Zitat Zitat von Narexis Beitrag anzeigen
.ch verabscheue nichts mehr als unnötige Bewegung. Du wirst mich nie zu einem sinnlosen Spaziergang bewegen können, wenn da nicht mindestens ein Hund ausgeführt oder etwas besprochen werden muss.
Spaziergänge sind per se sinnvoll, da sie kultivierter Müssiggang sind, und ein Vorwand (oder eine Ausrede) findet sich auch immer, wenn man denn einen machen will. zu gucken, wie der Himmel denn heute aussieht, ist mir eigentlich immer Grund genug.

Im nächsten Moment liegt es dann an meinem „Talent“, dass ich trotzdem so viel laufen war und mich jedes einzelne Mal dazu gequält und es - bis es endlich vorbei war - gehasst habe...
Das ist schon eine Art von Talent. Dinge, die ich hasse, kann ich nicht tun. Geht nicht. Da rebelliert alles in mir.

ich staune ja immer noch darüber, dass Laufen von "Dingen, die ich hasse" inzwischen zu "Dinge, die ich tue" gewechselt ist. Das hätte ich im Leben ja nie erwartet, dass mir das je passiert.

Tempo ist allerdings nach wie vor sehr gemütlich; letztes Mal war 6.5 km/ 50 min, was einen Schnitt von 7.8 km/h ergibt. Sobald ich die neue Route (war das erste Mal auf dieser Route die etwas länger ist als die vorher) ein bisschen besser kenne, nicht mehr Karte lesen muss und auch immer gleich die richtigen Abzweigungen erwische, bin ich optimistisch, dass ich auch mal 8 km/h hinkriege.



Mein Nachbar hat es 10x nicht geschafft, mit dem Rauchen aufzuhören. Kaum hat der Arzt eine unschöne Diagnose ausgesprochen und ihm erklärt, was es bedeutet, wenn er trotzdem weiterhin raucht, ging das von heute auf morgen und eine Sucht zu überwinden,
bei den Dingen mhab ich eher einen Reflex à la Bukowski, der auch mal vom Arzt einen Vortrag ähnlicher Sorte erhielt, zum Thema Saufen... und der sich auf den Schreck hin nach dem Arztbesuch als Nächstes gleich mal einen hinter die Binde kippen musste.

ich hörte auf zu rauchen, als es mich a) schon seit längerem nervte und b) ich fühlte, dass jetzt der richtige Moment gekommen ist, und dann ging's. Brauchte dann aber auch zwei solcher Anläufe. Hoffe das reicht nun.

Stimmt, das ganze psychologische Training und die Konditionierung hat keinen Grund. Wie hat das eigentlich mit dem Selbstvertrauen und der Selbstbehauptung im Training geklappt, wenn das alles Talente sind? Wieso dann ausgerechnet Dein ‚social engineering ‘ funktionieren sollte, wäre dann die nächste Frage.
"Talent" heisst ja nicht "muss nicht üben". Die grössten Talente sind meist jene, die auch noch am meisten dafür tun, um ihr Talent zu kultivieren. Aber es ist natürlich möglich, ein grosses Talent vor die Hunde gehen zu lassen, so wie es auch möglich ist, mit unterdurchschnittlichem Talent und dafür enorm viel Arbeit auch Grosses zu erreichen.

Social engineering klappt so gut, weil so viele Leute ein Talent und eine starke Neigung für die sozialen Strukturen ähnlich wie in Affenhorden haben. Aber auch da kann man mehr oder weniger machen, mehr oder weniger bewusst wahrnehmen, was gerade warum geschieht und wie man das manipulieren kann.


Du widersprichst Dir erneut. Wenn es „Schwellen zum Handeln zu überschreiten“ gibt, sind das innere Widerstände und anscheinend funktioniert es dann doch manchmal, auch ganz ohne Talent...
Pardon.

Es gibt unterschiedlicher Sorte innerer Widerstände; einerseits Zickereien des Egos (die müssen nicht beachtet werden und denen kann man sagen "ich hab dich gehört, aber nein"), andererseits ernsthafte Stoppsignale, die man besser nicht überschreitet, ohne unangenehme Konsequenzen zu erleiden.


Nur um das noch mal kurz auf die Reihe zu bekommen. Du bist also der Meinung, dass es „vielseitiger“ ist, jemandem ausschließlich mit Geraden und Haken auf ganz bestimmte und abgesprochene Körperteile zu schlagen und das in einer bestimmten Umgebung, zu einer bestimmten Zeit und über eine bestimmte Zeit mit immer gleichem Rahmen? Vielseitiger als jederzeit, überall, in jedem Zustand, mit Angriffen jeglicher Art, gegen jedes Körperteil, bewaffnet oder unbewaffnet, usw. klarkommen zu müssen?
Boxtraining ist auf alle Fälle vielseitiger als WT-Training. halt eben wegen der Attribute, die man im Boxen braucht, da gibt es halt Übungen für Koordination, Schnelligkeit, Präzision, Geschicklichkeit, Kondition, und so weiter. halt eben, das spricht den Renaissancemenschen an. Kluge Einschränkungen (wie die Boxregeln) erzeugen ganz eigene Welten. Boxen ist eine ganz eigene Welt.

WT hat deutlich weniger Poesie als Boxen. WT ist nüchtern, sachlich, effizient.



Bei euch geht das natürlich ganz schnell und innerhalb von kürzester Zeit, haben wir ja gelernt.
Wer keine Schlaghemmung hat, lernt im WT in der Tat in recht kurzer Zeit recht brauchbare SV. nicht für alle und jeden Fall, aber für viele der üblichen Fälle.

um WT mit allem zu lernen - das braucht dann aber viel Zeit. ewig viel Zeit.


