. Klar, Deine Mitmenschen laufen einfach mal so und ganz ohne gegen sie zu arbeiten gegen Wände oder Schilder, aber Du hast praktisch Augen im Hinterkopf und katzengleiche Reflexe...
(Wobei die das auch anders machen, als nach hinten mit dem Fuß Hindernisse ertasten und sogar diese (uns in diesem Punkt extrem überlegenen) Tiere rutschen beim Rückwärtsgehen, während sie sich beispielsweise vor (!) einer Auseinandersetzung mit einem Artgenossen befinden oder jagen, gerne mal vom Tisch ab, fallen von einer Mauer oder laufen gegen eine Topfpflanze, da nicht einmal die in der Lage sind, das mal eben so zu machen...) Disci dagegen schafft das auch noch, wenn die andere Person bereits aktiven Einfluss nimmt und Druck ausübt. Man bin ich unfähig, wenn ich mir überlege, dass ich sogar schon an Mattenkanten hängengeblieben, über Handschuhe am Boden gestolpert oder gegen einen Sandsack gelaufen bin bzw. die Matte einfach zu Ende war, weil ich auf den Kerl fokussiert war, der was von mir wollte...
Vielleicht sollte ich mir das mit den übermenschlichen Fähigkeiten noch mal überlegen und das dann sicherlich sogar noch in ganz normalen Schuhen...
Was denkst Du eigentlich, warum man Bewegungen - also außer bei euch - so lange drillt und übt, bis sie ohne zu denken ablaufen und warum man versucht, sich reflexartige Reaktionen anzutrainieren? Warum schlage ich jede Kombination mindestens 10.000 mal und arbeite mich in Monaten die Leiter hoch, bevor ich überhaupt irgendwie in der Lage dazu bin, sie im Kampf einzusetzen? Naja, vielleicht sollte ich es mal mit 1x monatlichem Auffrischen versuchen, scheint ja auch einfach zu gehen. Bin wohl nicht aufmerksam oder konzentriert genug...
Schritt 1: Sämtliche Schläge, die "noch lauter Umwege [machen]" aus dem Programm nehmen, auch wenn sie schnell, hart und präzise (und kampferprobt) einschlagen - klar, ist das Prinzip und spricht auch nichts dagegen, nur wird die Behauptung dadurch nicht besser, als müsste man gerade Schläge weniger intensiv trainieren als Haken, damit man sie wirkungsvoll einsetzen kann. Dann einfach 1x pro Woche "aufmerksam darauf [konzentriert], das Überflüssige nicht mehr zu tun" trainieren und schon ist man für die SV gewappnet. Beim Boxen sieht's da leider anders aus und da braucht man dann sogar die Schläge, die lauter Umwege machen. (Machen die meisten Ellenbogen übrigens auch, nur mal am Rande...)
Stimmt, die Regeln, die (in ganz besonderem Ausmaß) den unterlegenen Kämpfer schützen, gibt es dort/dann zu Deinen Gunsten auch nicht. Wer allerdings nicht schwimmen kann, wird nicht nur im Freibad elendig ertrinken, sondern auch im Meer, wenn keiner da ist, der dafür sorgt, dass das Wasser keinen/kaum Wellengang oder Strömung hat.
. Oh, na dann. Ich vergesse immer wieder, dass die Jungs sich in den Situationen auch an keines mehr halten. Andererseits hatte ich auch vergessen zu erwähnen, dass es mir nicht darum ging, dass die Leute im Training freundlich miteinander spielen, sondern mal richtig gegeneinander arbeiten/kämpfen... Dass das kleine 3kg Hündchen auch mit den großen mithalten kann und sie sogar anknurrt und bellt, wenn sie gemeinsam auf der Wiese spielen, ist wirklich keine Seltenheit.
Auf die magischen Optionen warte ich immer noch... Noch nie was abbekommen, nicht einmal einen Zahnschutz im Besitz, aber natürlich ist es ein riesengroßer Unterschied, ob einem auf der Straße die Nase gebrochen wird oder im Ring, weil der Körper da ganz anders auf den Bruch reagiert... So wie Fußballer bekanntlich auch schon umfallen, wenn man sie nur anhaucht, während das auf der Straße ganz anders läuft und hey, wenn es hinkt, ist es auch ein Vergleich.
Ich hatte andere Regeln. (Wo das Equipment war, war da nebensächlich, wer beim Anziehen nach den 1-3 Minuten (je nach Ausrüstung) nicht auf der Matte stand...)
An die Szene hatte ich beim Bordstein gedacht (also falls Disci mal nicht „nicht will“, sondern „will“, sieht das sicherlich auch so aus), hatte sie sogar schon rausgesucht, aber dann war da wieder der nackte Oberkörper... Wollte an anderer Stelle auch schon ganz andere (serbische) Filmszenen als Beispiele bringen, um ihr mal zu verdeutlichen, worüber andere Menschen sich Gedanken machen oder ein Drehbuch schreiben und was sie sich wohl nicht einmal vorstellen kann (und dann noch schön bildlich gezeigt bekommt), habe es dann jedoch lieber gelassen - das hätte sie wohl endgültig verstört und gibt es schließlich in ihrer Realität nicht...
Konstruktive Kritik ist das Wichtige und man kann auch gerne mehr loben, dann geht das wichtige Lob halt häufiger unter, aber manche sind dann besser bei der Sache und motivierter - darf jeder für sich entscheiden. Man sollte nur aufpassen, dass man den Leuten nicht irgendwelche Luftblasen in den Kopf setzt.
