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Vollständige Version anzeigen : Der Coranavirus breitet sich jetzt wieder aus.......



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marq
19-07-2025, 14:42
wie steht ihr eigentlich zu den neuen auffrischungsimpfungen....

wer läßt sich impfen?

Kusagras
20-07-2025, 14:30
wie steht ihr eigentlich zu den neuen auffrischungsimpfungen....

wer läßt sich impfen?

Hätte gern Impfstoffe gegen von Tigermücken übetragenen Krankheiten, aber die gibts leider nicht.:(

Kensei
20-07-2025, 18:06
wie steht ihr eigentlich zu den neuen auffrischungsimpfungen....

wer läßt sich impfen?

Ich hatte Ende letzten Jahres mal angefragt, als ich zum Grippeschutzimpfen bei meinem Hausarzt war, da wurde ich nur komisch angeguckt. Also scheinbar immer noch hptsl. für Ältere und Risikogruppen?
Ich hatte mal gedacht es würde zukünftig eine Kombiimpfung geben, Grippe/Corona. Aber scheinbar nun doch nicht.

marq
20-07-2025, 21:04
doch ich glaube schon. das liegt am bundesland ;)
gesundheritswesen, risikogruppen , ü 60, wunsch ;)

Kunoichi Girl
21-07-2025, 00:23
wie steht ihr eigentlich zu den neuen auffrischungsimpfungen....



Imo sollte sich jeder verantwortungsbewusste bundes-/eu-bürger mit coronaspritzen regelmäßig auffrischen lassen.

Ripley
21-07-2025, 06:58
RKI - Impfen - COVID-19-Impfempfehlung (Stand 4.4.2025) https://share.google/guYzDFSxPIYUv2aSj

Und, nein, Kombipräparat gibt's m.W. nicht. Man kann aber natürlich beides simultan Impfen lassen. Eins links, eins rechts.

Teetrinker
21-07-2025, 12:51
Imo sollte sich jeder verantwortungsbewusste bundes-/eu-bürger mit coronaspritzen regelmäßig auffrischen lassen.

Inzwischen sind die Impfverweigerer scheinbar in der Mehrzahl. Eine unschöne Entwicklung!

egonolsen
21-07-2025, 12:53
RKI - Impfen - COVID-19-Impfempfehlung (Stand 4.4.2025) https://share.google/guYzDFSxPIYUv2aSj

Und, nein, Kombipräparat gibt's m.W. nicht. Man kann aber natürlich beides simultan Impfen lassen. Eins links, eins rechts.

Daraus:

Wichtig für die Basisimmunität ist, dass das Immunsystem dreimal Kontakt mit Bestandteilen des Erregers (Impfung) oder dem Erreger selbst (Infektion) hat. Mindestens einer dieser Kontakte soll durch die Impfung erfolgen.

Verstehe ich das richtig, dass das RKI jemandem, der bisher ungeimpft ist, aber bereits zweimal mit Corona infiziert war, die Impfung ausdrücklich nahelegt? Mit welcher Begründung?

Kunoichi Girl
21-07-2025, 13:50
Inzwischen sind die Impfverweigerer scheinbar in der Mehrzahl. Eine unschöne Entwicklung!


+1,

schlimm!

Ripley
21-07-2025, 14:27
Sie begründet das damit, dass Infektion(en) plus Impfung(en) eine bessere Basusimmunität gewährleisten als nur Infektion(en) alleine.
Diese Aussage wiederum begründet sie NICHT weiter.


Wissenschaftliche Begründung der STIKO zur Implementierung der COVID-19-Impfung in die
allgemeinen Empfehlungen der STIKO 2023 7
Die COVID-19-Impfempfehlungen der STIKO haben seit Beginn der Impfkampagne im Winter 2020/2021
das vordringliche Ziel, schwere Verläufe und Langzeitfolgen von COVID-19 zu verhindern sowie Beschäftigte
in der medizinischen und pflegenden Versorgung vor SARS-CoV-2-Infektionen zu schützen. Die STIKO hat
ihre COVID-19-Impfempfehlung seit der Erstpublikation im Dezember 2020 unter der Berücksichtigung neu-
er Daten und weiterer Impfstoffzulassungen fortlaufend angepasst. Beim Übergang von der pandemischen
in die endemische Phase des Infektionsgeschehens hat sich die STIKO mit der Überführung der bisherigen
Empfehlungen in eine längerfristige COVID-19-Impfempfehlung befasst. Die neue Empfehlung ersetzt die
25.Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung von Februar 2023, die nicht mehr länger gültig ist.

(Quelle: Epidemiolog. Bulletin 21/2023)

Royce Gracie 2
21-07-2025, 17:03
Hatte gerade mal wieder Corona

Tag 1 Nachts plötzlich starke Magen und Rückenschmerzen
Tag 2 Halsschmerzen und unfassbare Müdigkeit sowie Magenprobleme
Tag 3 Halsschmerzen und unfassbare Müdigkeit
Tag 4 Halssschmerzen und leichte Müdigkeit
Tag 5 normale Halssschmerzen
Tag 6 leichte Halsschmerzen.

Hab heute Tag 6 schon wieder Home Office gearbeitet.
Insgesamt "relativ" harmlos. Letzte Impfung war wohl so 2023 bei mir.

War jetzt das 4x das ich Corona hatte.
Am schlimmsten war es einige Monate nach der zweiten Impfung, was auch mein zweites mal Corona war.
Da hats mich Monatelang zerlegt inklusive Lungenschäden die zum Glück wieder in Ordnung kamen.

Ich bin nun ein Einzelfall aber ich sehe nicht ein mich nochmal impfen zu lassen wenn das einzige mal von den 4x wo ich Corona hatte wo es wirklich heftig war nach der 2 Impfung war.

Da hatte ich bereits 1x Corona, Impfung und Auffrischungsimpfung und genau da hat mich Corona richtig übel zerlegt bis hin zum Gefühl das ich ne Lunge habe die einfach zerquetscht wird

marq
22-07-2025, 13:23
die stärke der infektion ist ja auch von der virusariante abhängig.

das RKI empfiehlt dir ja keine impfung mehr, nach impfungen und diversen coronainfektionen.

Kusagras
24-07-2025, 12:42
Hatte gerade mal wieder Corona

Tag 1 Nachts plötzlich starke Magen und Rückenschmerzen
Tag 2 Halsschmerzen und unfassbare Müdigkeit sowie Magenprobleme
Tag 3 Halsschmerzen und unfassbare Müdigkeit
Tag 4 Halssschmerzen und leichte Müdigkeit
Tag 5 normale Halssschmerzen
Tag 6 leichte Halsschmerzen.

Hab heute Tag 6 schon wieder Home Office gearbeitet.
Insgesamt "relativ" harmlos. Letzte Impfung war wohl so 2023 bei mir.

War jetzt das 4x das ich Corona hatte.
Am schlimmsten war es einige Monate nach der zweiten Impfung, was auch mein zweites mal Corona war.
Da hats mich Monatelang zerlegt inklusive Lungenschäden die zum Glück wieder in Ordnung kamen.

Ich bin nun ein Einzelfall aber ich sehe nicht ein mich nochmal impfen zu lassen wenn das einzige mal von den 4x wo ich Corona hatte wo es wirklich heftig war nach der 2 Impfung war.

Da hatte ich bereits 1x Corona, Impfung und Auffrischungsimpfung und genau da hat mich Corona richtig übel zerlegt bis hin zum Gefühl das ich ne Lunge habe die einfach zerquetscht wird

Du hattest realtiv starke und langanhaltende Symtome einer Sars Cov 2 Infektion Monate der 2. Impfung ,wenn ich das richtige verstanden habe und schreibst es der 2. Impfung zu? Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, ging die Zahl der schweren und schwersten Corona-Verläufe nach den Impfungen zurück.

Kusagras
24-07-2025, 13:04
Viele haben ja vermehrt und teils heftigere Atemwegserkrankungen wie grippalen Infekt oder Bronchitis nach der Pandemiezeit (gehabt). U.a zog man in Betracht, dass die Kontaktsperren während der Pandemie das Immunsystem schwächten. Eine Studie aus den USA mit immerhin 230.000 Personen besagt, dass einiges dafür spricht, dass es die Coronainfektionen selbst gewesen sind, die die o.a. Symtomverschlimmerungen/häufungen verusracht haben, als Spätwirkung, übrigens auch bei nicht schweren Verläufen.

https://www.t-online.de/gesundheit/aktuelles/id_100685292/corona-studie-virus-schwaecht-immunsystem-nachhaltig.html

Kunoichi Girl
24-07-2025, 13:12
... Eine Studie aus den USA mit immerhin 230.000 Personen besagt, dass einiges dafür spricht, dass es die Coronainfektionen selbst gewesen sind, die die o.a. Symtomverschlimmerungen/häufungen verusracht haben, als Spätwirkung, übrigens auch bei nicht schweren Verläufen.

...


+1

und dazu kommt noch die gefährlichkeit von longcovid:


https://influenzahub.com/de/artikel/menschen-mit-bestimmten-chronischen-erkrankungen/long-covid-und-long-flu-nach-der-infektion-fortwaehrende-symptome/

Katamaus
24-07-2025, 22:53
Neulich habe ich gelesen, dass wer Corona hatte, bei normalen Erkältungen mehr Probleme mit der Lunge bzw. hartnäckigeren Husten habe. Die Schwere der Verläufe spiele dabei keine Rolle. Die Impfung somit auch nicht. Kann ich anekdotisch evident durch meine 2 Erkältungen diesen Winter bestätigen. Könnte aber auch Corona gewesen sein.

marq
25-07-2025, 12:21
ja :D

Kusagras
26-07-2025, 16:15
Neulich habe ich gelesen, dass wer Corona hatte, bei normalen Erkältungen mehr Probleme mit der Lunge bzw. hartnäckigeren Husten habe. Die Schwere der Verläufe spiele dabei keine Rolle. Die Impfung somit auch nicht. Kann ich anekdotisch evident durch meine 2 Erkältungen diesen Winter bestätigen. Könnte aber auch Corona gewesen sein.

Genau das beschreibt mein Beitrag 2 Stellen darüber. Mit link.

Katamaus
26-07-2025, 21:18
Genau das beschreibt mein Beitrag 2 Stellen darüber. Mit link.

Es war ja auch zur Abwechslung mal zustimmend gemeint. :D

FireFlea
07-09-2025, 16:42
Der neue amerikanische Gesundheitsminister RFK wurde hier in der Vergangenheit ja auch schon als Corona Kritiker angeführt und war generell in Kreisen von Verschwörungstheoretikern recht beliebt - herrlich wie er jetzt herumlaviert. :D Aus einem Senats-Heering kürzlich:

Sanders: Präsident Trump, mit dem ich normalerweise nicht übereinstimme, hat Covid-Impfungen als eine der großartigsten Wunder der modernen Medizin bezeichnet, die Millionen von Leben gerettet haben. ... Frage an RFK, hat Präsident Trump Recht und die medizinische Community Recht oder nicht? Und glauben sie immer noch, dass Covid Impfungen die tödlichsten Impfungen sind, die jemals entwickelt wurden?

RFK: ausweichendes blabla, Trump sollte den Nobelpreis bekommen.

Sanders: Wer hat denn jetzt Recht?

RFK: Zu der bestimmten Zeit war der bestimmte Impfstoff perfekt abgestimmt auf den damals verbreiteten Virus und hat einige Leben gerettet.

:hammer:


https://www.youtube.com/watch?v=GmGRDi1h6zs

Kensei
08-09-2025, 21:41
Hab mir einige Videos von dem hearing angeschaut, der Typ ist echt der Hammer. 1a den Bock zum Gärtner gemacht. Bei der Frage mit Trump und dem covid Impfstoff musste ich auch lachen.
Warum redet der Kennedy eigentlich so komisch, hat der Kehlkopfkrebs oder sowas?

FireFlea
08-09-2025, 21:58
Hab mir einige Videos von dem hearing angeschaut, der Typ ist echt der Hammer. 1a den Bock zum Gärtner gemacht. Bei der Frage mit Trump und dem covid Impfstoff musste ich auch lachen.
Warum redet der Kennedy eigentlich so komisch, hat der Kehlkopfkrebs oder sowas?

Er hat eine spasmische Dystonie:

https://www.npr.org/2025/01/29/nx-s1-5279176/rfk-voice-spasmodic-dysphonia

Und ein parasitärer Wurm hat Teile seines Gehirns gefressen (glaube ich sofort :D ):

https://www.theguardian.com/us-news/article/2024/may/08/robert-f-kennedy-jr-worm-brain

Kusagras
01-10-2025, 20:16
Ein Audiobeitrag über die damalige Situation in Bergamo, zwei Journalistinnen, die damals auch dort waren reisten nochmal nach 5 Jahren wieder hin. U.a. haben offenbar Angehörige von an Corona Verstorbenen Klage gegen einige Mitarbeiter:innen des Gesundheitsamtes eingereicht, da zu spät reagiert wurde. Insgesamt, obwohl der spätere Lockdown härter als in DE war, sind die Leute in IT weniger gespalten bezüglich der damaligen Vorgehensweise der Regierung ITs.

In dem kleinen Ort Vo in der Region Beragmo geschah wohl der erste Lockdwon, dort gab es auch da erste Todesopfer. Vo wurde zum komplett getesteten Ort, man konnte dort die Infektionen relativ früh in den Griff kriegen. Interessant: 50 bis 75 % der Infizierten zeigten wohl keine Symptome.

