+1!
Wobei ich auch nicht das Gefühl habe, dass sie sich je mit der Theorie oder den hier geposteten Hinweisen auseinandergesetzt hat. Das waren ja keine Tipps und es wurde oft genug von ihr betont, dass sie daran eigentlich gar kein Interesse hat oder man ihr genau das raussuchen müsse, bei dem sie nicht selbstständig denken oder tatsächlich Wissen erwerben müsste... (Ich sag nur Periods geniales Buch oder meine ganzen Ausführungen zu Ellenbogen, Clinch und Knien (im MT), hier und in anderen Fäden... Wobei letztere zumindest zu interessantem Austausch mit dem Rest geführt haben und ich von Schnüffler (und anderen) gut was mitnehmen und im MMA/BJJ üben konnte.)
Ich werde zwar nichts über von mir betreute, befreundete oder andere Kämpfer sagen - oder was ich so in manchen Umkleiden oder dem Sanitärbereich erlebt habe - aber jetzt hab ich eh nichts mehr zu verlieren und kann zumindest mal für mich aussprechen, was man mMn viel zu selten zugibt/sagt.
Vielleicht hilft oder interessiert es ja jemanden bzw. vermittelt mal ein etwas anderes Bild, als das (sorgfältig) gezeichnete. (Das Gesagte gilt natürlich auch nur für mich.)
(Hier spielt es auch sicherlich eine Rolle, was Disci geschrieben hat und dass man nicht einfach in die Situation geworfen wird. Ich habe genug „Ausnahmesituationen“ erlebt, in die ich einfach reingeworfen wurde und war eigentlich immer überraschend handlungsfähig, relativ emotionslos und rational, eigentlich sogar viel eher dem Kampf- als dem Fluchtinstinkt zugeneigt (was auch für Probleme sorgen kann, wenn man nach einem schweren Unfall denkt, dass man in einem Kampf ist, weil man von hinten im Stau abgeschossen wurde...), aber darauf zu warten, sich einem Kampf zu stellen, ist noch mal was ganz anderes...
Im Kampf und danach ist es etwas ganz anderes, aber die Zeit bis zum Kampf (oder in meinem Fall der Routine und dem Aufwärmen)... Wenn man damit nicht umgehen kann, beeinflusst das gerne auch mal den kompletten Kampf... Genauso mit Selbstzweifeln. Ich hatte (trotz all der Angst usw.) nie (echte) Selbstzweifel und das ist auch einer der Gründe, warum ich Personen, die nicht daran geglaubt haben, gewinnen zu können, nicht zu Kämpfen gemeldet habe. Für mich persönlich wird ein VK-Kampf nie etwas wie ein Spiel, eine Prüfung, ein bedeutungsloser Wettkampf oder ein „Test der Fähigkeiten“ sein. Insbesondere nicht in den Gewichtsklassen >71kg.)
Viele vergessen gerne, dass man sich im Prinzip mit einer Person zu einem vermutlich harten Kampf verabredet und die Person ungefähr auf demselben Niveau kämpft, wenn nicht sogar besser ist. Es gibt zwar die Kämpfer, die nur nach Punkten gewinnen wollen - im Boxen viel häufiger als im MT oder K1 - und manche von denen arbeiten dann tatsächlich nicht einmal so hart, doch man rechnet weder mit denen noch mit deutlich unterlegenen Gegnern.
