Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
Ich rate mal: Es geht um Feinmotorik?
ich glaub ich weiss was den Oma-Effekt erzeugt

was ihr vermisst, ist die "muskuläre" Bewegungsqualität - halt eben "Ausdruck, Kraft, Dynamik", um ein paar der Stichworte zu nennen.

Was ich in der Form anstrebe, ist die "knochige" Bewegungsqualität - und ja, "knochig" ist in der Tat die Art, wie viele sehr alter Leute sich bewegen (bewegen müssen), weil die halt effizient und kraftsparend ist. Wo man so wenig Muskel wie möglich braucht, nur das Allernötigste, mehr nicht.

Und wo es oft ums Loslassen geht, nicht ums Anspannen.

Wenn ich nochmals die Siu Nim Tao nehme



in Sekunde 7 - 8 fange ich an mit beiden Ellbogen hinten, die Fäuste an der Seite - das geht über in den gekreuzten Tan Sao ("Handfläche-oben-Hand).

Diese Bewegung ist nicht muskulär-aktiv "ich spanne gewisse Muskeln an um die Hände in die neue Position zu bringen", sondern es ist im Gegenteil ein Aufhören, etwas zu tun - ich höre auf, die Muskeln so anzuspannen, dass ich diese Position mit Fäuste-seitlich-Ellbogen-hinten habe, und die Arme fallen von selbst in den gekreuzten Tan Sao. Das einzig Aktive dabei ist das Flach-Strecken der Handflächen. und ein leichtes Streben des Ellbogens nach vorne.



Ich sehe nichts von Feinmotorik, und auch so gar nichts was chinesische Kampfkünste, die nicht so sehr auf Muskelkraft sondern auf andere Fähigkeiten, wie "innere" Verbundenheit und eben die genannte Feimmotorik setzen, ausmacht, sondern isoliert wirkende Armbewegungem die mit dem Rest des Körpers irgendwie nichts zu tun zu haben scheinen.
doch ich finde die Verbundenheit ganz in Ordnung.



Wie will man damit Überlegener Körperkraft etwas entgegensetzen?
gar nicht. Es geht nicht um "entgegen" setzen (das wäreeher ein muskuläres Konzept). Es reicht, wenn diese überlegene Kraft mich nicht trifft, entweder weil ich nicht mehr da bin, wo ich vorher war, oder weil die Kraft abgelenkt wird, an einen Ort, wo ich nicht bin.