Bergamo hatte viele direkte Kontakte nach Wuhan.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/fuenf-jahre-bergamo-wie-italien-die-corona-zeit-aufarbeitet-100.html

Noch aus Wikipedia:

Die Lombardei blieb die bei Weitem am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Region Italiens. Die Übersterblichkeit erreichte in vielen ihrer Provinzen enorme Werte: bei Weitem am stärksten betroffen war (Stand 8. Mai 2020) die Provinz Bergamo mit einer Übersterblichkeit von 578 %, gefolgt von der Provinz Cremona (391 %), der Provinz Lodi (371 %) und der Provinz Brescia (291 %).[168][169] Der hohe Infektionsgrad in der Lombardei kann auch auf die große Zahl chinesischer Gastarbeiter (über 300.000), die in der italienischen Textilindustrie arbeiten, zurückgeführt werden.[170]

marq
09-10-2025, 13:33
Im Abwasser schlagen die Corona-Werte wieder aus. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) liegt die gemessene Viruslast aktuell bei 50.300 Genkopien pro Liter – ein klarer Anstieg im Vergleich zu den Vorwochen.

https://www.bild.de/leben-wissen/medizin/corona-werte-steigen-wieder-kommt-die-pandemie-zurueck-68e76d4d14154520ea137ee3


https://www.n-tv.de/wissen/Warum-auch-von-der-Frankenstein-Variante-die-Rede-ist-article26084929.html

die frankensteinvariante.

Kensei
03-12-2025, 19:16
Drosten stellt sich den wirren Fragen der AfD...


https://www.youtube.com/watch?v=H5m1t6z4Fno

FireFlea
03-12-2025, 20:21
Drosten stellt sich den wirren Fragen der AfD...


Die AfD hat ja nur Hochkaräter aufgefahren - Ziegler, verurteilt wegen Subventionsbetrug, ausgerechnet mit Corona-Hilfen. Prof. Homburg, Verschwörungstheoretiker und Dr. Baum, Rechtsextreme und Putin Apologetin, die irgendwas von Umvolkung und dass Schwarze zurück nach Afrika sollten labert. :rofl:

Pflöte
03-12-2025, 21:08
Lustigerweise wurde der Herr Drosten laut einem YT-Thumbnail, welches mir vorhin präsentiert wurde, von der AfD "gegrillt" (oder so ähnlich).

FireFlea
03-12-2025, 21:37
Lustigerweise wurde der Herr Drosten laut einem YT-Thumbnail, welches mir vorhin präsentiert wurde, von der AfD "gegrillt" (oder so ähnlich).

Wurde auch in den Kommentaren unter Kenseis Video prophezeit - Kommentar: "Alles was die AfD dort macht, ist Clips für TikTok produzieren. Niemand interessiert sich für Antworten."

Kensei
03-12-2025, 23:05
Lustigerweise wurde der Herr Drosten laut einem YT-Thumbnail, welches mir vorhin präsentiert wurde, von der AfD "gegrillt" (oder so ähnlich).

Grillen heißt bei denen, immer wenn ihre kruden Theorien entkräftet werden ins Wort fallen und Nebelkerzen zünden.

Katamaus
04-12-2025, 08:03
Prof. Homburg, Verschwörungstheoretiker und

Bei Homburg habe ich ja in den 90ern gehört. Wie der abgebogen ist, ist auch krass. Da fragt man sich schon manchmal, welche persönliche Geschichte dahinter stehen mag.

Kunoichi Girl
04-12-2025, 12:36
Bei Homburg habe ich ja in den 90ern gehört.

Klasse!

Hast Du bei ihm auch prüfungen abgelegt?




Wie der abgebogen ist, ist auch krass. Da fragt man sich schon manchmal, welche persönliche Geschichte dahinter stehen mag.

Sorry, aber tätigkeit für die afd geht imo gar nicht, ganz unabhängig von persönlichen geschichten.

Kusagras
04-12-2025, 12:49
Gestern Grippe (Also Influenza) 3fach- Impfung bekommen: Kopf und Muskeln tun ganz schön weh.
Naja, denke morgen ist der Spuk vorbei. Stoff war Efluelda.

https://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfstoffe/influenza-grippe/influenza-node.html

Möglicherweise kommt was recht unangegehmes:

Recht ausführlich beschrieben:


https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/grippewelle-experten-influenza-a-h3n2-deutschland-li.3343473


Kürzer:

https://www.apotheken-umschau.de/news/subklade-k-neuer-grippe-subtyp-breitet-sich-weiter-aus-1442999.html

Royce Gracie 2
04-12-2025, 17:14
Möglicherweise kommt immer irgendwas....

Ich hatte nun 4x Corona sogar einmal mit kompletten Geruchsverlust und beim 2ten mal sogar mit relativ schwerem Verlauf... mit Lungenschäden (Das war wo ich doppelt geimpft war ... juhee ist aber nach einigen Monaten wieder vollständig geheilt)
Ich finde das ist schon recht individuell wie gut man eine Impfung verträgt und ob es für einen was bringt.
Dass eine Impfung im Durchschnitt eher was bringt als schadet ist wissenschaftlicher stand der Dinge.
Im Einzelfall kann das aber ganz anders aussehen.

Kunoichi Girl
04-12-2025, 18:01
Möglicherweise kommt immer irgendwas....

Ich hatte nun 4x Corona sogar einmal mit kompletten Geruchsverlust und beim 2ten mal sogar mit relativ schwerem Verlauf... mit Lungenschäden ...


Schlimm!


War es für Dich auch wie innerliches ertrinken:

https://www.rnd.de/gesundheit/radiologe-im-interview-corona-ist-fur-den-patienten-wie-innerliches-ertrinken-IUDQIEUU6NC3TJNN7CUZIIQ6L4.html

?

egonolsen
04-12-2025, 20:50
Möglicherweise kommt immer irgendwas....

Ich hatte nun 4x Corona sogar einmal mit kompletten Geruchsverlust und beim 2ten mal sogar mit relativ schwerem Verlauf... mit Lungenschäden (Das war wo ich doppelt geimpft war ... juhee ist aber nach einigen Monaten wieder vollständig geheilt)
Ich finde das ist schon recht individuell wie gut man eine Impfung verträgt und ob es für einen was bringt.
Dass eine Impfung im Durchschnitt eher was bringt als schadet ist wissenschaftlicher stand der Dinge.
Im Einzelfall kann das aber ganz anders aussehen.

Man braucht da nicht den Einzelfall bemühen, es gibt ja Daten für bestimmte Alters- und Geschlechskohorten, mit denen man sich an die eigenen Bedingungen etwas besser annähern kann. Und diese sehen teilweise ganz anders als der Durchschnittswert aus.

Katamaus
04-12-2025, 22:39
Man braucht da nicht den Einzelfall bemühen, es gibt ja Daten für bestimmte Alters- und Geschlechskohorten, mit denen man sich an die eigenen Bedingungen etwas besser annähern kann. Und diese sehen teilweise ganz anders als der Durchschnittswert aus.

Dementsprechend empfiehlt die STIKO ja immer noch die Grippeimpfung lediglich für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere, Menschen mit Vorerkrankungen oder bestimmte Berufsgruppen. Und die stützen sich ja üblicherweise auf valide Daten. Die WHO hingegen empfiehlt sie allen Menschen ab 6 Monaten und viele Länder handhaben das auch eher so. Verstehe das wer will.

Es bleibt wohl dabei, dass jeder das individuell handhaben soll. Ich hab' das 2x gemacht und mir ging es total dreckig danach. In einem Jahr hatte ich dann trotzdem Grippe (also eine echte Influenza), weil der Stamm nicht der war, gegen den geimpft worden war. Das ist ca. 20 Jahre her. Seitdem lasse ich das wieder.

Kusagras
05-12-2025, 08:07
In der Tat kann man Pech haben und den falschen Stamm erwischen oder man erkrankt zu Ende der Saison und der Virus hat nochmal mutiert. Ich hoffe ich hab Glück. Meine letzte Grippe ist schon etwas her und dies ist meine erste Grippe-Impfung. Pneumokokkenimpfung wäre auch gut, auch wenn die Äußerung einer älteren Dame gestern eher abschreckend war: hat wohl reingehauen. Aber als alter Mensch mit Pneumokokkecn ist richtrig schei... .

Royce Gracie 2
05-12-2025, 11:55
Schlimm!


War es für Dich auch wie innerliches ertrinken:

https://www.rnd.de/gesundheit/radiologe-im-interview-corona-ist-fur-den-patienten-wie-innerliches-ertrinken-IUDQIEUU6NC3TJNN7CUZIIQ6L4.html

?


Ertrinken damit hätte ich es nun nicht assoziiert.
Für mich hat es sich angefühlt als würde jemand mit einer Faust einfach meine Lungenflügel zerquetschen.
Jetzt wo ich drüber nachdenke könnte ertrinken sich so anfühlen.
Ich bin aber noch nie ertrunken :biglaugh:

Aufgefallen ist es mir zum ersten mal beim Fahrradfahren.
Ich war zu dem Zeitpunkt gut trainierter Rennradfahrer und 2 Wochen nach Corona als ich mich wieder okay fühlte eine Radtour mit Freunden auf dem Rennrad gemacht
Wir haben alle Powermeter und sehen daher wie viel Watt wir treten. Normalerweise hatte ich zu dem Zeitpunkte eine FTP , also Stundenleistung von 314w
Wir sind bei 170w gemütlich aufgewärmt und dann auf 200w hoch was ich damals 8h am Stück treten hätte können.
Allerdings nach nur 20 Sekunden hab ich keinerlei Luft bekommen und meine Lungen haben sich angefühlt als würden sie zerquetscht.
Ich konnte nichtmal mehr irgendwas sagen. Hab sofort angehalten bin an den Rand und hab nach Luft geschnappt.

Es war wirklich ein beängstigendes Gefühl... hat sich angefühlt als wenn man nicht sofort pause mit allem macht würde man sterben.

Bin danach zum Arzt , gab einige Untersuchungen und längere Gespräche und mir wurde danach erklärt das da einige Bereiche beschädigt sind ( genauen Wortlaut weiss ich nicht mehr)
Weil die Corona Viren da irgendwie tief in die Lunge rein sind.

Hat einige Monate gedauert dann war wieder alles verheilt und gut.

Das war meine schwerste Corona Erkrankung und das war auch die einzige wo ich 2x geimpft war.
Bei der ersten Corona Erkrankung war ich 1x geimpft , bei den 2 letzten dann nicht mehr geimpft.

Ich kann für mich sagen , dass in meinem speziellen Einzellfall eine weitere Corona Impfung für mich keinen Sinn macht.

Kunoichi Girl
05-12-2025, 12:22
...
Für mich hat es sich angefühlt als würde jemand mit einer Faust einfach meine Lungenflügel zerquetschen.
Jetzt wo ich drüber nachdenke könnte ertrinken sich so anfühlen.
...
Es war wirklich ein beängstigendes Gefühl... hat sich angefühlt als wenn man nicht sofort pause mit allem macht würde man sterben.

Bin danach zum Arzt , gab einige Untersuchungen und längere Gespräche und mir wurde danach erklärt das da einige Bereiche beschädigt sind ...
Weil die Corona Viren da irgendwie tief in die Lunge rein sind.
...
Das war meine schwerste Corona Erkrankung und das war auch die einzige wo ich 2x geimpft war.
Bei der ersten Corona Erkrankung war ich 1x geimpft , bei den 2 letzten dann nicht mehr geimpft.

Ich kann für mich sagen , dass in meinem speziellen Einzellfall eine weitere Corona Impfung für mich keinen Sinn macht.


Na ja, aber ohne die impfungen wäre der verlauf wahrscheinlich noch schwerer gewesen?

marq
05-12-2025, 12:26
In der Tat kann man Pech haben und den falschen Stamm erwischen oder man erkrankt zu Ende der Saison und der Virus hat nochmal mutiert. Ich hoffe ich hab Glück. Meine letzte Grippe ist schon etwas her und dies ist meine erste Grippe-Impfung. Pneumokokkenimpfung wäre auch gut, auch wenn die Äußerung einer älteren Dame gestern eher abschreckend war: hat wohl reingehauen. Aber als alter Mensch mit Pneumokokkecn ist richtrig schei... .

deine zeitungartikel sagen ja , dass der influenza virus nicht in der impfung berücksichtig wurde und die impfung "nur" schwere verläufe verhindern soll.

Royce Gracie 2
05-12-2025, 12:50
Meine letzte richtige Grippe , also nicht 1 Woche Schnupfen mit Husten sondern echte Grippe (3 Wochen halbtod und 12kg Gewichtsverlust) war vor 22 Jahren mit 18.....
ich mache mir da weniger Sorgen um die klassische Grippe

marq
05-12-2025, 13:57
wie immer kommt es auf das eigene immunsystem an.

eine echte grippe oder corona kommt meist völlig unerwartet und es wird meist schlimmer als man denkt. jede schwerere virusinfektion hinterläßt schaden.........

Katamaus
05-12-2025, 15:25
es wird meist schlimmer als man denkt.

Ist das so? Woher nimmst Du denn diesmal diese deiner wundersamen Erkenntnisse?

marq
05-12-2025, 15:36
wirst du sehen ;)

FireFlea
05-12-2025, 16:37
Aufarbeitung? Die Corona-Kommission verkommt zur Shitshow
...
Der Auftritt erinnerte an ein Tribunal

Man hätte es verstehen können, wenn Drosten einfach aufgestanden und gegangen wäre. Doch er blieb, und versuchte immer wieder, den zum Teil völlig abstrusen Ausführungen mit aller Ernsthaftigkeit zu begegnen. Ihm blieben dafür oft nur Sekunden, bis die Fragesteller ihm ins Wort fielen: „Das reicht mir!“ Oder: „Das ist meine Zeit!“ Der Auftritt erinnerte eher an ein Tribunal. Als säßen hier Staatsanwälte, die endlich mal die Chance bekommen, ihren Hauptverdächtigen der Lüge zu überführen. Das Urteil stand da bereits fest.

