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Thema: Ueshibas Superkräfte ...

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  1. #11
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    Standard

    Zitat Zitat von Nick_Nick Beitrag anzeigen
    Wenn ich das übe (Parallelstand und Drücken gegen die Hände), bilde ich mir ein, dass ich nicht die Kraft vor Einwirken umleite. Einfach weil ich gar nicht weiß, wie das geht. Der Schiebende drückt auch nicht selbst nach unten.
    Dann lass Dir doch mal gegen die Brust drücken, oder nimm irgendwas zwischen Deine und des Drückenden Hände, das verhindert oder anzeigt, wenn Du die Richtung der Kraft, die auf Dich wirkt, veränderst.
    'ne Tür z.B. die nur einen Bewegungfreiheitsgrad hat.
    Jemand schiebt im Ausfallschritt mit voller Wucht gegen eine Tür und Du stehst auf der anderen Seite im Parallelstand oder auf einem Bein und leitest die ankommende Kraft nach unten ab.

    Zitat Zitat von Nick_Nick Beitrag anzeigen
    Hier siehst du mal ein Beispiel. Der „Blaue“ schiebt schon mit ganzer Wucht, und wie man sieht, sicher nicht nach unten.
    Da kann ich nun recht wenig erkennen und außerdem ist das eine Momentaufnahme.

    Zitat Zitat von Nick_Nick Beitrag anzeigen
    Es gibt auch eine Übung (auf sehr hohem Niveau), in der der Geschobene im Parallelstand steht und ein Schiebender gegen die Hände arbeitet. Dann geht der Geschobene in die Knie, bis er schließlich ganz unten ist, also der Hintern fast den Boden berührt. Anschließend geht´s wieder hoch. Die ganze Zeit drückt dabei der Schiebende. Dort geht´s um skelettales Alignment, effiziente Muskelnutzung, den Aufbau eines connected und definiert disconnected body.
    Dagegen sagt ja niemand was.
    Es gibt natürlich günstigere und ungünstigere Strukturen, um einer Kraft zu widerstehen.
    Siehe die Übung aus dem KI-Aikido: Wenn Du mehr auf dem Vorfuß stehst, ist Dein Kippmoment gegen Kräfte von vorne größer, als wenn Du mittig oder hinten stehst.

    Zitat Zitat von Nick_Nick Beitrag anzeigen
    Aber die einzige Chance für das Weiterleiten der Kraft ist längs durch den Arm, auch bei horizontaler Krafteinleitung, was der Fall ist? Also damit eine Komponente nach unten?
    Es geht darum, was für Kräfte wirken.
    Wenn Du längs des Arms drückst, dann wirkt nur eine Kraft längs des Arms, nach schräg unten.



    (Unten kann man das wieder in eine Kraft senkrecht in den Boden und eine horizontale Kraft zerlegen.)


    Wenn Du horizontal drückst, und der Arm stabil in dieser Position gehalten wird, kann man die wirkende Kraft in eine Komponente längs des Arms zerlegen und in eine senkrecht zum Arm.
    Komponenten hier gelb markiert:



    Wenn die einwirkende Kraft F vom Betrag in beiden Fällen gleich ist, ist die längs des Arms wirkende Kraft im zweiten Fall geringer und dazu kommt dann noch eine horizontal zum Arm wirkende Kraft die ein Drehmoment verursacht, das den Körper kippt.
    Im Extremfall, wie bei meinem Erlebnis mit dem Taijilehrer, wenn der Arm senkrecht nach oben zeigt, dann
    drückt man im Fall eins nur senkrecht nach unten, was nun kein Umkippen bewirkt, und im Fall zwei rein senkrecht zum Arm, was bei gegebener Kraft ein maximales Kippmoment bewirkt.
    Wenn der Geschobene nun geschickt ist, wird er Dir nicht sagen, wie Du drücken sollst, sondern eben durch Ausweichen oder Manipulation nur die für ihn günstige Variante zulassen.
    Zitat Zitat von Nick_Nick Beitrag anzeigen
    Mit einem einfachen mechanischen Modell wird man aber denke ich nicht weit kommen, weswegen auch die mechanistische Betrachtung der Kippsicherheit m.E. nur bedingt weiterhilft.
    Aha, also das Komplexitätsargument.
    Tatsächlich wird es beim Schieben Hände gegen Hände komplizierter, was auch wohl der Grund ist, warum man das macht.
    Aber irgendwie komisch, wenn man nicht erzählt, wie man das macht.

    Zitat Zitat von Nick_Nick Beitrag anzeigen
    Denn danach müsste man immer umkippen, was bei den meisten ist´s ja auch der Fall, nicht aber eben bei den Geübten.
    Wenn der Schwerpunkt über die Standfläche geschoben wird, kippt auch der Geübte um, es sei denn er hält sich irgendwo fest oder lehnt sich irgendwo drauf.

    Zitat Zitat von Nick_Nick Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist´s hilfreicher, das Ganze mal von der Ergebnisseite aus zu betrachten. Es ist ein Fakt, dass das horizontale Schieben gegen Hände im Parallelstand mit Stehenbleiben funktioniert (ebenso in der Hocke, auf einem Bein, gegen eine Hand auf einem Bein, …). Auch dass Soloübungen erforderlich sind und erheblicher Zeitaufwand, das auf hohem Niveau auszuführen.
    Die (oder eine) allgemeine Erklärung ist die Arbeit über die Faszien/definierte minimale Muskelnutzung und korrekte Ausrichtung des Körpers mit gezielter connection/disconnection. Inryoku schreibt von „slack out im Körper“, carstenm von „Expandieren in 6 Richtungen“ und Aufbringen einer Zugspannung im Bindegewebe. Läuft m.E. auf das bekannte Bild hinaus, eine „Spannung“ im Körper in der Entspannung zu haben. Man könnte sich fragen, inwiefern eine "ohne slack" bzw. unter Zug stehende „Hülle“ im Körper diesem zu einem Gleichgewicht gegen eine frontale Kraft verhilft.

    Oder man fährt einfach mal zu jemandem, der es kann, und lässt zumindest die praktischen Aussagen verifizieren .
    Ich habe schon bei Leuten geübt, die so was nicht nur können, sondern auch erklären, wie das geht.
    Wie gesagt, ich würde erst mal die Freiheitsgrade einschränken und schauen, was dann von den Fähigkeiten übrig bleibt, wenn sicher gestellt ist, dass die Kraft wirklich horizontal von vorne kommt.

    ************************************************** **************************************
    im Übrigen weise ich zumindest im Rahmen dieser Diskussion darauf hin, dass die Beiträge von Cam67 und Inryoku von mir ignoriert werden.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von Pansapiens (27-07-2021 um 00:54 Uhr)

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