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Thema: Ueshibas Superkräfte ...

Baum-Darstellung

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  1. #11
    carstenm Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Diese Fragen hier magst Du nicht beantworten?
    M.E. haben wir das des langen und breiten diskutiert. Und mir ist bis heute tatsächlich ganz ehrlich nicht klar, wogegen eigentlich du argumentierst, bzw. was eigentlich die - esoterische? unwissenschafliche? den Naturgesetzen widersprechende? magisch? - These ist, die du widerlegen möchtest. Ich verstehe nicht, wogegen du argumentierst. Und mit welcher Intention das geschieht.

    Eindeutig ist, daß meine physikalischen Kenntnisse nicht hinreichen, um das Phänomen angemessen zu beschreiben. Aber das mußt du mir nicht erst beweisen. Gerade weil die Naturwissenschaften mal mein Zuhause waren, ist mir das bewußt. Dafür müßtest du diesen Aufwand also nicht betreiben. Worum also geht es?

    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Dass es nicht die Absicht ist Kraft gezielt nach schräg hinten in den Boden zu leiten, sondern in 6 Richtungen aufzulösen (was, wie Carsten schreibt, gegensätzliche Kräfte zu schaffen), also so zu verteilen dass sie sich im inneren der Struktur irgendwie neutralisieren, bedeutet nicht, dass es funktioniert ohne dass ein Kontakt zum Boden existiert.
    Ich weiß nicht wo so etwas behauptet wurde, und warum die ganze Zeit versucht wird irgendwas in der Richtung zu beweisen.
    Nicht umsonst heißt das Konzept Himmel Erde Mensch. Die Grundspannung kommt rein, in dem eine Spannung in der Vertikalachse aufgebaut wird, daraus ergeben sich die weiteren Richtungen. Ueshiba sprach auch von einem Kreuz (Aiki juji), das bezieht sich einerseits auf die Darstellung Himmel-Erde Feuer-Wasser im pa kua des frühen Himmels (hachi riki - 8 Kräfte), andererseits ist es aber auch ein (dreidimensionales) Kreuz was entsteht wenn man von 6 Richtungen spricht, was wiederum symbolisch für "alle Richtungen" steht.
    Ersetze "in 6 Richtungen auflösen" durch "in sechs Richtungen zerlegen". Dann ist alles darin.

    Wie diese Zerlegung des angreifenden Kraft-Vektors im Körper in sechs Richtungen erreicht werden kann, ist das Thema des Übens.
    aiki, so wie ich es übe, befaßt sich grunsätzlich damit, im Körper "Richtungen" ("Kräfte" genannt, aber nicht im physikalsichen Sinne gemeint) zu erzeugen, die einander jeweils entgegengesetzt sind. "What goes up ... must go down." Das ist es, was in der in Frage stehenden Übung geübt wird. Der Schiebende ist nur ein "Hilfsmittel" um eine Rückmeldung zu erhalten, ob bzw. wie gut das gelingt.

    Auf einem fortgeschrittenen Niveau scheint es möglich zu sein, die resulierenden Vektoren im Körper - beliebig oft? - weiter in jeweils sechs Richtungen zu zerlegen.

    Ist Dir klar, dass Du dadurch bei mir den Eindruck erweckst, dass die Erwähnung der Leute, die bei Dir trainieren und sich mit physikalischen Kräften auskennen ein substanzloser Versuch war, mich zu beeindrucken?
    Fakt ist: Die haben hier mitgelesen. Weil sie KK interessiert. Und wir haben uns nach dem Training über diese Diskussion unterhalten. Wie sonst manchmal auch schon über andere Diskussionen.

    Warum denkst du, daß mir daran gelegen sein sollte, dich zu beeindrucken? Dieser Eindruck scheint auf falschen Prämissen zu beruhen.

    Womit wir wieder beim Behaupten wären ...
    Das meint genau das: Ich habe nicht das Interesse, Recht zu haben, dich zu beeindrurcken oder eine wie auch immer gedachte Konflikt- oder Konkurrenzsituation "für mich zu entscheiden". Ich habe hier nichts zu gewinnen ... und nichts zu verlieren.