Die Szenen immerhin machten deutlich, dass es den selbsternannten Aufklärern weniger um die Sache geht als um Aufmerksamkeit; um die große Bühne, zur Not auch nur um ein paar Videoschnipsel für entsprechende Tiktok-Kanäle. Das mag einer gewissen inneren Logik folgen, ist Empörung ein wichtiger Treibstoff weit rechts von der demokratischen Mitte. Den Preis dafür aber zahlt die Bevölkerung: Denn wer kein Interesse an Antworten auf die eigenen Fragen hat, zerstört einen kritischen, wissenschaftsorientierten Diskurs. Die Suche nach der Wahrheit droht damit zu scheitern.
...

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/corona-kommission-drosten-wissenschaft-afd-li.3349182?reduced=true

Wenn man sich dann die Kommentare unter eben jenen AfD Clips anschaut, liest man oft sowas in der Art wie "Drosten gehört in den Knast" etc. Geäußert von jenen selbst denkenden und sich selbst informierenden Menschen, die die tendenziöse Beeinflussung der bösen Systemmedien ablehnen aber scheinbar ungeprüft übernehmen, was verurteilte Corona Subventionsbetrüger ihnen vorsetzen. Man will gegen Leute vorgehen, die das Leid während Corona ausgenutzt haben? Stattdessen wählt man sie noch... :hammer:

Katamaus
05-12-2025, 17:41
wirst du sehen ;)

:rolleyes:

egonolsen
05-12-2025, 18:06
Passt hier rein: Kann mir mal einer erklären, warum wir bei Corona wegen der Alten zunächst die gesamte Gesellschaft und später die bösen Ungeimpften unter Pauschalarrest gestellt hatten (weil das Virus am Ende der Kette zur Oma gelangen kann), wir jetzt aber darüber diskutieren, dass die Alten zur Kostenentlastung der Krankenkassen weniger Medikamente bekommen sollen, weil sie ja eh nicht mehr so lange und, vor allem, gut zu leben hätten?

FireFlea
05-12-2025, 18:35
Passt hier rein: Kann mir mal einer erklären, warum wir bei Corona wegen der Alten zunächst die gesamte Gesellschaft und später die bösen Ungeimpften unter Pauschalarrest gestellt hatten (weil das Virus am Ende der Kette zur Oma gelangen kann), wir jetzt aber darüber diskutieren, dass die Alten zur Kostenentlastung der Krankenkassen weniger Medikamente bekommen sollen, weil sie ja eh nicht mehr so lange und, vor allem, gut zu leben hätten?

"Wir" ist doch Streeck, oder nicht? Scheint ja bisher nicht so viel Anklang zu finden.

egonolsen
05-12-2025, 18:59
"Wir" ist doch Streeck, oder nicht? Scheint ja bisher nicht so viel Anklang zu finden.

Und du glaubst, das ist nur Streeck? Wenn so jemand, der ein hohes öffentliches Amt bekleidet, das äußert, dann kannst du dir sicher sein, dass das hinter den Kulissen schon längst diskutiert wird.

FireFlea
05-12-2025, 19:40
Und du glaubst, das ist nur Streeck? Wenn so jemand, der ein hohes öffentliches Amt bekleidet, das äußert, dann kannst du dir sicher sein, dass das hinter den Kulissen schon längst diskutiert wird.

Das mag sein aber bisher hat Streeck etwas geäußert und wurde dafür von der Regierung und verschiedenen Gruppierungen öffentlich kritisiert. Ich sehe noch nicht, dass diejenigen, die hier laut Deiner Aussage die bösen Ungeimpften unter Pauschalarrest gestellt hätten fordern, den Alten Medikamte zu entziehen, um Kosten zu sparen.

egonolsen
05-12-2025, 20:15
Das mag sein aber bisher hat Streeck etwas geäußert und wurde dafür von der Regierung und verschiedenen Gruppierungen öffentlich kritisiert. Ich sehe noch nicht, dass diejenigen, die hier laut Deiner Aussage die bösen Ungeimpften unter Pauschalarrest gestellt hätten fordern, den Alten Medikamte zu entziehen, um Kosten zu sparen.

Wir werden sehen, was passiert.

Im Grunde hat Streeck ja nicht Unrecht, Lebensverlängerung um jeden Preis ist würdelos, aber die Aussagen konterkarieren halt die gesamte Coronapolitik.

marq
05-12-2025, 20:47
streek war ja auch bei corona nicht team vorsicht. ;)

es ist allerdings perfide, wenn die gesundheitsindustrie , d.h. krankenhäuser und ärzte , allein aus monetären gründen behandlungen alten menschen vornimmt, die fragwürdig hisichtlich der lebensqualität dieser menschen sind.

egonolsen
05-12-2025, 21:40
streek war ja auch bei corona nicht team vorsicht. ;)

es ist allerdings perfide, wenn die gesundheitsindustrie , d.h. krankenhäuser und ärzte , allein aus monetären gründen behandlungen alten menschen vornimmt, die fragwürdig hisichtlich der lebensqualität dieser menschen sind.

Was meinst du mit fragwürdig? Es geht um Behandlungen, die sehr teuer sind, aber immerhin noch etwas an Lebenszeit gegenüber einer Nichtbehandlung gewähren.

Kunoichi Girl
06-12-2025, 08:31
Fehlpost

Kunoichi Girl
06-12-2025, 08:37
Passt hier rein: Kann mir mal einer erklären, warum wir bei Corona wegen der Alten zunächst die gesamte Gesellschaft und später die bösen Ungeimpften unter Pauschalarrest gestellt hatten …


Sorry, aber wer nach dem sieg über die pandemie die erforderlichkeit der impfung immer noch in frage stellt, hat sich imo die folgen selbst zuzuschreiben.

Kensei
06-12-2025, 08:50
Was meinst du mit fragwürdig? Es geht um Behandlungen, die sehr teuer sind, aber immerhin noch etwas an Lebenszeit gegenüber einer Nichtbehandlung gewähren.

Wobei Streeck, wenn ich das richtig erinnere, da Fälle angesprochen hatte von über 90-jährigen. Bei Corona waren ja schon 60+ die vulnerablen Gruppen.

Sowas als „Monetarisierung“ abzutun, finde ich aber unpassend. Viele Krankenhäuser kämpfen doch mit roten Zahlen bzw. um die Existenz. Da geht‘s doch nicht darum, riesen Gewinne mitzunehmen.

Lampe
06-12-2025, 21:55
Sorry, aber wer nach dem sieg über die pandemie die erforderlichkeit der impfung immer noch in frage stellt, hat sich imo die folgen selbst zuzuschreiben.

Er hat doch nicht die erforderlichkeit der Impfung im Frage gestellt. Wie kommst du jetzt darauf?

Kunoichi Girl
07-12-2025, 01:08
Er hat doch nicht die erforderlichkeit der Impfung im Frage gestellt. …


Dann wäre es für mich ok.

egonolsen
07-12-2025, 11:54
Sorry, aber wer nach dem sieg über die pandemie die erforderlichkeit der impfung immer noch in frage stellt, hat sich imo die folgen selbst zuzuschreiben.

Was für ein "Sieg"? In welcher Welt lebst du?

Und was für Folgen? Ich habe sicher keine Folgen durch die Impfung :D

Kunoichi Girl
07-12-2025, 12:11
Was für ein "Sieg"? …

Sorry, aber die pandemie wurde eindeutig besiegt und deswegen können wir wieder frei leben (coronamaßnahmen).



Und was für Folgen? …

Die coronagefahr besteht doch für den einzelnen ungeimpften immer noch?

marq
07-12-2025, 20:23
Wobei Streeck, wenn ich das richtig erinnere, da Fälle angesprochen hatte von über 90-jährigen. Bei Corona waren ja schon 60+ die vulnerablen Gruppen.

Sowas als „Monetarisierung“ abzutun, finde ich aber unpassend. Viele Krankenhäuser kämpfen doch mit roten Zahlen bzw. um die Existenz. Da geht‘s doch nicht darum, riesen Gewinne mitzunehmen.

streek führte beispielhaft seinen vater an, der in seinen "letzten tagen" medikamente bekam, die wahrscheinlich teurer waren als als alle in seinem leben zuvor genossenen behandlungen, aber die seine lebenszeit auch nicht wesentlich verlängert haben.

egonolsen
08-12-2025, 09:01
streek führte beispielhaft seinen vater an, der in seinen "letzten tagen" medikamente bekam, die wahrscheinlich teurer waren als als alle in seinem leben zuvor genossenen behandlungen, aber die seine lebenszeit auch nicht wesentlich verlängert haben.

Jo, aber sie haben die Lebenszeit zumindest verlängert.

Jetzt sage ich dir Folgendes: Das Durchschnittsalter der an Corona Verstorbenen lag um die 81 Jahre. Mit den Coronamaßnahmen haben wir als Gesellschaft nie dagewesene Summen ausgegeben (Hast du eine Ahnung, wie viel die Coronamaßnahmen den Staat gekostet haben?), um die Lebenszeit von den an Corona Verstorbenen nicht wesentlich zu verlängern.

@FireFlea: Ich habe es dir gesagt, es ist nicht nur Streeck, die Corona-Hardliner springen jetzt auch auf den Zug auf und sehen keinen Widerspruch :D

Royce Gracie 2
08-12-2025, 10:13
Sorry, aber wer nach dem sieg über die pandemie die erforderlichkeit der impfung immer noch in frage stellt, hat sich imo die folgen selbst zuzuschreiben.

Jetzt mal so ganz dumm dahergefragt

Wann haben wir über Corona gewonnen ?
Es geht immer noch rum wie sonstwas und jeden Winter erkranken 10.000e Menschen in Deutschland an Corona.
Sich ab und zu mal Corona einzufangen ist mittlerweile "normal"

Wann genau haben wir warum gewonnen ?
Oder haben wir einfach irgendwann angefangen uns medial dafür nicht mehr zu interessieren ?

irgendwie haben gleichzeitig fast alle TV Sender und Ärzte beschlossen das Corona nun egal sein soll.
Wir haben einfach aufgehört zu testen und zu berichten.

Katamaus
08-12-2025, 10:22
Mythen sind dazu da, gepflegt zu werden. Nur nennt man die heutzutage "Narrative". ;) :D

kanken
08-12-2025, 10:37
Ich würde nichts sagen wir haben gewonnen, sondern Glück gehabt dass das Virus wieder zurückmutiert ist, das ist es aber eben schon lange. Jetzt ist es wieder ein hartnäckiges Schnupfenvirus, was es ja auch schon immer war.

Kusagras
08-12-2025, 12:25
Ich würde nichts sagen wir haben gewonnen, sondern Glück gehabt dass das Virus wieder zurückmutiert ist, das ist es aber eben schon lange. Jetzt ist es wieder ein hartnäckiges Schnupfenvirus, was es ja auch schon immer war.

Nach allem was ich gelesen habe, war der Corona-Wildtyp von SarS Cov 2 in der Tat alles andere als harmlos. Auf den waren wir halt nicht vorbereitet.

https://www.derstandard.at/story/3000000185136/analyse-zum-pandemieverlauf-in-oeffentlichen-spitaelern

Kusagras
08-12-2025, 12:35
streek führte beispielhaft seinen vater an, der in seinen "letzten tagen" medikamente bekam, die wahrscheinlich teurer waren als als alle in seinem leben zuvor genossenen behandlungen, aber die seine lebenszeit auch nicht wesentlich verlängert haben.

Ich denke, er meint die Phänomene, wo lebensverlängernde Maßnahmen - in individuellen Fällen- mehr als fragwürdig aber auf jeden Fall sehr teuer. Meine aber das kann man nicht in Analogie zu einer Maßnahme in einer Infektionswelle sehen, die letztlich die ganze Gesellschaft betrifft.

Kunoichi Girl
08-12-2025, 13:22
Wann haben wir über Corona gewonnen ?

Die regierungsseitige beendigung der coronamaßnahmen erfolgte doch nur aufgrund des sieges über die pandemie?



Es geht immer noch rum wie sonstwas und jeden Winter erkranken 10.000e Menschen in Deutschland an Corona.

Klar, aber die bevölkerung der brd ist gegen corona während des kampfes gegen die pandemie doch gegen schwere verläufe weitestgehend immunisiert worden, vor allem durch die boosterungen?




Wann genau haben wir warum gewonnen ?

Gehe davon aus, dass das war, kurz bevor die coronamaßnahmen aufgehoben wurden?



irgendwie haben gleichzeitig fast alle TV Sender und Ärzte beschlossen das Corona nun egal sein soll.

Meine es war so:

Die pandemie war aufgrund weitgehender immunisierung der brd-bevölkerung besiegt und somit die gefahr des zusammenbruchs des brd-gesundheitssystems gebannt, was von den durch die bundesregierung beauftragten experten geprüft und festgestellt worden war.