Man hat einen Gegner gegenüberstehen und das Risiko ist immer vorhanden. Mal kommt man nur mit leichten Prellungen davon, dann schwillt auch mal was zu oder eine Rippe wird angeknackst, dann bricht einem ein hartes Knie die Nase oder man schafft es, sich bei einer eigenen harten Aktion die Mittelhand zu verletzen, hat Blut (usw.) im Auge, kann nach Wirkungstreffern kaum noch stehen oder merkt, was nach einem harten Leberhaken mit dem Körper passiert, kämpft um die Entschlossenheit trotz einem harten Konter des Gegners noch die eigene Kombination hart zu beenden oder bleibt lieber stehen, da man sich in der Rundenpause nicht sicher ist, ob man nach den Lowkicks noch hochkommen kann, springt danach über Lowkicks, weil Blocken keine Option mehr ist, man jedoch auch nicht zurückweichen kann und kickt trotzdem weiterhin selbst hart, trotz der Schmerzen oder obwohl man weiß, dass die Rippe mindestens angeknackst ist, merkt wie das eigene Blut übers Gesicht läuft oder den Mundraum füllt und wie man unter einem Schlaghagel weiterhin selbst aktiv bleibt und nach vorne marschiert, dann steht man im einen Moment im Ring und im nächsten liegt man in der Umkleide, weiß nicht, wo man ist, übergibt sich und wird betreut... Das sind die Dinge, die ich "zum Positiven" wenden musste, wenn man sich in der Umkleide vor dem Kampf daran erinnert hat und sich sämtliche Narben und alten Verletzungen auf einmal wieder gemeldet haben. Es hat viel Übung gebraucht, dass ich beim "Visualisieren" des Kampfes in dieser Phase nicht ständig irgendwas Negatives einfließen haben lasse und meinen optimalen Kampfverlauf visualisiert habe - ohne abgefangen oder gekontert zu werden, ohne Unmengen an harten Schlägen einfangen zu müssen, während man nach vorne marschiert oder dass die Stellungsarbeit nicht so funktioniert wie geplant usw. Mir persönlich war das Risiko jedoch immer bewusst und auch sonst allgegenwärtig, ob das nun „Kleinigkeiten“, wie die >150 Stiche, die man mir nach einem Jahr Thailand voller (hochkarätiger) Kämpfe gezeigt hat, sind oder doch sowas wie der Kämpfer von einem guten Coach vor ein paar Wochen abgeliefert und seinem Gegner den Unterarm gebrochen hat, ist, spielt da nicht mal eine Rolle...
Andererseits kann man das Gefühl, was es bedeutet, im Ring zu stehen und die grenzenlose Freude, wenn man einen (fordernden) Kampf gewonnen hat oder die bodenlose Enttäuschung, wenn der Kampf sehr eng war und dann der andere Arm hochgeht, nicht beschreiben. Das muss man erlebt haben. (Nur auf den Tag nach dem Kampf und die letzte Phase bis zum Aufwärmen hätte ich gerne verzichten können.)
Auch ein Grund, weshalb ich es „meinen“ Trainern und dem Team sehr hoch anrechne, dass geschaut wird, dass (insbesondere bei Anfängern) niemals jemand sinnlos verheizt wird oder in klaren (harten) Geschichten auch das Handtuch geworfen oder auch wegen Verletzungen aufgegeben wird. Mir wurde damals auch klar gesagt, dass die Zeit, dass ich noch mit den Kämpfern/Gegnern mitschwimmen kann, bald vorbei sein wird und ich in der höheren Klasse vermutlich kein Land sehen werde, man mich dort dementsprechend nicht kämpfen lassen will/wird (außer ich hätte im Training das Gegenteil bewiesen) bzw. ich mich lieber auf die Kämpfe in Thailand konzentrieren soll, wenn ich mal da bin, da die viel mehr meinem Spiel entsprechen.
Bei einem Kampf in Thailand habe ich dann irgendwann das erste und einzige Mal (selbst) erlebt, was es bedeutet, als Kämpfer gebrochen worden zu sein, nur noch die Runden überstehen und nicht noch weiter verletzt werden zu wollen. Das war das erste Mal, dass ich es in Erwägung gezogen habe, liegen zu bleiben... (Was ich rückwirkend betrachtet vermutlich auch hätte machen sollen... Ob mich das (genauso wie das schwere KO-Gehen) genauso negativ beeinflusst hätte und ich wirklich aktiv lösen musste, wie das gebrochen Werden, weiß ich nicht. Zumindest wusste ich nach dem Tag, wie sich manche auf der anderen Seite wohl gefühlt haben, wenn ich sie gestellt und ununterbrochen mit harten Akzenten und den Abschluss suchend, bearbeitet habe, sobald sie runtergegangen sind auch mal bei ihnen gewartet habe, bis der Ringrichter den Platz schafft oder genau die Punkte angegriffen habe, bei denen ich gemerkt habe, dass sie sie verstärkt verteidigt haben... Ich weiß auch, dass es manchen Personen, länger als ich erwartet hätte, zu denken gegeben hat, wenn ich mir einen kurzen Moment verschafft habe, indem ich bspw. (wie für mich üblich) die ganze Zeit den Schultergürtel betrachte, um dann auf einmal der anderen Person in die Augen zu schauen, während ich mit 100% nach vorne marschiere und kurz 5 Sekunden 100% gebe. So wie mir im Gedächtnis geblieben ist, dass einer meiner Gegner nach einem harten Knie zu den Rippen, bei dem ich gemerkt habe, dass etwas nachgegeben hat, einfach lachend und grinsend dasteht, um mir im nächsten Moment einen Haken zu verpassen, der mich doch "erschüttert" hat...)