    Ist Dir klar, dass das mich eher darin bestärkt, dass meine Erinnerung richtig ist, dass niemand eine solche Erklärung gegeben hat?
    Mir ist klar, daß die Erklärungen, die abgegeben wurden, wie die oben zitierte, dir - oder genauer einem fundierten wissenschaftlichen Anspruch - nicht genügen.
    Aber.
    Wie auch?
    Ich habe seit 1988 keine Naturwissenschaften mehr betrieben. Ich habe überhaupt nicht den Anspruch, eine naturwissenschaftlich Präzise Erklärung zu liefern. Wie also sollte ich deine Erwartungen in dieser Hinsicht erfüllen können? Ich kann auch nicht Klavierspielen. Oder Steppen. Aber beides ist eben auch nicht wichtig, um zu tun, was ich tue.

    Aber das ist Dir wohl auch egal?
    Ich schrieb ja schon immer wieder: Das genaue physikalische Verstehen interessiert mich nicht. Im Unterschied z.B. zu kanken. (Der m.E. in dem aikiotoshi thread auch einige gute Hinweise auf Erklärungsmöglichkeiten gegeben hat. Seine Aussagen zur Kraftumlenkung im Schultergelenk kam mir neulich angesichts des Videos von Watanabe sensei in den Sinn ...)
    Mir helfen diese Erklärungen weder beim Üben. Noch erkläre ich selber etwas in diesem Modus in meinem Unterricht.

    Das genaue physikalische Verstehen ist dein Interesse. Ich könnte dir lediglich dabei helfen, die Übung kennenzulernen, damit die Fragen, die du an sie stellst, ihr besser gerecht werden, als das. m.E. derzeit der Fall zu sein scheint.

    Eventuell sehen die Leute, die bei Dir trainieren und das wissen, einfIch ach drüber weg, was dann dazu führt, dass Du denkst, wenn die nicht widersprechen, werd' ich schon keinen Unsinn erzählen?
    Auch dieser Gedanke beruht auf einer flachen Prämisse: Die Leute, die mit mir üben, widersprechen mir immer dann, wenn sie denken, daß es etwas zu widersprechen gibt. Jede und jeder von ihnen ist auf seinem Gebiet eine Experte, bzw. eine Expertin. Bis dahin, daß sie mich blockieren (sollen und tun es auch) wenn das, was ich als Lehrer vorne zeige, nicht funktioniert.

    Womit dann wohl auch der Aufwand inkludiert wäre, von Deinem üblichen Training abzuweichen, falls ich da bin und Dich auf ein Rollwägelchen zu stellen, oder eine Platte die die Bodenreaktionskräfte misst?
    Auch diese Folgerung ist falsch.
    Im Falle eines Besuches inkludiert der Aufwand eine Störung meines ansonsten durch feste Abläufe geprägten Lebens, das Herrichten des Gästezimmers, das Gespräch mit einem mir fremden Menschen, ggf. ein Frühstück am Tag nach dem Training, die Nervosität des Unterrichtens in dieser besonderen Situation. Das Stehen auf Rollwägelchen, Gleichgewichtsbrettern und Bodenreaktionskräftemessplattendingern ... ggf. noch die Fahrt zum Bahnhof.


    Ich habe bloß immer noch nicht verstanden, was das mit dem Rollwägelchen soll: Das ist doch sogar kontraproduktiv für die Übung. Wenn ich auf dem Rollwägelchen stehe, und du schiebst, dann muß ich ja nur daran arbeiten, das Gleichgewicht zu halten. Mehr isses nicht. Und schwupp schiebst du mich durch den Raum.
    Wenn ich auf dem Boden stehe, muß ich daran arbeiten, nicht umzufallen. Deine Kraft "aufzulösen", so daß sie mir "nichts anhaben" kann. Das ist doch gerade der Witz?
    Aber seis drum. Mir wär bloß wichtig, das drinnen zu machen. Wegen der Nachbarn und meines bisher unbeschadeten Rufes. Und weil die Halle am Berg liegt. Ein steiler Berg.
    Geändert von carstenm (23-06-2021 um 13:07 Uhr)

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