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Kommt darauf an wie lange die Belastungsdauer ist, was du unter wesentlich verstehst und wie du stehst. Mit geraden Beinen und hängenden Armen wird da wenig raus kommen - nehme aber mal an dass du das nicht meintest. Aber prinzipiell baut das schon auf. Auf einen Wettkampf würde ich mich damit nicht vorbereiten. Aber dafür, das es im Prinzip verschleißfrei ist, baut es enorm auf. Vor allem die aufrichtende Muskulatur.
Im Sinne des Merkspruchs "Funktion formt das Organ" wird ein Muskel, der über längere Zeit gering belastet wird, eher ausdauernder im Sinne, dass er die geringe Belastung länger durchhalten kann, als das er stärker wird, in dem Sinne, dass er größere Widerstände überwinden kann.
In Deinem Wikipedialink wird zwar mit Verweis auf eine einzige Studie behauptet, dass die Belastungshöhe ("ob Gewichte schwer oder leicht sind") keine Rolle für den Muskelaufbau spiele, allerdings mit der Zusatzbedingung, dass man bis zu Muskelversagen trainiert.
In der zugrunde liegenden Studie benutzte die Gruppe mit geringem Widerstand Gewichte von 30% bis 50% Ihres 1RM und waren da in einem Wiederholungsbereich von 20 bis 25 Wdh. Das scheinen mir doch erheblich geringere Belastungsdauern und damit, weil es ja zum Muskelversagen geht, höhere Belastungen, als bei dem, was ich unter ZZ kenne.

Wie lange stehst Du denn, in welcher Position?
Stehst Du bis zum Muskelversagen oder sind Deine Muskeln dabei so stark angespannt, dass dadurch ihre Blutzufuhr eingeschränkt wird (oder was soll der Verweis auf KAATSU?)

Zitat Zitat von DatOlli Beitrag anzeigen
Auch wenn du es dir kaum vorstellen kannst, konnte ich auch nicht, es ist noch nicht bei jedem angekommen, dass Training funktioniert und mehr Training besser funktioniert (und ja, ich weiß, es gibt auch Übertraining).
in dieser Verallgemeinerung ist der Satz falsch, außer man meint mit "funktioniert" irgendeinen Effekt und sei es Zeitvertreib.
Wenn ich frage "was ist 2+ 2" und bekomme als Antwort "eine Zahl", dann kann ich dem nicht widersprechen, für eine befriedigende Antwort halte ich es dennoch nicht, wenngleich es Menschen geben mag, für die das neu ist.

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Das bezog sich auf die Effekte und Wahrnehmungen (siehe weiter vorne) die dadurch erzeugt werden. Aber tatsächlich ja, ich bin davon langsamer und auch stärker geworden.
Du hast also ultralangsames Training durchgeführt und hattest dadurch "Effekte" aber keine "Qi-Effekte" gemäß Deiner Wortwahl, also
"so etwas wie das Gefühl Stresshormone einzuschiessen. Enorm hohen Output bei gefühlt niedriger Anstrengung".
Dafür bist Du 15% langsamer geworden (Indikator wohl Bewegungsgeschwindigkeit bei FMA-Übungen) und "stärker".
Was hast Du denn da genau gemacht?
Die hier propagierte Senkong-Übung?
Da bist wärst Du IMO der erste, der berichtet, davon langsamer geworden zu sein, wobei es sich bei dem Eindruck natürlich auch um Publikationsbias handeln könnte.
Kanken sprach ja auch von "steif", nicht von "langsam". Natürlich wird man langsamer, wenn man steif (z.B. im Sinne von unangemessener Muskeltonus) ist, aber es kann ja noch andere Ursachen für Langsamkeit geben.
Natürlich kann man, zumindest temporär, "steif" werden, wenn man einfach längere Zeit in einer bestimmten Position verharrt.
Die Frage ist eben, ob man (auch dauerhaft) "steif" wird, wenn man mit den von mir benannten Ideen steht, langsam bewegt, oder mit der Idee "Precision doesn't matter, tenselessnes and flowing is important." sehr langsam bewegt.

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Nein das bedeutet der Merksatz nicht. Er bedeutet, das dauerhafte Reize im Allgemeinen zu einer Anpassung führen.
Wo ist da jetzt der Widerspruch?
Ist/setzt regelmäßiges sehr langsames Bewegen keinen Reiz?
Ist die von Dir beobachtete Verminderung der Bewegungsgeschwindigkeit keine Anpassung an die Übung?