Somit waren weitere medienberichte nicht mehr erforderlich und die entsprechenden (melde)pflichten für ärzte entfielen.

marq
08-12-2025, 13:28
es ist nicht vergleichbar.

kanken
08-12-2025, 13:32
Nach allem was ich gelesen habe, war der Corona-Wildtyp von SarS Cov 2 in der Tat alles andere als harmlos. Auf den waren wir halt nicht vorbereitet.

https://www.derstandard.at/story/3000000185136/analyse-zum-pandemieverlauf-in-oeffentlichen-spitaelern

Das war ja der, der mutierte und damit gefährlich wurde. Davor war es das, was es jetzt auch ist: Ein Erkältungsvirus. Lästig, aber nicht mehr.
Der Etagenwechsel und die Autoimmunreaktion der Mutation war das Problem, nach der Rückmutation hat es sich ja wieder erledigt.

Royce Gracie 2
08-12-2025, 14:36
Das war ja der, der mutierte und damit gefährlich wurde. Davor war es das, was es jetzt auch ist: Ein Erkältungsvirus. Lästig, aber nicht mehr.
Der Etagenwechsel und die Autoimmunreaktion der Mutation war das Problem, nach der Rückmutation hat es sich ja wieder erledigt.

So scheint es mir auch.
Die Anzahl der Leute die nach wie vor in meinem Umkreis Corona bekommt ist weder kleiner noch größer als zur "Hoch-zeit der Panik"
Corona ist nicht weg es ist nach wie vor im Winter sehr massiv verbreitet.
Was weg ist ist die mediale Berichterstattung und die Panik weil man nun der Meinung ist der gefährliche Part ist vorbei. (Was durchaus so zu sein scheint)

Die Grundidee der Impfungen war ja einer Überlastung der Krankenhäuser entgegen zu wirken.. nicht Corona vom Planeten auszuradieren

Kensei
08-12-2025, 18:37
Jo, aber sie haben die Lebenszeit zumindest verlängert.

Jetzt sage ich dir Folgendes: Das Durchschnittsalter der an Corona Verstorbenen lag um die 81 Jahre. Mit den Coronamaßnahmen haben wir als Gesellschaft nie dagewesene Summen ausgegeben (Hast du eine Ahnung, wie viel die Coronamaßnahmen den Staat gekostet haben?), um die Lebenszeit von den an Corona Verstorbenen nicht wesentlich zu verlängern.

@FireFlea: Ich habe es dir gesagt, es ist nicht nur Streeck, die Corona-Hardliner springen jetzt auch auf den Zug auf und sehen keinen Widerspruch :D

Es ging doch während Corona nicht darum Lebenszeit zu verlängern, sondern eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Also etwas völlig anderes, als die Diskussion die Streeck jetzt angestoßen hat.

egonolsen
08-12-2025, 19:03
Es ging doch während Corona nicht darum Lebenszeit zu verlängern, sondern eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Also etwas völlig anderes, als die Diskussion die Streeck jetzt angestoßen hat.

Das mag höchstens beim ersten Lockdown die vorrangige Begründung gewesen sein. Im Laufe der Zeit fiel diese Begründung allerdings immer weiter in den Hintergrund.

Mal schnell ein Beispielartikel aus der Endphase: https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-lauterbach-erwartet-bis-zu-500-tote-pro-tag-bei-oeffnungen-wie-in-israel_aid-66084909

Kein Wort zu einer möglichen Überlastung, es ist nurnoch die Rede von zu vielen Toten, die es nicht geben darf.

Und zur "Überlastung" empfehle ich immer wieder die DIVI-Zahlen: https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

Hier möge man eine solche finden.

Kusagras
08-12-2025, 19:06
Das war ja der, der mutierte und damit gefährlich wurde. Davor war es das, was es jetzt auch ist: Ein Erkältungsvirus. Lästig, aber nicht mehr.
Der Etagenwechsel und die Autoimmunreaktion der Mutation war das Problem, nach der Rückmutation hat es sich ja wieder erledigt.

Ich dachte der Wildtyp war der, der in Wuhan die ersten Leute flach gelegt hatte und dann um die Welt ging, möglicherweise zunächst nach Bayern (wo man ihn zunächst eingrenzen konnte) und Bergamo.. .

kanken
08-12-2025, 20:08
Ja, aber der Wildtyp von SARS-CoV-2 war die erste Mutation eines Betacoronavirus mit den Eigenschaften. Coronaviren gibt es viele und sie mutieren, ähnlich wie Grippeviren, permanent. SARS-CoV-2 ist halt eine Mutation gewesen, die gefährlich war und zum Glück im weiteren Verlauf wieder zurück mutiert ist.

Kusagras
08-12-2025, 20:13
Ja, aber der Wildtyp von SARS-CoV-2 war die erste Mutation eines Betacoronavirus mit den Eigenschaften. Coronaviren gibt es viele und sie mutieren, ähnlich wie Grippeviren, permanent. SARS-CoV-2 ist halt eine Mutation gewesen, die gefährlich war und zum Glück im weiteren Verlauf wieder zurück mutiert ist.

Ok, Danke. In den meisten Texten der Presse ist das o nicht erklärt. (Btw. Und es steht ja auch noch die Laborthese im Raum, dass das ein extra scharf gemachter Virus war...).

Royce Gracie 2
09-12-2025, 11:05
Ich dachte es ist mittlerweile die offizielle Version das der Virus am wahrscheinlichsten aus einem Laborunfall kam ?
Auch wenn noch wenige Monate zuvor das von allen möglichen Seiten als Veschwörungsblödsinn abgetan wurde.

Ich selbst habe immer den Laborunfall für am wahrscheinlichsten gehalten und die Feldermaus-Fleischmarkt Theorie für ziemlich grotesk und unwahrscheinlich.
Einen endgültigen Beweis haben nur die Chinesen und die werden sich hüten zuzugeben, dass sie durch einen Fehler den ganzen Mist ausgelöst haben.

Kusagras
09-12-2025, 12:47
Ich dachte es ist mittlerweile die offizielle Version das der Virus am wahrscheinlichsten aus einem Laborunfall kam ?
Auch wenn noch wenige Monate zuvor das von allen möglichen Seiten als Veschwörungsblödsinn abgetan wurde.

Ich selbst habe immer den Laborunfall für am wahrscheinlichsten gehalten und die Feldermaus-Fleischmarkt Theorie für ziemlich grotesk und unwahrscheinlich.
Einen endgültigen Beweis haben nur die Chinesen und die werden sich hüten zuzugeben, dass sie durch einen Fehler den ganzen Mist ausgelöst haben.

Ich halte das mit dem Labor auch für recht naheligend, zudem die Chinesen wohl bis heute sich weigern, der WHO die gewünschten Einsichten in Daten etc. zu geben.

Hunder prozentige Beweise gibt es aber bislang nicht.

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/corona-aus-dem-labor-was-experten-sagen-und-wie-china-reagiert,UfJwv92

Kunoichi Girl
09-12-2025, 13:54
Ich halte das mit dem Labor auch für recht naheligend, zudem die Chinesen wohl bis heute sich weigern, der WHO die gewünschten Einsichten in Daten etc. zu geben. …


Damals sind in china sogar zwei chinesen durch das virus ganz schwarz geworden (Wuhan):

https://m.bild.de/news/ausland/news-ausland/corona-infizierte-haben-ploetzlich-dunkle-haut-unglaubliche-bilder-aus-dem-china-70173158.bildMobile.html?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.g oogle.com%2F


Imo kann das nicht durch ein natürlich entstandenes virus hervorgerufen worden sein.

Kensei
09-12-2025, 15:01
...Kein Wort zu einer möglichen Überlastung, es ist nur noch die Rede von zu vielen Toten, die es nicht geben darf...

Ich würde hier argumentieren, die Toten, die es durch eine mögliche Überlastung gegeben hätte. Auch wenn Lauterbach es in dem Artikel nicht explizit anspricht. Es gab doch immer wieder die ellenlangen Diskussionen über eine mögliche Triage.


...Und zur "Überlastung" empfehle ich immer wieder die DIVI-Zahlen: https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

Hier möge man eine solche finden...

Was soll man da finden? Nachweise für eine Überlastung des Gesundheitssystems? Die wurde ja verhindert durch die Corona-Maßnahmen.

Ich halte es für Äpfel und Birnen, die Situation während der Pandemie mit den Äußerungen Streecks über die Behandlung von 90-jährigen zu vergleichen.

Takezo
09-12-2025, 19:33
Vielleicht sollte man lieber darüber diskutieren:

https://web.de/magazine/wissen/psychologie/bericht-angststoerungen-kindern-deutlich-zugenommen-41667890

Katamaus
10-12-2025, 08:26
Vielleicht sollte man lieber darüber diskutieren:

https://web.de/magazine/wissen/psychologie/bericht-angststoerungen-kindern-deutlich-zugenommen-41667890

Haben wir hier doch bereits seitenweise. Hat die Maßnahmen-Befürworter nicht sonderlich beeindruckt.

Kunoichi Girl
10-12-2025, 08:42
Haben wir hier doch bereits seitenweise. Hat die Maßnahmen-Befürworter nicht sonderlich beeindruckt.


Sorry, aber die maßnahmen haben sich während und nach der pandemie als alternativlos erwiesen.

Denn der zusammenbruch des gesundheitssystems wurde verhindert (brd).

Takezo
10-12-2025, 08:50
Haben wir hier doch bereits seitenweise. Hat die Maßnahmen-Befürworter nicht sonderlich beeindruckt.

Kenn ich. Da werden Kollateralschäden unbeeindruckt hingenommen. Mich graust es.

Pflöte
10-12-2025, 10:25
Also ich habe das zu der Zeit völlig unterschätzt - die (psychischen) Auswirkungen des Lockdowns und der Schulschließungen auf Kinder und Jugendliche. Das habe ich von jungen Erwachsenen mit Problemen die letzten Jahre oft gehört. Dass die Isolierung sie endgültig aus der Bahn geworfen oder ihre Probleme wenigstens verstärkt hat. Bei Kindern weiß ich es nicht, aber bei Erwachsenen, die zu der Zeit so ca. 16 bis 22 waren und einmal sozial isoliert waren und dazu in der Phase des Umstiegs von Schule zu Ausbildung oder Studium behindert wurden, höre ich das durchaus regelmäßig.

FireFlea
10-12-2025, 10:40
Also ich habe das zu der Zeit völlig unterschätzt - die (psychischen) Auswirkungen des Lockdowns und der Schulschließungen auf Kinder und Jugendliche. Das habe ich von jungen Erwachsenen mit Problemen die letzten Jahre oft gehört. Dass die Isolierung sie endgültig aus der Bahn geworfen oder ihre Probleme wenigstens verstärkt hat. Bei Kindern weiß ich es nicht, aber bei Erwachsenen, die zu der Zeit so ca. 16 bis 22 waren und einmal sozial isoliert waren und dazu in der Phase des Umstiegs von Schule zu Ausbildung oder Studium behindert wurden, höre ich das durchaus regelmäßig.

Leider wird das durch verschiedene Faktoren potenziert, was ja auch aus dem Artikel deutlich wird. Denn die Coronakrise war ja keine abgeschlossene Phase, wonach wieder alles "gut" war, sondern es schließen sich andere Krisen nahtlos an, wie der Ukraine Konflikt und eine steigende wirtschaftliche- und gesellschaftliche Unsicherheit.

Takezo
10-12-2025, 10:48
Also ich habe das zu der Zeit völlig unterschätzt - die (psychischen) Auswirkungen des Lockdowns und der Schulschließungen auf Kinder und Jugendliche. Das habe ich von jungen Erwachsenen mit Problemen die letzten Jahre oft gehört. Dass die Isolierung sie endgültig aus der Bahn geworfen oder ihre Probleme wenigstens verstärkt hat. Bei Kindern weiß ich es nicht, aber bei Erwachsenen, die zu der Zeit so ca. 16 bis 22 waren und einmal sozial isoliert waren und dazu in der Phase des Umstiegs von Schule zu Ausbildung oder Studium behindert wurden, höre ich das durchaus regelmäßig.

Ich habe es so erlebt. War in Grund- und Hauptschulen und Bildungseinrichtungen unterwegs und habe ja selbst Kids WT unterrichtet und sehe es jetzt noch beim Karate und Aikido wie soziale Skills wenig ausgeprägt sind. Habe selbst Kinder und Enkel zwischen 10 und Mitte 20.
Außerdem gibt es genügend seriöse Untersuchungen darüber, die man auf Tagesschau.de nachlesen konnte. Bitter ist nur, das Fachleute, die das vorgesehen hatten, als Verschwörunstheoretiker gebrandmarkt wurden.
Da hieß es dann, es sei False Balance, wenn man eine Minderheitenmeinung in Talkshows vortragen läßt, wenn nich mindestens soundsoviel die den Mainstream vertreten dabei seien. Damit wurde Quantität mit Qualität gleichgesetzt.

Dieser dadurch angerichtete gesellschaftliche Schaden ist m.E. irreparabel.

FireFlea
10-12-2025, 10:56
Ich habe es so erlebt. War in Grund- und Hauptschulen und Bildungseinrichtungen unterwegs und habe ja selbst Kids WT unterrichtet und sehe es jetzt noch beim Karate und Aikido wie soziale Skills wenig ausgeprägt sind. Habe selbst Kinder und Enkel zwischen 10 und Mitte 20.
Außerdem gibt es genügend seriöse Untersuchungen darüber, die man auf Tagesschau.de nachlesen konnte. Bitter ist nur, das Fachleute, die das vorgesehen hatten, als Verschwörunstheoretiker gebrandmarkt wurden.
Da hieß es dann, es sei False Balance, wenn man eine Minderheitenmeinung in Talkshows vortragen läßt, wenn nich mindestens soundsoviel die den Mainstream vertreten dabei seien. Damit wurde Quantität mit Qualität gleichgesetzt.

