Dieses Zitat gibt jedenfalls ziemlich genau meine persönliche Einstellung zum Aikido Üben wieder, einschließlich der Schlussfolgerung, dass Aikido keine Selbstverteidigung oder Kampfsport sein könne. Mir ist klar, dass kein Doshu, Shihan und Sensei des Aikikai in Frage stellen würde, das Aikido ein Budo ist.
Um den Einwand zu entkräften, dass ich mich immer auf Seitenlinien des Aikido beziehe, zitiere ich mal folgendes Video vom Doshu Moriteru Ueshiba, Principles of Aikido:
In einigen Szenen, z.B. 18:44, 26:10 und 40:25 werden von ihm Atemi gezeigt. Wenn der Sprecher nicht explizit darauf hingewiesen hätte, hätte ich das nicht als Atemi erkannt. Darin sehe ich nur noch eine symbolische Form des Atemi. Und das entspricht auch meinen Erfahrungen aus Studentengruppen, Dojos und Vereinen der FDAV, Aikikai, BDAL und Tendoryu.
Dass wie bei Carsten die Schlagmechanik z.B. mit Pratzentraining geübt wird, oder wie z.B. im Nishio-Video gezielt Atemi auf Vitalpunkte geübt werden oder ein "Vollkontakt-Atemi" habe ich bisher in keinem vom mir besuchten Dojo oder Lehrgang gesehen. Das wird ja von anderen KK-lern (z.B. hier von ryoma) immer wieder kritisiert, dass Atemis nur imitiert würden.
Nach meinen Erfahrungen bisher spiegelt mein Zitat von Yoshigasaki die Realität in den Dojos, in denen ich bisher geübt hatte, besser und ehrlicher wieder als der Anspruch, Aikido sei eine Kampfkunst oder ein Budo. Da ich aber noch nicht so weit fortgeschritten bin und war, kann das auch eine verzerrte Wahrnehmung sein, die nur das Anfänger-Training betrifft. Deswegen ist es auch denkbar, dass ich Aikido als Weg verlassen muss; in dem Fall wäre das Ki-Aikido nach Yoshigasaki (das ich bisher nur aus seinem Buch kenne) vielleicht wirklich eine passende Alternative für mich.Zitat von Moriteru Ueshiba in Principles of Aikido ab 43:33





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