Vielleicht stört es mich auch deshalb, wenn Disci hier schon wieder über VK-Kämpfe schwadroniert oder etwas von einem Übertrag usw. erklärt, von Vorstufen zum VK spricht usw.
Das wäre ähnlich wie wenn ich (aufgrund meiner Erfahrung) schlussfolgern würde, dass es jedem so geht und es nicht auch die Jungs gibt, die tatsächlich komplett entspannt, nicht ängstlich - sondern unglaublich wütend - sind, es als Spiel betrachten und sich wirklich freuen oder richtig heiß darauf sind, gleich jemanden in der Luft zu zerreißen... Es gibt auch die Leute, die einfach (ohne all die Bedenken usw.) einen riesengroßen Spaß am Kampf haben und auch mal komplett überlegene Gegner akzeptieren, indem sie spontan und ohne aktiv im Training zu sein, einfach am Kampftag einspringen.) Gleichzeitig müsste ich mich mal (insbesondere bei den Boxern) informieren, wie es aussieht, wenn man eigentlich ständig Turniere boxt usw. und nicht nur alle Jubeljahre - da ich dort nur einen „Auszug“ miterlebt habe und nie genug zu sagen hatte, um je das Thema anzusprechen, also (bei den wirklich erfahrenen und guten Boxern im Amateur wie angehenden Profibereich) nur die "äußeren" Eindrücke kennenlernen durfte.
(Ich mein, im TKD bin ich auch spontan und obwohl ich 3 Jahre nicht mehr trainiert habe, eingesprungen, dass der Kerl sich nicht wieder dafür feiert, ohne Kampf eine Medaille bekommen zu haben... Das ist nur eine komplett andere Wettkampfform und auch wenn's da mal geknallt hat, wusste ich, dass ich mir relativ wenig Sorgen darum machen muss, gleich (unter all den Problemen) wirklich darum kämpfen zu müssen, dass die andere Person sich verzieht und den Sack nicht zumacht, indem ich auf die Bretter geschickt werden soll... Genauso im LK-KB. Da hat's zwar (in dem einen Kampf, den dort hatte und den ich spontan übernommen habe) geknallt und ich hab komplett nach Punkten verloren, aber im Vergleich war es (für mich) doch viel mehr ein "Spiel" und ein freundschaftlich konkurrierendes Messen miteinander. Im BJJ werde ich wohl vermutlich auch noch ein paar Wettkämpfe mitnehmen und mal schauen, wie es so wird, allerdings ist bereits das Gefühl, wenn wir mit 100% rollen vollkommen anders und auch das würde einen bzw. mich nie auf einen (VK) Kampf im Stand vorbereiten. Einer der entscheidendsten Gründe, warum ich in meinem Leben nie einen MMA-Kampf absolvieren werde...)
Interessiert vermutlich keinen und hat auch keinen wirklichen Mehrwert - da ich es ja schon kenne- allerdings sollte hier wenigstens mal wirklich was über VK-Wettkämpfe stehen, das man dann mal damit vergleichen kann, ob einen da sowas wie ein LC-Turnier auch nur irgendwie darauf vorbereiten kann...
Das Codewort, dass vereinbart war und woran ich erkenne, dass nicht lediglich zur Tarnung noch bis übernächsten Samstag das Profil aufrecht erhalten wird?
Freut mich echt zu hören (und ist für mich immer noch etwas "unglaublich", jedes Mal wenn ich das höre)! Weiterhin alles Gute.
(Danke auch für den subtilen Hinweis, dass ich mich nicht nur unbewaffnet in Acht nehmen muss.)
Wenn du uns schon nicht da vertrittst...
Das ist es immer noch, auch ohne auf das „mögliche“ Zitat einzugehen. (Schau den Satz noch mal an und dann als Vergleich (ähnlich gefährlich (wie))
.)
Es wird einfach nicht besser...
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Du meinst, dass sich auch die Leute aus dem JJ mit Boxen vorbereiten?![]()
(Stimme der Aussage natürlich zu. Ich kann mich mal nebenher verbessern, Input von außen holen usw., aber ich bereite mich nicht mit A auf B vor, wenn B bereits von 0% - 100% gut liefern kann und ich noch nicht mal bei 1% angekommen bin.)
Nochmal? ...
Ich hab ja auch kein Problem damit, wenn ein Anfänger im Training (gut gemeint) dem anderen Anfänger weitergibt, was er meint verstanden zu haben und was ihm persönlich hilft. Der behauptet dann allerdings auch (hoffentlich) nicht, dass das Zeug auf jeden Fall stimmt, wenn der Trainer oder fortgeschrittene Trainingspartner ihn korrigieren oder auf Fehler hinweisen bzw. sollte es dann wenigstens begründen können... (Ich freue mich eigentlich über jeden neuen Input und jede neue Diskussion zu dem Thema.)