Dieser dadurch angerichtete gesellschaftliche Schaden ist m.E. irreparabel.

Deine Aussage ist aus meiner Sicht widersprüchlich. Du schreibst zum einen es gibt genügend seriöse Untersuchungen, die man bei der Tagesschau nachlesen konnten und gleichzeitig, die Fachleute wurde vom Mainstream als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt. Was ist denn mehr "Mainstream" als die Tagesschau?

Das Thema ist für mich auch weniger die Maßnahmen an sich, denn Lockdowns & Co. hatten auch einen Effekt (bspw. https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Corona-Massnahmen-Was-haben-Isolation-Masken-und-Co-gebracht,coronavirusupdate274.html ). Das Thema ist aus meiner Sicht eher Dauer und Ausprägungen bzw. was daraus gelernt wird. Ich hatte schonmal geschrieben ich befürchte, wenn wieder etwas ähnliches passiert, fängt man in der Diskussion wieder bei null an, die Fronten sind halt nach wie vor verhärtet. Genau davon profitieren ja auch manche Parteien.

Katamaus
10-12-2025, 11:09
Ich hatte schonmal geschrieben ich befürchte, wenn wieder etwas ähnliches passiert, fängt man in der Diskussion wieder bei null an, die Fronten sind halt nach wie vor verhärtet.

Das befürchte ich auch. Letztens waren Fr. Buyx und Hr. Lauterbach bei Lanz. Nur Rechtfertigung, null Selbstkritik oder Einsicht. Bestenfalls als Sprechblase ("Ja sicher, aber..."). Und ja, genau diese Art und Weise treibt die Menschen (teilweise) in die Arme der Radikalen. Das ist aber leider nicht nur ein Problem bei der Corona-Diskussion.

Takezo
10-12-2025, 11:15
Deine Aussage ist aus meiner Sicht widersprüchlich. Du schreibst zum einen es gibt genügend seriöse Untersuchungen, die man bei der Tagesschau nachlesen konnten und gleichzeitig, die Fachleute wurde vom Mainstream als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt. Was ist denn mehr "Mainstream" als die Tagesschau?
.
Dann kläre ich den vermeintlichen Widerspruch mal auf. Meine Aussage lautet wie folgt:

Was heute mittlerweile von niemandem mehr bestritten wird und auch in der Tageschau beschrieben wird, wurde damals, während der Pandemie, massiv bestritten.

FireFlea
10-12-2025, 11:19
Dann kläre ich den vermeintlichen Widerspruch mal auf. Meine Aussage lautet wie folgt:

Was heute mittlerweile von niemandem mehr bestritten wird und auch in der Tageschau beschrieben wird, wurde damals, während der Pandemie, massiv bestritten.

Das hast Du so nichht geschrieben. Du hast geschrieben: "Außerdem gibt es genügend seriöse Untersuchungen darüber, die man auf Tagesschau.de nachlesen konnte. Bitter ist nur, das Fachleute, die das vorgesehen hatten, als Verschwörunstheoretiker gebrandmarkt wurden." ;)

FireFlea
10-12-2025, 11:21
Das ist aber leider nicht nur ein Problem bei der Corona-Diskussion.

Und nicht nur in Deutschland...

Takezo
10-12-2025, 11:22
Das Thema ist für mich auch weniger die Maßnahmen an sich, denn Lockdowns & Co. hatten auch einen Effekt (bspw. https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Corona-Massnahmen-Was-haben-Isolation-Masken-und-Co-gebracht,coronavirusupdate274.html ). Das Thema ist aus meiner Sicht eher Dauer und Ausprägungen bzw. was daraus gelernt wird. Ich hatte schonmal geschrieben ich befürchte, wenn wieder etwas ähnliches passiert, fängt man in der Diskussion wieder bei null an, die Fronten sind halt nach wie vor verhärtet. Genau davon profitieren ja auch manche Parteien.

Diese Parteien könnten davon nicht profitieren und hätten davon auch nicht profitiert, wenn nicht jede abweichende Anschauung so dermaßen gnadenlos verfolgt worden wäre. Siehe Kimmich, Wotan Wilke Möhring, Streeck. Und man sich nicht solcher semi-faschistoider Terminologien bedient hätte wie z.B. Böhmermann oder Bosetti mit ihrem Blinddarm-Vergleich.

Die Leute sind doch nicht blöd - sie bemerken falsche Politik und den Unterschied zwischen seriöser Abwägung und Propaganda. Aber viele sind halt desillusioniert und / oder trauen sich nicht mehr aus der Deckung, weil sie ja gesehen haben, wie mit Prominenten umgegangen wurde.

Takezo
10-12-2025, 11:29
Das hast Du so nichht geschrieben. Du hast geschrieben: "Außerdem gibt es genügend seriöse Untersuchungen darüber, die man auf Tagesschau.de nachlesen konnte. Bitter ist nur, das Fachleute, die das vorgesehen hatten, als Verschwörunstheoretiker gebrandmarkt wurden." ;)

Heiligs Blechle - muss du mich mißverstehen wollen?
Ich bezog mich auf einen Artikel vom 25.4.2024. Das war nach Ende der Maßnahmen.

Also: während der Pandemie wurde keine Abweichung bezüglich der Maßnahmen als diskussionswürdig erachtet.
Danach schon !!!

ich hoffe, das ich mich nun verständlich hab machen können.

Kusagras
10-12-2025, 11:32
Vielleicht sollte man lieber darüber diskutieren:

https://web.de/magazine/wissen/psychologie/bericht-angststoerungen-kindern-deutlich-zugenommen-41667890

Daraus kann man ablesen, dass das Phänomen vielschichtig in den Ursachen beschrieben wird. Also nicht nur Corona-bedingt. Das deckt sich auch mit meinen Beobachtungen und Informationen.

Kunoichi Girl
10-12-2025, 11:34
… Letztens waren Fr. Buyx und Hr. Lauterbach bei Lanz. Nur Rechtfertigung, null Selbstkritik oder Einsicht. Bestenfalls als Sprechblase ("Ja sicher, aber..."). Und ja, genau diese Art und Weise treibt die Menschen (teilweise) in die Arme der Radikalen. …


Sorry, frau buyx und herr lauterbach haben mit den radikalen imo überhaupt nichts zu tun.

Takezo
10-12-2025, 11:34
Darauas kann man ablesen, dass das Phänomen vielschichtig in den Ursachen beschrieben wird.

Genau. Und vielschichtig heißt eben, dass auch die Maßnahmen kritikwürdig sind.
Wer sich mal online umschaut, wird niemanden finden, der abstreitet, das die Maßnahmen für die Kinder und die Jugendlichen fatale Auswirkungen hatten.
Mit etwas Phantasie und pädagogischen Sachverstand kann man das übrigens selbst ableiten.

Der Unterschied zwischen der Corona-Pandemie und den darauffolgenden Krisen ist übrigens ganz einfach:
Soziale Isolation in Entwicklungsphasen zwischen Kindergarten, Pubertät und jungem Erwachsenensein, die prägend sind für eine gelungene Sozialisation.


Mal ernsthaft: Hätte ihr Teile eurer Kindheit so verbringen wollen? Und dann noch diese Sprüche à la: Ihr seid sonst verantwortlich für den Tod von Oma und Opa.

FireFlea
10-12-2025, 11:35
Diese Parteien könnten davon nicht profitieren und hätten davon auch nicht profitiert, wenn nicht jede abweichende Anschauung so dermaßen gnadenlos verfolgt worden wäre. Siehe Kimmich, Wotan Wilke Möhring, Streeck. Und man sich nicht solcher semi-faschistoider Terminologien bedient hätte wie z.B. Böhmermann oder Bosetti mit ihrem Blinddarm-Vergleich.

Die Leute sind doch nicht blöd - sie bemerken falsche Politik und den Unterschied zwischen seriöser Abwägung und Propaganda. Aber viele sind halt desillusioniert und / oder trauen sich nicht mehr aus der Deckung, weil sie ja gesehen haben, wie mit Prominenten umgegangen wurde.

Ich bin mir ganz und gar nicht sicher, ob Leute, die jetzt gewissen Parteien hinterherlaufen, den Unterschied zwischen seriöser Abwägung und Propaganda wirklich bemerken...

Und dass gerade ein Streeck, der im Übrigen schon 2020 Morddrohungen von Impfgegnern und Querdenkern erhalten hat, "gnadenlos verfolgt" wurde, sehe ich so auch nicht. Er wurde ja u.a. von Drosten kritisiert, gleichzeitig wurden Studien von ihm aber auch von der Regierung gefördert.

FireFlea
10-12-2025, 11:38
Heiligs Blechle - muss du mich mißverstehen wollen?
Ich bezog mich auf einen Artikel vom 25.4.2024. Das war nach Ende der Maßnahmen.

Also: während der Pandemie wurde keine Abweichung bezüglich der Maßnahmen als diskussionswürdig erachtet.
Danach schon !!!

ich hoffe, das ich mich nun verständlich hab machen können.

Ok, dann sehe ich das aber etwas anders. Denn z.B. das hier:


Genau. Und vielschichtig heißt eben, dass auch die Maßnahmen kritikwürdig sind.
Wer sich mal online umschaut, wird niemanden finden, der abstreitet, das die Maßnahmen für die Kinder und die Jugendlichen fatale Auswirkungen hatten.
Mit etwas Phantasie und pädagogischen Sachverstand kann man das übrigens selbst ableiten.

Wurde auch seinerzeit hier im Forum seitlenlang diskutiert. Ich habe nicht in Erinnerung, dass jeder der behauptet hat dass sich Maßnahmen negativ auf Kids und Jugendliche auswirken könnten, als Querdenker abgestempelt wurde. Nicht allgemein und auch hier nicht.

Takezo
10-12-2025, 11:46
Daraus kann man ablesen, dass das Phänomen vielschichtig in den Ursachen beschrieben wird. Also nicht nur Corona-bedingt. Das deckt sich auch mit meinen Beobachtungen und Informationen.

Das wurde vor der Ukraine-Krise bereits beschrieben; insofern ist es eigentlich nicht so vielschichtig, wie es jetzt gedeutet wird.

https://www.tagesschau.de/investigativ/monitor/corona-gesundheit-jugendliche-kinder-schulschliessungen-pandemie-auswirkungen-100.html

Takezo
10-12-2025, 11:56
Ich habe nicht in Erinnerung, dass jeder der behauptet hat dass sich Maßnahmen negativ auf Kids und Jugendliche auswirken könnten, als Querdenker abgestempelt wurde. Nicht allgemein und auch hier nicht.

Meine Erinnerung war eine andere:
Ich war Heimleiter während Corona. Hatte ständig mit eigenen Mitarbeitern (Impfbefürwortern und -gegnern), mit drei Gesundheitsämtern, einem großen sozialen Träger, der Polizei, dem niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Landesbehörden etc. zu tun. Auch da gab es die Maßnahmen-Hardliner, aber auch z.B. Gesundheitsamtsmitarbeiter, die das alles für maßlos überzogen hielten, mich aber baten, das nicht anderen gegenüber zu erwähnen, weil sie Angst vor beruflichen Nachteilen hatten.

Da spielten sich Teile der Wissenschaft, die Politik und die öffentlich-rechtlichen Medien die Bälle zu und bashten alle anderen weg.
Natürlich ging es dabei - leider - kaum um die Kinder und Jugendlichen.
Aber das gesamte Klima war angstgeprägt und vergiftet. Abweichende Meinungen wurden bekämpft.

Ich will das hier alles garnicht mehr im Detail aufarbeiten. Es waren die miesesten 3 Berufsjahre meines Lebens. Privat hat es Freundschaften gekostet. Übrigens sowohl diejenigen, die alles für richtig hielten, als auch diejenigen, die Querdenker wurden. Ich habe in beiden Lagern Menschen verloren, weil Differenziertheit und offener Gedankenaustausch nicht mehr möglich war.

FireFlea
10-12-2025, 12:11
...
Ich will das hier alles garnicht mehr im Detail aufarbeiten. Es waren die miesesten 3 Berufsjahre meines Lebens. Privat hat es Freundschaften gekostet. Übrigens sowohl diejenigen, die alles für richtig hielten, als auch diejenigen, die Querdenker wurden. Ich habe in beiden Lagern Menschen verloren, weil Differenziertheit und offener Gedankenaustausch nicht mehr möglich war.

Ich hatte 3-4 Leute im Bekanntenkreis, die heftigen Verschwörungsmythen anhingen. Alle nicht blöd - mehrere Akademiker und einer mit Abi. Mit "heftig" meine ich Leute die Dir erzählen, dass man die Bevölkerung totspritzen will, die Politiker nur Plazebo Impfstoffe bekommen und alle anderen Zeug, das Dich kontrollieren soll, die Banken einen enteignen werden und Bill Gates sowieso für alles verantwortlich ist. Nur einen davon würde ich als Freund (nicht im engsten- aber erweiterten Freundeskreis) bezeichnen und wir haben uns bei Treffen im Freundeskreis ein Zeitlimit gesetzt ala wir sprechen jetzt 15 Minuten darüber und dann über andere Themen.

Im engsten Freundeskreis habe ich auch Freunde, die sich nicht haben impfen lassen aus verschiedensten Gründen und das war nie ein Problem für beide Seiten, auch wenn es unterschiedliche Ansichten dazu gab.

