Zitat Zitat von Syron Beitrag anzeigen
Und langsam solltest du dich entscheiden: Entweder du hast ständig Auseinandersetzungen oder aber niemand tut dir was.
Komm doch mal ein bisschen von deinem schwarz-weiss-Denken weg und erlaub mal ein paar Zwischentöne.

Ich haben nicht "ständig" Auseinandersetzungen, aber ich bin nicht mehr die Jüngste und im Lauf der Jahre hat sich halt die eine oder andere Szene angesammelt. Ganz normales Leben ist das.

Und wie man sich theoretisch verteidigt.
ich sprach übe die sozialen Dynamiken von Konflikten. z.B. so, wie Rory Miller sie beschreibt ("Conflict Communication" und all seine andern Bücher)

Das ist interessant, geht aber eher zu dem, was mit dem schönen Begriff "social engineering" beschrieben werden kann, und weniger in der Richtung "stärker schlagen".

und natürlich passt das wunderbar in die Praxis. Zumindest in meine Praxis.


Auf mich würde genau das Gegenteil zutreffen.
In dem Fall bist du eine Heilige. Gratuliere!

Komplette Suchtfreiheit ist wirklich extrem selten.


Nikotin tötet auch nicht gerade schnell.
Alkoholo tötet auch nicht gerade schnell.
Religiöser Fanatismus auch nicht unbedingt.

Daher sehe ich den Sinn nicht.
Stimmt. Drum würde ich dem Raucher auch nicht empfehlen, von Nikotin auf Essen umzusteigen als Suchtmittel, und dem religiösen Fanatiker würde ich nicht empfehlen, zum Alkoholiker zu werden.

Ich würde allerdings, falls mich jemand fragen täte, allen empfehlen, die Hintergründe ihrer Sucht verstehen zu lernen, die dahinter stehenden Bedürfnisse zu identifizieren, und diese Bedürfnisse anderweitig zu erfüllen.

Als ich rauchte, stellte ich zu meinem Erschrecken mal fest, dass ich in der Regel eher flach atmete, ausser beim Rauchen - da zog ich die Luft - mit Rauch - so richtig tief rein. Die Idee, dass ich ja auch ohne Zigi mal richtig tief Luft holen kann, war dann ein Puzzlestein, um vom Rauchen wegzukommen. Ich hab mir dan angewöhnt, bei Lust auf Rauchen erst mal ein paar mal richtig tief zu atmen. Geht ja ganz gut auch ohne Zigarette, wenn man will.


Ob ich nun über Jahre hinweg krank werde und am Ende daran zugrunde gehe, weil ich ständig fresse wie ein Schwein, oder qualme oder saufe, macht doch nun keinen Unterschied an dem Ergebnis "tot".
Auch wenn du perfekt gesund lebst (was immer das im Einzelnen heissen mag), wirst du irgendwann tot sein.

Die bessere Frage ist wohl jene nach der Lebensqualität, bis es soweit ist.


Und natürlich dauert es lange, bis man Erfolge sieht.
Aber diese sind dann, wenn man sie entsprechend ab- und bearbeitet auch tiefgreifender.
Stimmt.

und immer wiederholt funktioniert bei unseren meisten nichst dauerhaft.
Stimmt, es gibt eine Menge Dinge, die genau einmal pro Training und pro Person funktionieren. aber einmal funktionieren sie ziemlich zuverlässig!


Schon allein, daß es verschiedene Süchte sind, braucht es verschiedene Wege, um sie anzugehen.
Einiges braucht da schon schnellere Wege, die nicht "mach einfach mal eine Weile so weiter wie bisher, ist ja nichts passiert" beinhalten.
Wenn wir, sagen wir, eine Spielsucht haben, wo das ganze Vermögen aufgefressen wird und einer in Betrug und Kriminalität rutscht, um die nächsten paar Tausender zu besorgen, ja dann könnte es schon mal dringend werden, die Sache zu stoppen.

Gilt aber für die allermeisten Süchte nicht. Auch wirklich hartes Zeug wie Heroin kann man über Jahre und Jahrzehnte durchziehen, wenn man die Hygiene beachtet.

und die innerliche Bereitschaft für einen Entzug kann man nicht erzwingen. Man kann sie lediglich nutzen, wenn man mal feststellt, sie ist da.