Das zeigt sich wundervoll in den ganzen Problemen, sogar ganz ohne Dynamik wie bspw. im Kieser. Ich sag nur das Knie gerade ausrichten...
Schon mal die Ansage im Training gehört, dass Partner A hart an den als Pratzen gehaltenen Handschuhen schlagen oder Partner B auch passiv die Deckung hochnehmen und Partner A hart an der Deckung abarbeiten soll? Wieso wohl nicht... Wie oft wurde Deine Doppeldeckung darauf getestet, ob man sie mit Druck durchbrechen kann und wie oft hast Du mit dem linken Handschuh als Pratze Deine Leber verdeckt und trotzdem die Erschütterung im Körper gespürt? Musstest Du mal lernen, wie viel Gegendruck man braucht, wenn die Deckung nicht anliegt und warum man bspw. eine Doppeldeckung immer am Kopf anlegt, damit man sich die eigenen Handschuhe nicht ins Gesicht haut? Was es bedeutet, durch die Deckung eine deutliche Schlagwirkung zu spüren usw.?
Es geht nicht darum, dass die eine Person mit den Handschuhen stupst und die andere Person das irgendwie mit dem Handschuh abwehrt...
Finde ich nicht erstaunlich. Viele Leute haben auch Lampenfieber - sogar unter den sehr guten Musikern - andere haben Prüfungsangst. Das kann man nur alles nicht miteinander vergleichen. Ist wie mit den Schmerzen. Ich habe Anfänger begleitet, die am Anfang bei einem geraden Schlag auf den Solarplexus in den ersten Sparringseinheiten pausieren und wieder zu Atem kommen mussten und dann irgendwann auch unter einem Schlaghagel nicht mehr zusammengeklappt sind.
Du wirst nur keinen Übertrag haben. Die Situationen kann man nicht vergleichen.
Der Kampf selbst, die Erlebnisse im Kampf (auch zu sehen, was es mit dem Gegner macht), die Belohnung für die harte Arbeit und um die Arbeit meines Gegners zu würdigen, die Gefühle nach dem Kampf und weitere Dinge.
Das war das was ich mir ins Gedächtnis gerufen habe, wenn ich mich gefragt habe, warum ich nicht mal eine Einheit aussetze usw. Es geht nicht darum, irgendein Spiel zu verlieren und sich dann mal einen Tag darüber zu ärgern, weil man sich nicht genug vorbereitet hat, sondern so richtig verpackt zu werden oder versagt zu haben, weil man nicht alles gegeben hat und das ist im Ring häufig sehr schmerzhaft... (Psychisch wie physisch.)
Klar, nur stupsen wir mit der richtigen Schlagmechanik und profitieren davon, dass es nicht „was wäre wenn“ bedeutet, sondern Stupser und Gestupster genau wissen, was es bedeutet, wenn man mal nicht stupst.
Es geht ja nicht darum, dass stupsen generell voll blöd ist.
Welche? Also außer stärker und schwächer zu schlagen.
Nein. Es ist ziemlich leicht, nicht hart zu schlagen und man muss es sehr lange trainieren. Es hat auch seinen Grund, warum es so viele Hilfsmittel gibt, um einem Anfänger erst einmal zu erklären, wie man nicht abstoppt und ihm dann aber auch zu erklären, wie man schlägt und nicht schiebt... Alleine wenn ich mir da ins Gedächtnis rufe, wie anstrengend es war, manchen Leuten beizubringen, wie man wirkungs- und kraftvolle 90° Seitwärtshaken schlägt und die dann aber auch noch direkt nach dem Gesicht abstoppt und zurückzieht, wenn man nicht getroffen hat...
LG
Vom Tablet gesendet.





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) geknallt und ich hab komplett nach Punkten verloren, aber im Vergleich war es (für mich) doch viel mehr ein "Spiel" und ein freundschaftlich konkurrierendes Messen miteinander. Im BJJ werde ich wohl vermutlich auch noch ein paar Wettkämpfe mitnehmen und mal schauen, wie es so wird, allerdings ist bereits das Gefühl, wenn wir mit 100% rollen vollkommen anders und auch das würde einen bzw. mich nie auf einen (VK) Kampf im Stand vorbereiten. Einer der entscheidendsten Gründe, warum ich in meinem Leben nie einen MMA-Kampf absolvieren werde...)
. (Schau den Satz noch mal an und dann als Vergleich (ähnlich gefährlich (wie))
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