Als müsste jeder was Besonderes sein oder natürlich aus der Masse hervorstechen. Wenn das so wäre, würde ich mich mal fragen, warum das dann nur in der kleinen Blase und nicht darüber hinaus gilt...
+1! Es ist (und war) für mich immer total unbefriedigend, wenn ich die ganze Stunde über vor mich hin trainiere und mir nur ein paar Mal „gut, gut, klasse, spitze, weiter so“ mitgegeben wird... Da geh ich dann raus und bin so schlau wie davor.
Dagegen ist mir eine der Einheiten, die mich vor "langer Zeit"innerhalb von 3 Stunden maßgeblich beeinflusst hat, bis heute im Gedächtnis geblieben und das hat begonnen mit den Worten: „Ich hab gesagt, Du sollst am Sandsack hart kicken, was ist das, was Du da machst? Kannst Du’s nicht besser oder bist Du nur ein faules Stück, an dem ich meine Zeit besser nicht verschwende und Du wechselst ins Boxen? ... und tritt gefälligst weiter, während ich mit Dir rede!“
. Dich würde ich sogar Sifu nennen
. So sollte es eigentlich laufen, erwartet (insbesondere am Anfang) ja auch keiner, dass man alles innerhalb von Minuten anders vermitteln kann. Man kann alles lernen
. Es gibt so viele Möglichkeiten etwas zu vermitteln...
Dieselbe Luft atmen zu dürfen bzw. etwas von ihr abzubekommen und Zeit in der Nähe verbringen zu dürfen, vielleicht sogar mal gemeinsam gesehen zu werden, das ist nicht nur Lob, das ist schon eine Auszeichnung.
. Wenn schon, dann halt richtig. Ich schaue auch, dass mein Lob auch ankommt und nicht untergeht
. Wenn es mal klick macht, gibt’s dafür zwar kein „richtiges“ Lob, aber ich drücke durchaus meine Freude aus und weise ihn darauf hin
. (Ich hoffe doch sehr, dass simple Äußerungen wie (beispielsweise nach einer Erklärung oder Hilfestellung) „Passt.“ „Besser.“ „Wird langsam.“ nicht mit Lob verwechselt werden...)
Stimmt. Diese Argumentation finde ich immer wieder interessant und wenn man sich dann gegenübersteht noch peinlicher. Ich habe es mehr als einmal erlebt, dass man die Person im Sparring komplett vorgeführt hat und dann diese Aussage kam. Auf die Frage/Bitte, das noch mal ohne Regeln zu wiederholen, wurde natürlich nie eingegangen... Ich bin mir sicher, dass die Person tief in sich drin wusste, dass es keinen Unterschied macht, ob sie im Rahmen eines Regelwerks oder ohne zusammengefaltet wird und dass sich dadurch nicht einfach der Spieß zu ihren Gunsten wenden lässt.
Gleichzeitig ist einer der Punkte, warum regelwidriges Handeln im Sparring manchmal überraschenden Erfolg bringen kann, ganz simpel: Man rechnet nicht damit. „Auf der Straße“ rechnet man (oder zumindest ich) allerdings durchaus damit, sogar noch mit viel mehr...
Na sicher doch. Erstklassig!
Ach, da steht’s auch nicht wortwörtlich und dann kann man damit auch nichts anfangen, so wie mit dem kleinen Problem, das sie zum Kieser getrieben hat. In der gängigen Literatur oder Periods Buch wird das kleine Wörtchen nicht direkt genannt, zu übertragen und erst einmal zu verstehen und sich eine Basis aufzubauen, ist zu viel verlangt.
Als würde sich das bei einem viel weiter gefassten Bereich auf einmal ändern... Disci arbeitet doch sogar in dem Bereich und anscheinend ist es für die Akupressur gänzlich unwichtig, sich über die simpelsten Dinge im Klaren zu sein - ich sage nur Agonist und Antagonist, was sie ja nicht braucht und auch nicht wissen muss, Physiologie ist auch unwichtig und insbesondere Pathophysiologie.
Ach, böse Zungen würden sogar behaupten, es hätte Gründe, dass der Ringrichter in bestimmten Situationen (stehend KO usw.) aktiv dazwischen geht und nicht nur mit den Armen wedelt oder redet... Ich bin mir sicher, auch Polizisten reden nur auf beide Personen ein und dann ist sofort Schluss, weil beide sofort verstehen, was da gerade um sie herum passiert... So wie es auch ganz oft am Bahnhof vorkommt, dass der eine Teil einfach geht, weil seine Bahn gleich kommt und er noch 5min hinlaufen muss...
@Disci: Ist wohl untergegangen, wie war das noch mal mit der Schusswaffe, die auf Dich gerichtet wurde?
LG
Vom Tablet gesendet.





. Klar, Deine Mitmenschen laufen einfach mal so und ganz ohne gegen sie zu arbeiten gegen Wände oder Schilder, aber Du hast praktisch Augen im Hinterkopf und katzengleiche Reflexe...
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. (Wo das Equipment war, war da nebensächlich, wer beim Anziehen nach den 1-3 Minuten (je nach Ausrüstung) nicht auf der Matte stand...)
. So sollte es eigentlich laufen, erwartet (insbesondere am Anfang) ja auch keiner, dass man alles innerhalb von Minuten anders vermitteln kann. Man kann alles lernen 

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