@Pansapiens

Mal vorneweg. Ich glaube mal meiner Frau dass du nicht Unfrieden säen möchtest sondern tatsächlich Informationen suchst und diese abgesichert haben möchtest, damit du keinen Unsinn trainierst.

Zu mir, ich bin eher ein "Bauchmensch" und benutze gerne Analogien, Vergleiche und Beispiele.

Ich habe letztens einen schönen Spruch gehört:
"Wenn man etwas seziert, dann tötet man es, entweder vorher oder während."

Konkret meine ich damit, dass du die Sachen mal neutral und im Gesamtzusammenhang lesen solltest und nicht konzentriert auf einen Post oder einen Satz.

Würdest du das tun hättest du bemerkt, dass ich mich in Punkto Langsamkeit auf "reines" Stehen bezogen habe und das die Benefits, den leichten Verlust im "Top-Speed" wert sind und das man das kompensieren kann.

Ansonsten empfehle ich dir die Beiträge von Klaus und Kanken mehrmals, in einem Rutsch und im Gesamtzusammenhang zu lesen. Falls du es schaffst dabei nicht in entweder oder zu denken wird dir das vmtl. viel bringen.

Die beiden haben nämlich ein absolutes Feuerwerk an Informationen "raus gehauen".

Ganz nebenbei haben die beiden aus meiner Sicht verschiedene Zielsetzungen und sind viel näher aneinander als man so meint.

Daher mein wirklich nett gemeinter Rat. Frage freundlich nach und besuche die beiden mal.
Ich durfte die Ergebnisse beider Ansichten fühlen und war in beiden Fällen schwer beeindruckt. Auch wenn sich die Ergebnisse ganz anders anfühlen.

Zum Thema ultra-slow-motion. Die gemeinten Effekte sind das was du unter Qi-Effekten verstehst und was in meinem Verständnis unter "physiologische Reaktion" läuft.

Kaatsu: Ich schrieb dass ich damit vorsichtig wäre. Ich kann mir aus meinem "Background" heraus nicht vorstellen, dass dies eine gute Idee ist.- Kann sich ändern falls ich dazu mal irgendwelche neuen und weiterführenden Info's bekomme.

Falls du Informationen zum Thema Muskelaufbau Trainingslehre und verwandtes suchst, versuche mal ganz freundlich den User Narexis zu fragen (oder auch Kanken). Der kann das ziemlich gut erklären und hat aus meiner Sicht "richtig was drauf".

Wie habe ich gestanden? ZZ Basishaltung Ellbogen relativ hoch Zeigefinger etwa auf Kinnhöhe, Füsse schulterbreit und parallel, Knie um ca. 30 Grad gebeugt. Nicht bis zum Muskelversagen, nur gute 30 Minuten.

Ich bin nicht "steif" geworden, was damit gemeint ist fragst du Kanken. Ich habe nichts an Geschmeidigkeit, Beweglichkeit und Bewegungsausmaß eingebüßt. Im übrigen muss auch Steifigkeit (kommt auf den Zusammenhang an) nicht unbedingt schlecht sein. Falls zum Beispiel die Verformbarkeit deiner Technik gering ist, kannst du perfekt mit deinem eigenen Angriff in den Angriff des Gegners schneiden und diesen "verdrängen".

Ich sprach vom Top-Speed meiner Bewegungen. Leider kann man die Muskulatur nicht zu einer "eierlegenden Wollmilchsau" trainieren. Man kann natürlich ein gleichmäßiges Verhältnis zwischen Geschwindigkeit, Kraft und Ausdauer erzeugen. Liegt dann im Ergebnis aber halt unter einem jeweils spezifizierten Ergebnis. Wie jemand seine Muskulatur trainiert hängt davon ab, was das Ziel ist. Das unterscheidet sich aber von Sportart zu Sportart und von Stil zu Stil.
Jemand der TKD trainiert macht das anders als z.B. ein Ringer und der trainiert anders als ein Gewichtheber auch wenn es immer wieder Überschneidungen gibt.