Takezo
10-12-2025, 12:19
bei Treffen im Freundeskreis ein Zeitlimit gesetzt ala wir sprechen jetzt 15 Minuten darüber und dann über andere Themen.
Gute Idee


Im engsten Freundeskreis habe ich auch Freunde, die sich nicht haben impfen lassen aus verschiedensten Gründen und das war nie ein Problem für beide Seiten, auch wenn es unterschiedliche Ansichten dazu gab.
Schön, das euch das gelungen ist.

egonolsen
10-12-2025, 12:58
Ich bin mir ganz und gar nicht sicher, ob Leute, die jetzt gewissen Parteien hinterherlaufen, den Unterschied zwischen seriöser Abwägung und Propaganda wirklich bemerken...


Die Maßnahmenpolitik selbst war alles andere als eine "seriöse Abwägung". Die Studien, die zur Maßnahmenbegründung herangezogen wurden, waren fast ausnahmslos Modellrechnungen mit unrealistischen Parametern (die berühmte erste Panikstudie vom Imperial College, die Brockmann-Studie, die Nagel-Priesemann-Studie usw.), und zwar bis zuletzt.
Es wurde eine massive Propaganda gefahren, um die Akzeptanz dieser Maßnahmen in der Bevölkerung zu verankern. Ganze Psychologieinstitute wurden eingebunden.

Dass die andere Seite natürlich auch Propaganda gefahren hat, ist klar. Allerdings ist es für mich deutlich schwerwiegender, wenn jemand mit großer politischer Macht Propagandamittel nutzt, als wenn es eine Opposition ohne nennenswerte politische Macht tut.

Der Fokus auf die Propaganda der Opposition geht daher völlig am Problem vorbei.

Katamaus
10-12-2025, 13:05
Gute Idee
Der Flo kennt aber auch wirklich komische Leute. Ich kenne da nur einen solchen bei uns im Verein und dem hört keiner mehr zu. :D


Schön, das euch das gelungen ist.
War in meinem Umfeld auch (fast) kein Problem. Nur ein oder zwei Fälle, die so radikal drauf waren (eher auf der Maßnahmen-Befürworter-Seite), vor allem aber so borniert und unzugänglich für sachliche Diskussionen, dass ich seitdem schlichtweg keinen Bock mehr habe, mit denen mehr als 3 Takte zu reden.

egonolsen
10-12-2025, 13:13
Der Flo kennt aber auch wirklich komische Leute. Ich kenne da nur einen solchen bei uns im Verein und dem hört keiner mehr zu. :D


War in meinem Umfeld auch (fast) kein Problem. Nur ein oder zwei Fälle, die so radikal drauf waren (eher auf der Maßnahmen-Befürworter-Seite), vor allem aber so borniert und unzugänglich für sachliche Diskussionen, dass ich seitdem schlichtweg keinen Bock mehr habe, mit denen mehr als 3 Takte zu reden.

Ähnlich zu meinen Erfahrungen. Die Radikalität war auf Seiten der Maßnahmenbefürworter definitiv höher. Es gibt sogar eine Studie zu dem Thema.

Was auch wieder bedeutet: Das größere Problem war nicht die radikale Opposition, sondern die radikale gesellschaftliche Mitte, die mit dem Staatsapparat im Rücken mal so richtig die Sau rauslassen konnte.

Kunoichi Girl
10-12-2025, 13:13
Ich hatte 3-4 Leute im Bekanntenkreis, die heftigen Verschwörungsmythen anhingen. Alle nicht blöd - mehrere Akademiker und einer mit Abi. Mit "heftig" meine ich Leute die Dir erzählen, dass man die Bevölkerung totspritzen will, die Politiker nur Plazebo Impfstoffe bekommen und alle anderen Zeug, das Dich kontrollieren soll, die Banken einen enteignen werden und Bill Gates sowieso für alles verantwortlich ist. ...


Das ist doch für viele maßnahmengegner und/oder impfverweigerer typisch?

LahotPeng
10-12-2025, 13:26
Was auch wieder bedeutet: Das größere Problem war nicht die radikale Opposition, sondern die radikale gesellschaftliche Mitte, die mit dem Staatsapparat im Rücken mal so richtig die Sau rauslassen konnte.

Ein radikaler infektiöser Dummbatz war ein Risiko für mehrere hundert Menschen - bspw. in einem Bus oder im Supermarkt.

Es war mitnichten so, als hätten die Vernünftigen mal Lust gehabt eine Projektionsfläche für ihre Aggressionen zu finden.

Das sagen höchstens in ihrem Ego gekränkte renitente Besserwisser, die Corona für eine harmlose Erkältung halten.

Kunoichi Girl
10-12-2025, 13:32
Ein radikaler infektiöser Dummbatz war ein Risiko für mehrere hundert Menschen - bspw. in einem Bus oder im Supermarkt.

Es war mitnichten so, als hätten die Vernünftigen mal Lust gehabt eine Projektionsfläche für ihre Aggressionen zu finden.

Das sagen höchstens in ihrem Ego gekränkte renitente Besserwisser, die Corona für eine harmlose Erkältung halten.


+1,

imo waren die maßnahmenverweigerer deswegen auch eindeutig unsolidarisch.


Hier ist ein artikel zur gefährlichkeit der aktuellen stratus- und nimbusvarianten:

https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/infektionskrankheiten/coronavirus/corona-variante-nimbus-breitet-sich-schnell-aus-1334311.html

Auch sie sollten wohl besser nicht unterschätzt werden (Frankenstein).

egonolsen
10-12-2025, 13:33
Ein radikaler infektiöser Dummbatz war ein Risiko für mehrere hundert Menschen - bspw. in einem Bus oder im Supermarkt.

Es war mitnichten so, als hätten die Vernünftigen mal Lust gehabt eine Projektionsfläche für ihre Aggressionen zu finden.

Das sagen höchstens in ihrem Ego gekränkte renitente Besserwisser, die Corona für eine harmlose Erkältung halten.

Was zu beweisen war ;)

Takezo
10-12-2025, 14:17
Genau diese beiden Beträge zeigen die Unüberwindbarkeit der Gräben auf.
Ich bin eher Team Egonolsen.

kanken
10-12-2025, 14:35
In Deutschland gab es während der COVID-19-Pandemie insgesamt zwei echte Lockdownphasen: den ersten zwischen März und Mai 2020 sowie den zweiten, deutlich schwereren Lockdown ab dem 16. Dezember 2020, der sich in verschiedenen Abstufungen bis ins Frühjahr 2021 hinzog. Danach wurden bundesweit keine Lockdowns mehr verhängt, selbst nicht während der Delta- oder Omikronwellen. Der Grund dafür lag einerseits in der zunehmenden Grundimmunität der Bevölkerung, andererseits in der biologischen Entwicklung des Virus: Mit Auftreten der Omikron-Variante Ende 2021 zeigte SARS-CoV-2 einen klaren „Tropismus-Shift“. Während frühere Varianten wie Alpha und Delta primär die tieferen Atemwege und das Lungengewebe befielen – vermittelt u. a. über TMPRSS2-abhängige Eintrittsmechanismen –, replizierte Omikron überwiegend in den oberen Atemwegen. Dadurch verursachte Omikron zwar extrem hohe Fallzahlen, aber im Durchschnitt deutlich weniger schwere Lungenverläufe und damit eine geringere Belastung der Intensivstationen als frühere Varianten.

Die Daten des DIVI-Intensivregisters zeigen deutlich, wie sich die Situation über die Pandemie hinweg veränderte: In der ersten Welle im Frühjahr 2020 lagen zeitweise über 3.000 COVID-Patienten auf Intensivstationen, die Gesamtauslastung der ITS blieb aber beherrschbar. Der Höhepunkt der gesamten Pandemie wurde im Winter 2020/21 erreicht, als im Januar rund 5.700 COVID-Patienten gleichzeitig intensivpflichtig waren. Deutschland verfügte zu dieser Zeit über rund 26.000–27.000 offiziell gemeldete Intensivbetten, von denen zwischen 20.000 und 22.000 regulär belegt waren. COVID-Patienten machten in den Spitzenphasen bis zu 20 % aller belegten ITS-Betten aus, was vor allem regional zu extremen Belastungen führte. In der dritten Welle (Frühjahr 2021) stiegen die Zahlen erneut auf über 5.000 COVID-ITS-Patienten. Mit Omikron Mitte/Ende 2021 sank die Belastung trotz hoher Infektionszahlen spürbar: Die Spitzenwerte lagen 2022 nur noch bei knapp 2.800 Intensivpatienten, womit die strukturelle Bedrohungslage deutlich rückläufig war.

Die Gesamtsterblichkeit durch COVID-19 lässt sich am besten aus der Todesursachenstatistik von Destatis ableiten, die zwischen „an COVID verstorben“ und „mit COVID verstorben“ unterscheidet. Für 2020 wurden 39.758 Todesfälle mit COVID-19 als eigentlicher Todesursache registriert, 2021 stieg diese Zahl auf 71.331, 2022 lag sie bei etwa 48.000 und 2023 trotz Omikron immer noch bei rund 23.000–25.000 Todesfällen. Damit starben in den Jahren 2020 bis 2023 insgesamt etwa 165.000 bis 180.000 Menschen an COVID-19. Die offiziellen RKI-Zahlen, die alle Todesfälle mit SARS-CoV-2-Nachweis erfassen, liegen etwas höher, sind aber weniger aussagekräftig für die tatsächliche Ursachenverteilung.

Im Vergleich dazu wirkt die durchschnittliche Belastung durch Influenza deutlich geringer. In typischen Grippejahren schätzt das RKI etwa 8.000–12.000 Todesfälle durch Influenza. Besonders schwere Saisons erreichen 20.000 oder mehr Todesopfer, wobei die Saison 2017/2018 mit rund 25.100 geschätzten Todesfällen die schwerste der letzten Jahrzehnte darstellt. Selbst diese extreme Grippewelle wurde jedoch von einem einzigen schweren COVID-Jahr deutlich übertroffen: Allein 2021 starben über 71.000 Menschen an COVID-19 – etwa das Dreifache der starken Grippesaison 2017/18. Über den gesamten Pandemiezeitraum hinweg war COVID somit etwa siebenmal tödlicher als diese historische Ausnahmesaison. Erst im Jahr 2023, mit der stark abgeschwächten Omikron-Variante und einer weitgehend immunisierten Bevölkerung, näherten sich die COVID-Todeszahlen erstmals wieder dem Niveau der schweren Grippewelle 2017/18 an.

Insgesamt zeigt der Verlauf der Pandemie in Deutschland ein klares Bild: Anfangs dominierten schwere Verläufe mit massiver Lungenbeteiligung, die zu hohen Intensivbelastungen und zwei Lockdownphasen führten. Mit zunehmender Immunität, besseren Therapien und der biologischen Veränderung des Virus hin zu einem Infekt der oberen Atemwege nahm die Schwere der Erkrankungen ab. Gleichzeitig bleibt der Vergleich mit Influenza wichtig, da er die Dimensionen greifbarer macht: Während eine normale Grippesaison mehrere tausend Todesfälle verursacht, erreichte COVID-19 über mehrere Jahre hinweg ein Vielfaches dieser Zahlen – sowohl in Bezug auf Sterblichkeit als auch auf Intensivstationsbelastung.


Ich kann verstehen dass sich einzelne bevormundet fühlten als eine Impfpflicht eingeführt wurde (insbesondere wenn man zu nicht vulnerablen Gruppen gehört). Nichts desto trotz ist die Impfung eine Erfolgsgeschichte und die verwendete Technologie wird noch einiges in Zukunft ermögliche.

egonolsen
10-12-2025, 15:04
[...]

Ist ja alles richtig, natürlich hatten wir ein nicht zu unterschätzendes Virus. Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass irgendwelche der Zwangsmaßnahmen gerechtfertigt waren (bis auf den ersten Lockdown, bevor man wusste, womit man es zu tun hatte). Dass unser Gesundheitssystem ohne Lockdowns, 2G und Impfen von Nichtrisikogruppen zusammengebrochen wäre. Hier fehlen bis heute handfeste empirische Beweise. Modellrechnungen reichen nicht. Wir wissen es einfach nicht, ob auch nur eine einzige dieser Zwangsmaßnahmen auf Bevölkerungsebene einen signifikanten Unterschied im Vergleich zu einfachen Empfehlungen ergeben hat. Hier beziehe ich mich ausdrücklich nicht auf die vielen freiwillig durchgeführten Impfungen aus der Kohorte der Risikogruppe, denn das rangiert ja nicht unter Zwangsmaßnahmen. Wenn man etwas nicht weiß, dann immer im Zweifel für den Angeklagten, für die Freiheit.

Wir wären alle lockerer und mit weniger Stress durch die Zeit gegangen, hätte der Staat auf mehr Freiwilligkeit gesetzt. Wir hätten die gesellschaftlichen Gräben minimieren können. Die sogenannten "Kollateralschäden", die vor allem unsere Jüngsten betrafen. Denn bekommen haben wir das Virus am Ende ja eh alle, Maßnahmen hin oder her.

kanken
10-12-2025, 15:23
Nein, auch der zweite Lockdown war nötig, wahrscheinlich hätte man ihn eher beenden können (bzw. den im April gelassen), aber nötig ist er auch gewesen.

Während des zweiten bundesweiten Lockdowns, der im Dezember 2020 begann und bis in das Frühjahr 2021 anhielt, erreichte die intensivmedizinische Belastung in Deutschland ihren höchsten Stand der gesamten Pandemie. Das DIVI-Intensivregister dokumentierte in dieser Phase eine kontinuierlich steigende Zahl von COVID-19-Patientinnen und -Patienten, die auf eine intensivmedizinische Betreuung angewiesen waren. Bereits Ende Dezember 2020 lagen täglich über 4.000 Menschen mit COVID-19 auf deutschen Intensivstationen; der Belastungshöhepunkt wurde schließlich im Januar 2021 erreicht, als mehr als 5.700 COVID-ITS-Patienten gleichzeitig behandelt wurden. Dies stellt den bis dahin höchsten Wert der Pandemie dar und blieb auch in den späteren Wellen (einschließlich Delta und Omikron) unerreicht.

