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@discipula:

um es ganz, ganz deutlich zu sagen: ich HASSE idioten, die einem als kind schwer und über jahre hinweg mißhandelten und mißbrauchten menschen erzählen wollen, er könne (und müsse sogar!) doch "das positive und wertvolle herausholen" aus dem, was man ihm angetan hat.

da IST nichts wertvolles!
rein gar nichts!
müssen muss man gar nichts.

man kann auch ein Leben lang ein Ressentiment pflegen, oder Hass gegen altes Unrecht, oder was auch immer. Ich hätte keine Lust, dass jemand, der mir schon so viele Jahre meines Lebens kaputt gemacht hat, das auch später noch in Abwesenheit schafft, mich negativ zu beeinflussen - diese Macht würde ich niemandem geben wollen. Ich kann nicht verhindern, was andere tun, aber ich kann bestimmen, wie ich damit umgehe. Welche Bedeutung ich dem gebe. Welche Schlüsse ich daraus ziehe. Wie sich das auf mein Verhalten auswirkt.

Ich denke aber schon, dass man die eigene Stärke in widrigen Umständen besser kennen lernt als in günstigen Umständen. Ja ich halte es für wertvoll, das Mass der eigenen Stärke zu kennen. Ich halte es auch wertvoll zu wissen, dass man sich nicht so leicht unterkriegen lässt. das relativiert doch viele andere (Luxus-)Probleme.

Mit einer andern Vergangenheit wärst du womöglich auch nicht der Kampfkünstler, der du heute bist, und gut in Kampfkunst zu sein, ist auch etwas Wertvolles.

und meiner erfahrung nach kommen solche bescheuerten ratschläge (die man als betroffener durchaus als schläge empfindet!) immer nur von schwachköpfen, die selbst nie in der besch*ssenen lage waren, so etwas erleben zu müssen.
Ein gutes Jahrzehnt Mobbing in der Schule hat mir mehr als genug Stoff gegeben, um Hass und Ressentiments zu pflegen, falls ich dies wollte. Will ich aber nicht.