Ich kann meinen Muskel auch entspannen, ohne dass der Antagonist aktiv ist.
Unter Entspannung verstehe ich das Unterlassen der Kontraktion.
Wen meint denn das von mir hervorgehobene "wir"?
Wenn ich einen Muskel dehne, weist der eine Dehnspannung auf.
Diese Spannung ist anderen Ursprungs, als eine Spannung durch Kontraktion.
Eine Muskelfaser besteht aus hintereinander geschalteten Sarkomeren, die durch Z-Scheiben begrenzt sind.
Diese Sarkomere bestehen aus drei Arten von Filamenten:
Aktin, Myosin und Titin
Aktin und Titin sind mit den Z-Scheiben verbunden.
Bei einer Kontraktion gleiten Aktin und Myosin ineinander ohne ihre Länge zu verändern. Die entsprechende Bewegung/Zugkraft wird durch das Aktin auf die Z-Scheiben übertragen.
Bei einer Dehnung wird das mit den Myosinfilamenten verbundene elastische Titin gedehnt. Die entsprechende Spannung entsteht aufgrund der Dehnungsspannung der Titinfilamente.
http://www.sportunterricht.de/lksport/titin.html
Im Beitrag weiter vorne nanntest Du die Stichworte "Plyometrie" und "Ausholen".
Dabei werden Dehnungsreflexe genutzt.
Die dabei auftretenden Spannungen sind Spannungen aufgrund aktiver Kontraktion:
In speziellen Muskelfasern wird Faserlänge und Veränderungsgeschwindigkeit gemessen. Wird der Sollwert überschritten, erfolgt eine aktive Kontraktion des Muskels, um den Muskel zu schützen.
Das ist etwas anderes, als die oben beschriebene Dehnungsspannung aufgrund der Muskellänge.
Die Entspannung, die ich anstrebe, ist das Unterlassen unnötiger aktiver Kontraktion. Das geht mehr oder weniger bei jeder Muskellänge.
Was für eine Entspannung Ihr benötigt, ist mir nicht ganz klar...





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