Dann lass Dir doch mal gegen die Brust drücken, oder nimm irgendwas zwischen Deine und des Drückenden Hände, das verhindert oder anzeigt, wenn Du die Richtung der Kraft, die auf Dich wirkt, veränderst.
'ne Tür z.B. die nur einen Bewegungfreiheitsgrad hat.
Jemand schiebt im Ausfallschritt mit voller Wucht gegen eine Tür und Du stehst auf der anderen Seite im Parallelstand oder auf einem Bein und leitest die ankommende Kraft nach unten ab.
Da kann ich nun recht wenig erkennen und außerdem ist das eine Momentaufnahme.
Dagegen sagt ja niemand was.
Es gibt natürlich günstigere und ungünstigere Strukturen, um einer Kraft zu widerstehen.
Siehe die Übung aus dem KI-Aikido: Wenn Du mehr auf dem Vorfuß stehst, ist Dein Kippmoment gegen Kräfte von vorne größer, als wenn Du mittig oder hinten stehst.
Es geht darum, was für Kräfte wirken.
Wenn Du längs des Arms drückst, dann wirkt nur eine Kraft längs des Arms, nach schräg unten.
(Unten kann man das wieder in eine Kraft senkrecht in den Boden und eine horizontale Kraft zerlegen.)
Wenn Du horizontal drückst, und der Arm stabil in dieser Position gehalten wird, kann man die wirkende Kraft in eine Komponente längs des Arms zerlegen und in eine senkrecht zum Arm.
Komponenten hier gelb markiert:
Wenn die einwirkende Kraft F vom Betrag in beiden Fällen gleich ist, ist die längs des Arms wirkende Kraft im zweiten Fall geringer und dazu kommt dann noch eine horizontal zum Arm wirkende Kraft die ein Drehmoment verursacht, das den Körper kippt.
Im Extremfall, wie bei meinem Erlebnis mit dem Taijilehrer, wenn der Arm senkrecht nach oben zeigt, dann
drückt man im Fall eins nur senkrecht nach unten, was nun kein Umkippen bewirkt, und im Fall zwei rein senkrecht zum Arm, was bei gegebener Kraft ein maximales Kippmoment bewirkt.
Wenn der Geschobene nun geschickt ist, wird er Dir nicht sagen, wie Du drücken sollst, sondern eben durch Ausweichen oder Manipulation nur die für ihn günstige Variante zulassen.
Aha, also das Komplexitätsargument.
Tatsächlich wird es beim Schieben Hände gegen Hände komplizierter, was auch wohl der Grund ist, warum man das macht.
Aber irgendwie komisch, wenn man nicht erzählt, wie man das macht.
Wenn der Schwerpunkt über die Standfläche geschoben wird, kippt auch der Geübte um, es sei denn er hält sich irgendwo fest oder lehnt sich irgendwo drauf.
Ich habe schon bei Leuten geübt, die so was nicht nur können, sondern auch erklären, wie das geht.
Wie gesagt, ich würde erst mal die Freiheitsgrade einschränken und schauen, was dann von den Fähigkeiten übrig bleibt, wenn sicher gestellt ist, dass die Kraft wirklich horizontal von vorne kommt.
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im Übrigen weise ich zumindest im Rahmen dieser Diskussion darauf hin, dass die Beiträge von Cam67 und Inryoku von mir ignoriert werden.





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