Du wärst also auch der Meinung, dass Boxen vielseitiger ist als Kickboxen oder MT und sogar MMA?
dazu habe ich keine Meinung.


Wie setzt ihr sie denn ein? Keine Sorge, das wird Dir im LC auch nicht klarwerden und wirst Du auch nicht rausfinden, da Schläge nicht mit Kraft ausgeführt werden dürfen und eine Schwerpunkt- oder Gewichtsverlagerung primär genau das bewirkt.
mir scheint, ich lerne die Schläge ganz normal. Inklusive Hüfteinsatz und vielen Rotationen des Rumpfs.



Finde gerade nichts Anschaulicheres. Dazu noch saubere Schläge (während der Bewegung), Deckung bleibt oben, der Stand sollte passen und man sollte irgendwann nicht mehr auf den Boden schauen müssen usw.
Das muss reichen, um eine Idee zu vermitteln, auch wenn es „WTF“ recht gut auf den Punkt bringt...
cool, diese Leiter gefällt mir.


Die Frage wäre halt, ob das bei Leuten, die 10 Jahre Erfahrung im Schlagen mitbringen - und eigentlich in diesem Bereich dann ein gewisses Körpergefühl und Bewegungsqualität mitbringen - auch „das normale Zeug“ ist und die damit auch noch nach 3 Monaten Probleme mit dem groben Ablauf haben -
jajaja, grober Ablauf ist doch nicht das Thema, grob klappt das schon.



... und im Vergleich zu dem Kampf, den Du in der SV gewinnen müsstest (auch mental) ein schlechter Witz. Du schaffst es nicht einmal, Dir Deinen Willen aufzuzwingen oder Dich selbst für voll zu nehmen, wie soll das dann bei anderen funktionieren?
mich selbst zwinge ich nie. Ich folge einfach meinem Willen, wie auch immer der ist.

Andern meinen Willen aufzuzwingen, besonders wenn es darum geht, was sie NICHT machen sollen (zB mich nicht nerven) - geht gut, in den meisten Fällen.

Weil der einfachere Weg auch echt schwer ist?! Geh doch mal den schweren Weg und rede Dich nicht ständig raus
kurzfristig einfache Wege neigen dazu, die Rechnung (mit Zinsen und Zinseszins) einfach später zu präsentieren. Langfristig sind sie dann sehr oft sehr schwer, sehr belastend.

ich wäre eher froh, wenn der Schwierigkeitsgrad meines Weges sich in nächster Zeit bitte nicht erhöhen wird. Irgendwann reicht es auch.


Wird’s im WT wohl nicht so oft geben, ich bin es gewohnt, dass es ganze Kreise gibt, in denen schlicht erwartet wird, dass der Sohn kämpfen kann.
Weiss nicht, aber ich bin schon der Auffassung, dass Menschen wissen sollen, wie man kämpft. Zumindest ein paar Grundzüge kennen und können.

Das fordert allerdings Disziplin, Frusttoleranz und man müsste mal den Hintern hochbekommen. Da Du von Dir sagst, dass Du die „Talente“ nicht hast, warum erwartest Du es dann von anderen Menschen?
ich hab sie schon, aber halt nur dort, wo sie sich von selbst zeigen. ich kann das nicht steuern. Aber wo es vorhanden ist, nutze ich es natürlich.

ohne Frusttoleranz hätte ich nicht zehn Jahre WT hinter mir. ^^

12min laufen. Er müsste - wenn ich das noch richtig im Kopf habe - irgendwas um die 2,5km zurücklegen, um die 5 NP zu erreichen.
ah ja, der berühmte Zwölfminutenlauf. Der war dafür verantwortlich, dass ich ein halbes Leben lang glaubte, ich könne nicht (im Sinn von "physisch nicht fähig zu") laufen.

Der hat mich das Laufen hassen gelehrt. Was für ein Unsinn das doch ist. :-((

Nein, bereits aus technischer Sicht. Ihr dürft nicht mit Kraft schlagen, dadurch ändert sich vermutlich auch die Technik, wenn man nicht disqualifiziert werden will.
nun ja, man nimmt die Kraft raus. Und eben, ich geh davon aus, es wird taktisch sinnvoll, viel mit langen Schlägen zu arbeiten. bin da aber nicht sicher.

Ich brech weg, das ist so ziemlich eines der aufgeblasensten und aufgebauschtesten Zitate,
Mein Punkt war, dass es ein reduziertes WT gibt und dass die EWTO weiss, dass es das gibt, und es interessierten Grosskunden auch entsprechend anbietet. ich finde, es sollte mehr in diesem Kontext gedacht werden.

[QUOTE]

Türen kaputt treten? Wenn mal etwas mehr Kraft gefragt ist, als ein Arm entwickeln kann?

Wieso unterscheide ich zwischen Handflächenstoß und Fauststoß?
berechtigte Frage, ich würde mich auf den Handflächenstoss beschränken. Es scheint, Fäuste "gehören irgendwie einfach dazu", obwohl die mir im WT selten als geeignete Waffen erscheinen. Lieber entweder Handfläche oder Handkante.

Für was brauche ich Ellenbogenschläge - die in Deiner Ausführung immer noch keine Wirkung haben und sogar weit wirkungsloser als Haken sind?
ich weiss ja nicht, wieso die keine Wirkung haben sollen. Im WT mach ich eigentlich alles mit dem Ellbogen. ist eine gute Waffe und erreicht Köpfe meist leichter als ein Tritt.