
Zitat von
ZEN2021
Damit hast du letztlich DIE Gretchenfrage gestellt! Ja, wir vertrauen auf die "Richtigkeit" der Ausführung, wie sie uns XYZ gezeigt hat. Und mit der Zeit hast du letztlich zwei Anwendertypen: Einmal den Typus A, der irgendwann Fragen stellt, weil er reflektiert und innerlich spürt, dass es für ihn "so" nicht passt und dies auch äußert. Oder aber den Typus B, der eben nicht hinterfragt und stur das genau macht, wie es vorgegeben ist. Irgendwo wird der "richtige" Weg in der Mitte liegen.
Die Krux liegt meines Erachtens darin begraben, bei und mit wem du trainierst. In den Verbänden sind "Frager" ab einem gewissen Punkt unerwünscht, da sie das (künstliche?) Gesamtgefüge eines (meist) kommerziellen Systems hinterfragen und schwächen können. "Du Chef, das funktioniert gar nicht beim Sparring mit Freunden. Warum trainieren wir das dann?" Sowas wird höchst ungern gehört - gerade in WT&Derivat-Kreisen und führte am Ende dazu, dass der Frager schlichtweg "gegangen wurde".
Aber um noch einmal auf den Punkt zu kommen: Diese Nachahmung hat ihre volle Berechtigung, jedoch nur bis zu einem gewissen Punkt. Ab da muss(!) die individuelle Körpermechanik, die Mentalität und und und mit in den Blick genommen werden, was aber meist nicht erfolgt. Damit sind wir schnell bei dem Thema "Sinn und Zweck des Massentrainings"...ein weites Feld.