aus deiner Sicht hast du völlig recht.
nur wird eben bei manchen Beschreibungen DEINE SICHT , nicht als Grundlage genommen . spätestens hier muss man dann fähig sein , für sich selbst zu übersetzen oder Rückfragen , wie es gemeint ist.
was allerdings keinen Sinn ergibt , ist , das Gelesene zu interpretieren UND DANN das EIGENE Interpretierte zu kritisieren . damit kritisiert man sich nur selbst , aber nicht den ursprünglichen Textersteller.
versteh mich nicht falsch. jeder Text wird immer erstmal vom Leser interpretiert . nur muss man dann auch erstmal das Eigene Interpretierte hinterfragen , ob es so dem gewollten Inhalt , auch nahe kommt.
erst, wenn das der Fall ist , kann man sinnvoll anfangen zu durchleuchten. bis dahin , ist es nur aneinander vorbei reden. wie hier z.b.
wenn eine Sache NICHT sportwissentschaftlich betrachtet wird , dann wird sie auch sehr wahrscheinlich NICHT sportwissenschaftlich erklärt oder umschrieben werden . sollte eigentlich logisch sein.
hier wurde einfach nur eine Bewegungsqualität über Empfindung , über Wahrnehmung beschrieben. wie es sich anfühlt , wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. selbst über diese Empfindung könnte man diskutieren , ob eben Knochig zu treffend ist .
die Kriterien selber könnte man dann ev. auch physiologisch betrachten . aber selbst hier würde es schwer sein sie physiologisch so zu beschreiben , daß trainingstechnisch das Gleiche Ergebnis heraus kommt.
das stimmt, ABER du hast auch was vergessenFachsprache hat schon seinen Sinn.
Fachsprache hat auch IHREN Kontext .
willst du sie in deinen Kontext übertragen , muss den ursprünglichen Kontext mit beachten , um den Inhalt zu erfassen.
Beispiel .
Füße Parallel und Arme in Ballonhaltung mit dem Gefühl des permanenten Ausdehnens . wie ein Regenschirm der sich aufspannt oder halt ein Pezziball der sich leicht ausdehnt , OHNE das die Arme sich wirklich bewegen . dabei kommen ALLE schon so oft angesprochene Elemente , wie Sinken UND gleichzeitig Aufrichten , wie Entspannung und gleichzeitig Gelenke frei machen , wie Weiten und gleichzeitig keine BeweGUNG erzeugen (im Sinne von festen Ablauf) , wie Ausdehnen und gleichzeitig komprimieren .
ist das Ziel der Übung , ist der Zustand , bekannt , genügt es zu sagen "geh in Ballonhaltung" oder denk an den "Regenschirm" oder "spanne dich auf " "achte auf das Weiten" , "bleib in der Sphäre"
jetzt versuche aber mal ALL das mit pysiologisch , anatomisch , neurologisch korrekten Begriffen zu beschreiben , und zwar soooooo , daß am Ende der Schüler , der Partner damit auch sinnvoll üben kann . sinnvoll heisst, die Qualitätt auch hinbekommt . das wird verdammt schwer .
klar kannst du einzelne Elemente herausnehmen und sie wissenschaftlich betrachten und auch erklären . machen wir auch gern .z.b. welche Mechanismen dabei benutzt , abgerufen werden .
und sehr oft geht es um natürliche körpereigene Muster , die einfach nur verändert verbunden, vernetzt werden . sehr oft geht es auch um Statik und Lot und wie der Körper agiert um dieses zu erhalten , welche Ketten er dafür aktiviert , die dann gezielt verstärkt oder unterdrückt oder überschrieben werden .
