr wohl Theorie. Kommt eben nur drauf an, welche.Warum soll man in der Kampfkunst oder im Qi Gong, die beide, da sind sich viele wohl einig, doch sehr komplex sind, einfach mal irgendwie machen können, ohne fundierte Theorie. Woher holt man sich die Anleitungen, wie es korrekt ist und weshalb? Gutdünken und Interpretation sind da sehr fehleranfällig.
Optimal reicht nicht?
Und dann kommt das Problem mit der Theorie, von der du sprichst. Dort steht dann eben z.B. als „Begründung“, dass in der Position xy das QI besser fließen kann. Der zentrale Baustein dieser „Theorie“ ist reine Fiktion.
Das würd ich weitgehend unterstützen.
Möchtest du das begründen? Ich red ja nicht von beweisen oder belegen, nur wenigstens begründen.
Natürlich redet ihr aneinander vorbei, weil ihr von völlig verschiedenen Standpunkten ausgeht. Du, Olli, nimmst den Sachverhalt, den du vorfindest, und versuchst, eine Theorie zu entwickeln, die den Sachverhalt möglichst widerspruchsfrei erklärt.
Das ist die (grundsätzlich) materialistische Position, Hus dagegen die idealistische. Er hat eine Theorie gelernt und versucht jetzt, diese mit gegeben Sachverhalten in Übereinstimmung zu bringen.
Was wäre denn „darüber hinaus“?
Das ist schon insofern falsch, als es DEN daoistischen Erklärungsansatz gar nicht gibt. Es gibt sehr wohl Erklärungen, die das QI als Materie verstehen.Mit dem alten daoistischen Erklärungsansatz, welches die Verwendung des Qi, insbesondere eben auch des "universellen Qi" welches wir nutzen können, schon, weil das Erklärungsmodell genau diese Entwicklung mit einbezieht.
100 % Zustimmung! Ein zutiefst materialistischer Grundsatz!Ich bin der Meinung, dass man Theorie und Praxis … nicht trennen kann ...
Hier zeigt sich der idealistische Standpunkt sehr schön. Alles, was passiert, hat sich in den Spielräumen der Theorie aufzuhalten. Was aber, wenn die Praxis etwas anderes ergibt?
Nächster philosophischer Knackpunkt: Was ist „Tao“? Für mich: DAO ist ein Begriff der chinesischen Philosophie für die Bewegung und Entwicklung der Natur. (Zur Natur gehören Weltall, Erde, Mensch usw.)
Ich möchte nur mal am Rande darauf hinweisen, dass der Begriff „Qi-Modell“ (oder QI als Modell) von mir in die Diskussion gebracht wurde. Und zwar für die Zusammenfassung einer Unzahl von Aspekten und Prozessen, die existent sind, die man aber in ihren Einzelheiten und verschiedenen Zusammenhängen kaum beschreiben kann. QI in diesem Sinne ist also eine Überbegriff, der konkrete Inhalte zusammenfaßt, der aber nicht als selbständige Entität gesehen werden kann. Nur in diesem Sinne kann man den Begriff m.E. noch halten, wenn man nicht von seiner historischen Bedeutung spricht.






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