Noch ein letztes zu "Funktion formt das Organ". Dieser Merksatz ist eine Verallgemeinerung und auch so gedacht, das ist sein Zweck wenn man so möchte. Aber wie gesagt, dass lass dir mal von einem Profi (z.B. Physio) erklären. Der kann dir dann auch alle möglichen Studien, Nachweise oder sonstwas dazu liefern. Falls er "Bock darauf hat". - Ich habe ihn nicht. Das wird sich auch dir zuliebe nicht ändern.

Das mit der Bias werde ich nicht kommentieren weil vollständig absurd. Ich denke Klaus und ich sind miteinander wieder im reinen und falls nicht machen wir das via PN oder im persönlichen Gespräch. Denn ich schätze ihn sehr und wir sind beide offen und frei genug um zivilisiert und produktiv miteinander zu reden.

So, besser kann und will ich nicht. - Meint, ich bin mit dem hier angesprochenen durch.

Liebe Grüße
DatOlli




Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
Im Sinne des Merkspruchs "Funktion formt das Organ" wird ein Muskel, der über längere Zeit gering belastet wird, eher ausdauernder im Sinne, dass er die geringe Belastung länger durchhalten kann, als das er stärker wird, in dem Sinne, dass er größere Widerstände überwinden kann.
In Deinem Wikipedialink wird zwar mit Verweis auf eine einzige Studie behauptet, dass die Belastungshöhe ("ob Gewichte schwer oder leicht sind") keine Rolle für den Muskelaufbau spiele, allerdings mit der Zusatzbedingung, dass man bis zu Muskelversagen trainiert.
In der zugrunde liegenden Studie benutzte die Gruppe mit geringem Widerstand Gewichte von 30% bis 50% Ihres 1RM und waren da in einem Wiederholungsbereich von 20 bis 25 Wdh. Das scheinen mir doch erheblich geringere Belastungsdauern und damit, weil es ja zum Muskelversagen geht, höhere Belastungen, als bei dem, was ich unter ZZ kenne.

Wie lange stehst Du denn, in welcher Position?
Stehst Du bis zum Muskelversagen oder sind Deine Muskeln dabei so stark angespannt, dass dadurch ihre Blutzufuhr eingeschränkt wird (oder was soll der Verweis auf KAATSU?).






in dieser Verallgemeinerung ist der Satz falsch, außer man meint mit "funktioniert" irgendeinen Effekt und sei es Zeitvertreib.
Wenn ich frage "was ist 2+ 2" und bekomme als Antwort "eine Zahl", dann kann ich dem nicht widersprechen, für eine befriedigende Antwort halte ich es dennoch nicht, wenngleich es Menschen geben mag, für die das neu ist.



Du hast also ultralangsames Training durchgeführt und hattest dadurch "Effekte" aber keine "Qi-Effekte" gemäß Deiner Wortwahl, also
"so etwas wie das Gefühl Stresshormone einzuschiessen. Enorm hohen Output bei gefühlt niedriger Anstrengung".
Dafür bist Du 15% langsamer geworden (Indikator wohl Bewegungsgeschwindigkeit bei FMA-Übungen) und "stärker".
Was hast Du denn da genau gemacht?
Die hier propagierte Senkong-Übung?
Da bist wärst Du IMO der erste, der berichtet, davon langsamer geworden zu sein, wobei es sich bei dem Eindruck natürlich auch um Publikationsbias handeln könnte.
Kanken sprach ja auch von "steif", nicht von "langsam". Natürlich wird man langsamer, wenn man steif (z.B. im Sinne von unangemessener Muskeltonus) ist, aber es kann ja noch andere Ursachen für Langsamkeit geben.
Natürlich kann man, zumindest temporär, "steif" werden, wenn man einfach längere Zeit in einer bestimmten Position verharrt.
Die Frage ist eben, ob man (auch dauerhaft) "steif" wird, wenn man mit den von mir benannten Ideen steht, langsam bewegt, oder mit der Idee "Precision doesn't matter, tenselessnes and flowing is important." sehr langsam bewegt.



Wo ist da jetzt der Widerspruch?
Ist/setzt regelmäßiges sehr langsames Bewegen keinen Reiz?
Ist die von Dir beobachtete Verminderung der Bewegungsgeschwindigkeit keine Anpassung an die Übung?