z.b. wenn du , aus Armdrag-geschichten heraus , Druck mit einer Hand Druck auf das Kreuzbein des Anderen gibst und damit eine Gegenreaktion triggerst die den Körper in eine Extension drängt , ein Aufrichten wollen und dieses natürliche Reaktion verstärkst du nun noch , in dem du , einen ganz kleinen Moment später , mit der anderen Hand von vorn gegen das Brustbein drückst. sehr oft ist dann die Struktur des anderen gebrochen , seine Statik hinüber und nun braucht es nur einen kleinen Schritt auf ihn zu oder vorbei , um ihn kippen zu lassen.
jetzt kannst du das durchaus physiologisch erklären und das hilft auch beim Verständnis dessen was gerade passiert ,
anderes Beispiel.
drück gegen die Stirn des Partners und versuche sie nach hinten zu bewegen. den Kopf zu übersteuern. Partner soll es NICHT zulassen. (drückt dagegen)
wenn du merkst es geht nicht , dann leg deine freie Hand leicht auf die Schulter des Anderen , kurz danach wieder gegen die Stirn drücken, schieben und beobachte die Veränderung. der Körper des Partners richtet sich auf die jetzt seitlich ankommenden Kräfte aus um seine Statik zu halten und verlässt kurz das , nach vorn gerichtete Muster (läaast sich auch anders umgehen ). jetzt kann man meist sehr leicht die Stirn/Kopf nach hinten bewegen. (geht nicht ewig und nicht immer. genügt schon wenn der Mind des anderen , mit Vorwärtsdrang es einfach überschreibt) .
das kann man jetzt Ablenken nennen oder Aufmerksamkeitsverschiebung oder mit dem Lotverhalten des Körpers erklären , egal, wenn es ums Üben geht würde ich wieder auf die Qualität des Drucks , auf die eigene Struktur dabei , auf die Kommunikation der Körper eingehen , aber bestimmt nicht physiologisch beschreiben , WENN es ums Training geht.
aber Anwendungstechnisch, trainingstechnisch , um die korrekte Qualität zu bekommen , würde ich dann auf diese Sprache wieder verzichten.
und einzeln Elemente herausnehmenend um etwas zu erklären , wenn es um Qualitäten geht ?, ist schwierig .
was haben wir denn physiologisch ? .. Extension , Flexion . hmh ok. nur sind die Qualitäten wie Ausdehnen , komprimieren ,eben nicht auf dieses Funktionen reduzierbar . da müsste man noch proximal und distal mit einbringen, um anzuzeigen ob die Bewegung zum Stamm hin oder von ihm weg geht. ok genügt auch nicht . da es oft um eine Sphäre (Kugel ) geht . ok, kommt noch Caudal (Steißwärts) und cranial (Schädelwärts) dazu . hmh , reicht nicht , da irreführend . Fixpunkte sind nun mal Bai Hui und Mitte Damm. die Linien von Hand zum zum Fuß sind damit noch garnicht beachtet.
und bei all dem , sind nirgends Qualitäten , wie wellenartig Kraft erzeugend , wie federnd , elastisch , Knochig (muahahahahaha) , sehnig , absteigend , sinkend , leitend , enthalten . .
wie will ich DAS physiologisch ausdrücken ???. das Dumme daran ist , das diese Qualitäten nunmal eine sehr hohe Wichtung haben . um sie geht es .
unterschiedliche Spannungszustände (TONI) der Muskulatur kannst du vll. messen , aber drück es mal INDIVIDUELL , Übungstechnisch sinnvoll aus . und individuell ist der Schlüssel , da jeder nunmal anders aufgestellt ist . was Ruhetonus, was Bindegewebsfestigkeit , angeht .
nur um die korrekte Spannung/Entspannung geht es eben sehr oft . da hilft Physiologische beschreibung, Erklärung nicht viel .
für das westliche Verständnis kann es hilfreich sein. für das eigene Üben eher selten , da zu sehr SELBSTLIMITIEREND.
also muss man einfach als Übender sehen , was ich wann benutze .
und als Leser muss ich eben sehen was gerade angewendet wurde , physiologische Erklärung oder trainingsspezifische Sprache OHNE Anspruch physiologisch was erzählen zu wollen.






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