Die Gesamtzahl der verfügbaren Intensivbetten lag in dieser Zeit bei rund 26.000 bis 27.000 Betten, wobei etwa 21.000 bis 22.000 Betten regelmäßig durch Patienten mit anderen akuten Erkrankungen belegt waren. Daraus ergibt sich, dass COVID-19 zeitweise rund 20 % aller verfügbaren intensivmedizinischen Kapazitäten beanspruchte. Diese relative Belastung war bundesweit zwar erheblich, führte aber nicht zu einem flächendeckenden Versagen der Versorgung, da weiterhin freie Betten vorhanden waren. Gleichwohl kam es regional – insbesondere in Ballungsräumen und strukturschwachen Regionen – zeitweise zu Engpässen, die Verlegungen von Patienten notwendig machten.

Die hohe Belegung der Intensivstationen galt als einer der maßgeblichen Gründe für die Verhängung und Aufrechterhaltung des harten Lockdowns ab dem 16. Dezember 2020. Ziel der Maßnahmen war es, die Infektionszahlen zu senken und damit die Zahl schwerer Erkrankungen zu reduzieren, um eine weitere Zuspitzung der intensivmedizinischen Lage zu verhindern.

Man darf nicht vergessen dass „verschiebbare“ Eingriffe abgesagt wurden (was für viele Patienten auch eine Katastrophe war, Tumor, Schmerz etc.).


Die Maßnahmen bei der Alpha-Welle könnte man bestimmt diskutieren (vor allem ob da nicht eine FFP2 Maskenpflicht und Isolation der Gefährdungsgruppen gereicht hätte), vor allem im Hinblickk auf die Schulschließungen.

Katamaus
10-12-2025, 15:49
Meine Frau darf jetzt erst einmal 9000 Euro Corona-Hilfen zurückzahlen. Schließlich hat sie im Lockdown ja noch genug verdient um Miete zahlen zu können. Zahlungen von Strom, Wasser, Gehältern, eigenes Gehalt sowie Sozialversicherung werden selbstverständlich nicht berücksichtigt, denn es waren ja lediglich Liquiditätshilfen. Damit hat man sich zwar damals die Zustimmung der Selbstständigen zum Lockdown erkauft, will aber jetzt nichts mehr davon wissen. Hätte ich sie nicht damals unterstützt und würde das nicht auch heute tun, wäre sie ziemlich sicher pleite. So wie es einem Haufen anderer Solo-Selbstständiger ergangen ist. Aber die hängen sich dann im Zweifelsfall einfach auf und blockieren keine Intensivbetten.

Interessiert heute auch keine Sau mehr. Ich bin da bei Egon: die bürgerliche Mehrheit hat rücksichtslos ihr Ding durchgezogen (warum auch nicht mit viel Freiheit bei 80% vom Lohn oder Home Office und nix zu tun?). Viele so borniert, dass sie nicht einmal gemerkt haben, was sie ihren eigenen Kindern angetan haben. Und jetzt wird entweder verdrängt oder weiter das eigene Narrativ gefüttert.

Gibt es denn nun Studien, die die Folgen sowie den Nutzen mal halbwegs sinnvoll gegenübergestellt haben? So richtig mitbekommen habe ich da nichts. Nur Narrativgefüttere auf beiden Seiten. Ernstgemeinte Frage. Danke!

kanken
10-12-2025, 15:59
Es gab weltweit mindestens 7 Millionen Tote an Covid 19 (einige Schätzungen gehen bis 18 Mio.).

Wenn man das SARS-CoV-2-Virus in die Lebens-, Gesundheits- und Versorgungsbedingungen des Jahres 1918 versetzt, ergibt sich eine deutlich höhere Sterblichkeit, als sie in der COVID-19-Pandemie des 21. Jahrhunderts beobachtet wurde. Die Infektionssterblichkeit (IFR) von COVID-19 lag zu Beginn der Pandemie ohne Impfstoffe und ohne hohe Grundimmunität in vielen Ländern zwischen etwa 0,5 und 1 %. Unter den Bedingungen von 1918 wären jedoch sämtliche modernen Schutzmechanismen entfallen: Es gab keine Intensivmedizin, keine Sauerstoffgabe, keine Beatmungsgeräte, keine Antibiotika zur Behandlung der häufigen bakteriellen Superinfektionen und keinerlei antivirale Therapie. Gleichzeitig herrschten verbreitet Mangelernährung, schlechte Wohnverhältnisse, eine hohe Tuberkuloselast und enorme Truppenbewegungen im Kontext des Ersten Weltkriegs. Epidemiologische Modellannahmen zeigen, dass allein das Fehlen von Sauerstoff- und Beatmungstherapie die Mortalität schwerer COVID-Pneumonien mindestens verdoppelt oder verdreifacht hätte, während bakterielle Zusatzinfektionen die Sterblichkeit noch weiter gesteigert hätten. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren wäre die IFR von COVID-19 unter Bedingungen von 1918 sehr wahrscheinlich auf 1,5–3,0 % angestiegen.

Mit einer damaligen Weltbevölkerung von rund 1,8 Milliarden Menschen und realistischen Durchseuchungsraten von 50–70 %, wie sie auch für die Spanische Grippe angenommen werden, wären somit etwa 20–40 Millionen Todesfälle zu erwarten gewesen. Bei einer niedrigeren Durchseuchung von 40 % hätte die Zahl der Toten vermutlich bei 10–20 Millionen gelegen, bei einer extrem hohen Durchseuchung von 80–90 % wie unter Omikron-ähnlichen Übertragungsbedingungen wären hingegen 30–50 Millionen Todesfälle plausibel. Der wahrscheinlichste Bereich liegt nach heutiger Modelllogik bei etwa 25–35 Millionen Toten weltweit – ein Szenario, das in seiner Größenordnung vergleichbar mit historischen pandemischen Katastrophen gewesen wäre, jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas unterhalb der extremen, auf 50 Millionen oder mehr geschätzten Opferzahlen der Spanischen Grippe geblieben wäre. Letztere traf vor allem junge Erwachsene besonders hart, während COVID-19 – auch 1918 – trotz erhöhter Basismortalität weiterhin ein deutliches Altersgefälle aufgewiesen hätte.

Parallel dazu zeigen die Maßnahmen, die während der Spanischen Grippe tatsächlich ergriffen wurden, bemerkenswerte strukturelle Ähnlichkeiten zu den nicht-pharmazeutischen Interventionen der COVID-19-Pandemie. Obwohl der Begriff „Lockdown“ damals nicht existierte und staatliche Maßnahmen weniger zentral koordiniert waren, kam es regional zu monatelangen Schulschließungen, zur Schließung von Theatern, Kinos, Vergnügungsstätten und Kirchen sowie zu Verboten öffentlicher Veranstaltungen. Zahlreiche US-Städte und europäische Regionen verfügten Versammlungsverbote, reduzierten den öffentlichen Nahverkehr und führten sogar Maskenpflichten ein, etwa in San Francisco. Erkrankte wurden isoliert, Haushalte unter Quarantäne gestellt und Reisebewegungen eingeschränkt, soweit dies unter Kriegsbedingungen überhaupt möglich war. Die Effizienz dieser Maßnahmen zeigte sich besonders im historischen Vergleich zwischen Städten wie St. Louis, die früh schlossen und niedrigere Sterblichkeit aufwiesen, und Städten wie Philadelphia, die spät reagierten und drastische Todeszahlen verzeichneten.

Insgesamt zeigt der historische Vergleich, dass eine COVID-19-Pandemie unter den Bedingungen von 1918 weltweit deutlich katastrophaler ausgefallen wäre, mit wahrscheinlich 20–40 Millionen Toten, eventuell sogar bis zu 50 Millionen unter ungünstigen Annahmen. Gleichzeitig waren die damaligen Maßnahmen funktional erstaunlich ähnlich zu modernen Lockdowns: Schulschließungen, Maskenpflicht, Versammlungsverbote und soziale Distanzierung wurden bereits 1918 angewandt – jedoch ohne den medizinischen und organisatorischen Rahmen, der heute verfügbar ist.

Wir haben es also mit einem Erreger zu tun gehabt, der in der selben Liga spielt wie die spanische Grippe. Sicher sind die Lockdowns für viele Selbstständige eine Katastrophe gewesen, keine Frage. Aber keine Lockdowns wäre eben die noch größere Katastrophe gewesen.

egonolsen
10-12-2025, 16:42
[...]

Naja, gucken wir uns mal die Todesraten an.

Todesrate Spanische Grippe: 20 - 50 Millionen (Gesamtzahl Tote) / 1800 Millionen (Weltbevölkerung 1918) = 0,011 - 0,028

Todesrate Covid-19: 22 Millionen (Gesamtzahl Tote, obere Schranke) / 8100 Millionen (Weltbevölkerung 2023) = 0,0027

Die Spanische Grippe war im Vergleich zu Corona um eine ganze Größenordnung, d.h., Faktor 10 gefährlicher.

Die hygienischen Bedingungen waren, wie du sagst, natürlich damals nicht vergleichbar mit heute. Gleichzeitig waren die Gesellschaften aber auch deutlich jünger, Übergewicht und Diabetes waren im Vergleich zu heute praktisch nicht existent. Die Covid-19-IFR skaliert allerdings dramatisch mit dem Alter und den genannten Risikofaktoren. Das Durchschnittsalter der an Covid-19 Verstorbenen liegt um die 80 Jahre. In Afrika ist z.B. das Schreckensszenario, das Anfang 2020 von Drosten prophezeit wurde, ausgeblieben, was stark dafür spricht, dass Corona unter den damaligen Umständen nicht mit der Spanischen Grippe vergleichbar gewesen wäre.

Man kann also für ein "Hätte, Wäre, Wenn" für jede Richtung Argumente finden. Bleiben wir daher lieber bei den harten Zahlen.

P.S.: Und damit sage ich nicht, dass Corona harmlos ist. Das Ding ist ein Scheißteil. Man muss es aber auch nicht größer machen, als es ist.

Kusagras
10-12-2025, 16:59
... Wenn man etwas nicht weiß, dann immer im Zweifel für den Angeklagten, für die Freiheit....

Im Rahmen einer Infektionswell mit einem Virus, den man SO noch nicht kannte?
Wenn das schief geht möchte ich die gleichen Leute hören, die sonst nach Freiwilligkeit schreien. Erfahrungsgemäß die efsten die dann ausrasten, weil der Staat hat laufen lassen.



Wir wären alle lockerer und mit weniger Stress durch die Zeit gegangen, hätte der Staat auf mehr Freiwilligkeit gesetzt. ....

Wenn ich die Gesellschaft so sehe derzeit, wünschte ich mir teils viel mehr Zwang... .

Kusagras
10-12-2025, 17:19
Zur Bewertung der Maßnahmen:


...

Ist das wirklich notwendig? Diese Frage mag sich manch einer dieser Tage mehr als entnervt stellen. Nun liefert eine neue Studie eine wissenschaftliche Antwort darauf: Ja, ist es. Weil alles andere nicht genug bringt.

Warum niedrige Covid-19-Fallzahlen das gemeinsame Ziel der europäischen Länder sein sollten

Elf Maßnahmen gegen Covid-19

Diese Studie ist im Fachmagazin "Plos ONE" erschienen und wurde von Wissenschaftlern um Anita M. McGahan von der University of Toronto veröffentlicht. Sie untersucht, wie wirksam verschiedene Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind und welchen Einfluss sie auf die Covid-19-Infektions- und Todeszahlen haben. Dafür betrachteten die Forscher Daten von vierzig Regionen, wozu viele einzelne US-Staaten zählen, aber auch Länder wie Mexiko, Schweden oder Südafrika. Auch Deutschland ist mit dabei.

Elf Maßnahmen nahmen die Forscher in ihr Modell auf. Dazu gehören unter anderem Schulschließungen, das Verbot öffentlicher Veranstaltungen, Informationskampagnen, Kontaktverfolgung, Reisebeschränkungen oder Ausgangssperren. Das ist jener Maßnahmenkatalog, mit dem Regierungen weltweit in der ein oder anderen Form versucht haben und versuchen, die Ausbreitung des Coronavirus in den Griff zu bekommen und die Infektionszahlen zu senken. Dazu gab es für jede Maßnahme auch noch einzelne Abstufungen. So gab es beispielsweise bei den Reisebeschränkungen die Einteilungen von "keinerlei Maßnahmen" über "Screenings bei der Einreise" und Quarantäneverordnungen bis hin zu Grenzschließungen.
Einige Maßnahmen fordern höhere soziale Kosten als andere

Darüber hinaus teilten die Forscher diese Maßnahmen bei der Analyse der Ergebnisse in zwei Kategorien auf – in jene, die weniger "soziale Kosten" verursachen, also ein bisschen weniger wehtun als jene, die große Einschränkungen nach sich ziehen. Zur ersten Kategorie zählen dabei Absage von Veranstaltungen mit mehr als hundert Personen, koordinierte Informationskampagnen, sowie Empfehlungen, zu Hause zu bleiben, nicht innerhalb des Landes zu reisen sowie teilweise internationale Reisebeschränkungen. Die zweite Kategorie hält einschneidendere Maßnahmen parat: Schulschließungen, Schließung von Arbeitsstätten, Ausgangsbeschränkungen.

All diese Maßnahmen mit ihren verschiedenen Ausprägungen steckten die Forscher in ein Modell, das auch die Covid-19 Infektions- und Todesfälle enthält. All diese Daten reichen bis Ende November 2020. So konnten sie mithilfe von statistischen Methoden herausfinden, wie gut welche Maßnahme wirkt.
Kern-Maßnahmen alleine reichen meistens im Kampf gegen Corona nicht aus

Wenig überraschend ist, dass es innerhalb der Regionen bei den ergriffenen Maßnahmen sowie bei den Infektions- und Todesfällen große Unterschiede gibt. Die zu ergreifenden Maßnahmen hängen einerseits vom Infektionsgeschehen ab, aber auch davon, wie gut sich die Bevölkerung an die bereits ergriffenen Maßnahmen hält. Denn das ist die zweite Einsicht: Die weniger einschneidenden Corona-Maßnahmen, die von den Forschern als "Kern-Maßnahmen" bezeichnet werden, reichen alleine nicht aus, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen – außer in Regionen, in denen sich die Bevölkerung außerordentlich gut an die Maßnahmen und Empfehlungen hält. Deshalb können diese "soften" Maßnahmen in der Analyse in neunzig Prozent der untersuchten Regionen das Infektionsgeschehen nicht ausreichend eindämmen. Darüber hinaus zeigt die Analyse, dass Corona-Tests und die Kontaktverfolgung nicht so effektiv sind wie andere Maßnahmen.

BR Wissen – Entdecken und Verstehen: Das neue Wissensangebot im BR

Einschneidende Maßnahmen sind erforderlich: Schließung von Arbeitsstätten und Schulen

Es erfordert mindestens eine der härteren Maßnahmen, um die Ausbreitung effektiv einzudämmen. Von diesen hat jede für sich gesehen das Potenzial, den Zuwachs der Covid-19-Infektionen um mehr als zehn Prozent zu senken. Im Modell haben gezielte Schließungen von Arbeitsstätten die größte Auswirkung, gefolgt von allgemeinen Schließungen von Arbeitsstätten, Ausgangsbeschränkungen und gezielten Schulschließungen. Danach kommen allgemeine Schulschließungen und ein Versammlungsverbot von mehr als zehn Personen.
Der Kampf gegen Covid-19 ist "sozial" teuer, aber alles andere hilft nicht genug

So schreiben die Forscher, dass es relativ hohe "soziale Kosten" erfordert, die Steigerung der Covid-19-Infektionszahlen auf null zu senken. Für wen dieses Ergebnis – weniger wissenschaftlich ausgedrückt – nach unserem derzeitigen harten Lockdown riecht, hat Recht: Es sind leider genau diese einschneidenden Maßnahmen, die sich im Modell im Vergleich mit all den anderen Maßnahmen und in über vierzig Regionen weltweit am effektivsten erwiesen haben....




https://www.br.de/nachrichten/wissen/corona-massnahmen-was-wirkt-und-was-nicht,SKeXhFg

Kunoichi Girl
10-12-2025, 17:19
Nein, auch der zweite Lockdown war nötig, ...

+1





... Die Maßnahmen bei der Alpha-Welle könnte man bestimmt diskutieren (vor allem ob da nicht eine FFP2 Maskenpflicht und Isolation der Gefährdungsgruppen gereicht hätte), vor allem im Hinblickk auf die Schulschließungen.

Klar, aber hinterher ist man immer schlauer, vorher gilt aber "vorsicht ist besser als nachsicht.".

Immerhin drohte der zusammenbruch des gesundheitssystems der brd.

Kunoichi Girl
10-12-2025, 17:21
...
Wir wären alle lockerer und mit weniger Stress durch die Zeit gegangen, hätte der Staat auf mehr Freiwilligkeit gesetzt....


Sorry, aber wenn es um den zusammenbruch des gesundheitssystems für die gesamte bevölkerung eines staates geht, bringt lockerheit imo gar nichts.

Kunoichi Girl
10-12-2025, 17:24
...
Ich kann verstehen dass sich einzelne bevormundet fühlten als eine Impfpflicht eingeführt wurde (insbesondere wenn man zu nicht vulnerablen Gruppen gehört). Nichts desto trotz ist die Impfung eine Erfolgsgeschichte und die verwendete Technologie wird noch einiges in Zukunft ermögliche.


+1,

unter den gegebenen umständen war die durchimpfung der bevölkerung aus sicht einer verantwortungsbewussten bundesregierung imo alternativlos (immunisierung).

Takezo
10-12-2025, 17:25
Wenn ich die Gesellschaft so sehe derzeit, wünschte ich mir teils viel mehr Zwang... .

Du verläßt grade den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Sei froh dass dich keiner an eine der Meldestellen verpetzt und morgens die netten Herren mit Helm und Schild vor deinem Bett stehen.

Kunoichi Girl
10-12-2025, 17:27
Meine Frau darf jetzt erst einmal 9000 Euro Corona-Hilfen zurückzahlen. Schließlich hat sie im Lockdown ja noch genug verdient um Miete zahlen zu können. Zahlungen von Strom, Wasser, Gehältern, eigenes Gehalt sowie Sozialversicherung werden selbstverständlich nicht berücksichtigt, denn es waren ja lediglich Liquiditätshilfen. ...


So geht es nicht nur Deiner frau und das nennt sich solidarität.

Viele selbständige konnten durch diese coronahilfen der bundes- und landesregierungen, eine schwierige zeit finanziell überbrücken.

Kunoichi Girl
10-12-2025, 17:31
Naja, gucken wir uns mal die Todesraten an.

Todesrate Spanische Grippe: 20 - 50 Millionen (Gesamtzahl Tote) / 1800 Millionen (Weltbevölkerung 1918) = 0,011 - 0,028

Todesrate Covid-19: 22 Millionen (Gesamtzahl Tote, obere Schranke) / 8100 Millionen (Weltbevölkerung 2023) = 0,0027

Die Spanische Grippe war im Vergleich zu Corona um eine ganze Größenordnung, d.h., Faktor 10 gefährlicher.


Sorry, aber das sind imo nur nachträgliche zahlenspielereien, die an der realität vorbeigehen.





P.S.: Und damit sage ich nicht, dass Corona harmlos ist. Das Ding ist ein Scheißteil. Man muss es aber auch nicht größer machen, als es ist.

Es drohte der zusammenbruch des gesundheitssystems der brd und damit ist imo alles gesagt.

Kunoichi Girl
10-12-2025, 17:33
Im Rahmen einer Infektionswell mit einem Virus, den man SO noch nicht kannte?
Wenn das schief geht möchte ich die gleichen Leute hören, die sonst nach Freiwilligkeit schreien. Erfahrungsgemäß die ersten die dann ausrasten, weil der Staat hat laufen lassen.




+1

Takezo
10-12-2025, 17:34
Zur Bewertung der Maßnahmen:

https://www.br.de/nachrichten/wissen/corona-massnahmen-was-wirkt-und-was-nicht,SKeXhFg

... und genauso gibt es andere Forschungen, die zu anderen Ergebnissen kommen. Wer glaubt das Wissenschaft ideologiefrei ist, glaubt auch das ein Schmetterlingsfalter Schmetterlinge faltet.
By the way: diese Studie wurde auf Grundlage einer Datenerhebung von 2020 erstellt.

Wir haben hier halt das übliche Phänomen: Argumente auf Grundlage der Blase, der man zugeneigt ist.

Kunoichi Girl
10-12-2025, 17:39
Frau dr. merkel hat von ministerpräsident kretschmann die staufermedaille des bundeslandes baden-württemberg erhalten für ihr hervorragendes coronamanagement:

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/verdienste-in-coronapandemie-angela-merkel-bekommt-staufermedaille-100.html


Auch frau dr. merkel ist durchaus für sachliche aufarbeitung, soweit regierungsseits beim kampf gegen corona fehler unterlaufen sein sollten.

Kusagras
10-12-2025, 17:43
Du verläßt grade den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. ....

Entspann dich, es klopft schon keiner bei dir.

Kusagras
10-12-2025, 17:45
... und genauso gibt es andere Forschungen, die zu anderen Ergebnissen kommen. Wer glaubt das Wissenschaft ideologiefrei ist, glaubt auch das ein Schmetterlingsfalter Schmetterlinge faltet.
By the way: diese Studie wurde auf Grundlage einer Datenerhebung von 2020 erstellt.

Wir haben hier halt das übliche Phänomen: Argumente auf Grundlage der Blase, der man zugeneigt ist.

Kannst gerne "deine" ideologiefreien Ergebnisse präsentieren, bin sehr gespannt.

Takezo
10-12-2025, 17:47
Entspann dich, es klopft schon keiner bei dir.

Du verwechselt da was

Takezo
10-12-2025, 17:48
Kannst gerne "deine" ideologiefreien Ergebnisse präsentieren, bin sehr gespannt.

Würde doch eh nichts bringen

kanken
10-12-2025, 17:48
Naja, gucken wir uns mal die Todesraten an.


Berechne es einfach mit einer IFR von 1,5-3%, was damals bei COVID realistisch wäre. Da bist du dann nicht bei Faktor 10 sondern bei 20-45 Mio Toten gegenüber 50 Mio Toten bei der Spanischen Grippe, die wahrscheinlich eine IFR von 2 - 5% hatte.

Die IFR in der Höhe kann man auf Grund verschiedener Daten extrapolieren (Delta in Indien mit Kollaps des Systems, Wuhan am Anfang, der Tatsache das bei der spanischen Grippe ca. 90% an bakteriellen Superinfektionen starben und auch bei COVID bei den Superinfektionen das Fehlen von Antibiose die Sterblichkeit massiv erhöhen würde, insgesamt schwächere Bevölkerung durch TBC etc.).

Man muss die Viren schon in Ihrer jeweiligen Zeit vergleichen und nicht das eine 1918 und das andere 2020.

Kunoichi Girl
10-12-2025, 17:48
...

Wir haben hier halt das übliche Phänomen: Argumente auf Grundlage der Blase, der man zugeneigt ist.


Sorry, aber kanken hat hier imo kompetent, unparteiisch und sachlich die zahlen und fakten (erneut) dargelegt.

Dies hat nichts mit einer blase zu tun, sondern mit medizinischen fachkenntnissen.

Kusagras
10-12-2025, 17:55
Würde doch eh nichts bringen

Jetzt bin ich natürlich überzeugt.

FireFlea
10-12-2025, 17:57
Du verläßt grade den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Sei froh dass dich keiner an eine der Meldestellen verpetzt und morgens die netten Herren mit Helm und Schild vor deinem Bett stehen.

Das ist doch Quatsch. Schau Dir eine fast beliebige politische Debatte an und irgendwo fordert irgendwer mehr Zwang oder staatliche Durchsetzung (besonders beliebt beim Thema Migration und/oder Kriminalität). Man muss dem nicht zustimmen aber dass die Aussage gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung verstoßen soll ist doch Unsinn.


... und genauso gibt es andere Forschungen, die zu anderen Ergebnissen kommen. Wer glaubt das Wissenschaft ideologiefrei ist, glaubt auch das ein Schmetterlingsfalter Schmetterlinge faltet.
By the way: diese Studie wurde auf Grundlage einer Datenerhebung von 2020 erstellt.

Wir haben hier halt das übliche Phänomen: Argumente auf Grundlage der Blase, der man zugeneigt ist.


Kannst gerne "deine" ideologiefreien Ergebnisse präsentieren, bin sehr gespannt.

Sehe das so wie Kusa, es gibt in fast jeder wissenschaftlichen Debatte eine Mehrheits- oder Mindermeinung (das liegt in der Natur der Sache) aber auf irgendeiner Grundlage müssen halt Entscheidungen getroffen werden, denn sonst wird jedwede wissenschaftliche Erkenntnis (und politische Entscheidung) beliebig und es macht jeder, was er will.

Man kann über die Ausprägungen der Maßahmen streiten aber im Großen und Ganzen waren Masken, Lockdowns und Impfen keine Erfindung der deutschen Politik oder Wissenschaft, sondern in mit uns vergleichbaren Ländern weltweit überwiegend das Mittel der Wahl. Und Leute vom Fach wie kanken die ich kenne, sehen es recht ähnlich.

Allerdings würde ich jetzt auch nicht mehr mit Links von 2020 argumentieren, die hier vermutlich schon 20x gepostet wurden, da kommt nix Neues mehr. Die Beiträge von kanken finde ich sehr zielführend und sachlich.

Kusagras
10-12-2025, 18:25
Das ist doch Quatsch. Schau Dir eine fast beliebige politische Debatte an und irgendwo fordert irgendwer mehr Zwang oder staatliche Durchsetzung (besonders beliebt beim Thema Migration und/oder Kriminalität). Man muss dem nicht zustimmen aber dass die Aussage gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung verstoßen soll ist doch Unsinn.





Sehe das so wie Kusa, es gibt in fast jeder wissenschaftlichen Debatte eine Mehrheits- oder Mindermeinung (das liegt in der Natur der Sache) aber auf irgendeiner Grundlage müssen halt Entscheidungen getroffen werden, denn sonst wird jedwede wissenschaftliche Erkenntnis (und politische Entscheidung) beliebig und es macht jeder, was er will.

Man kann über die Ausprägungen der Maßahmen streiten aber im Großen und Ganzen waren Masken, Lockdowns und Impfen keine Erfindung der deutschen Politik oder Wissenschaft, sondern in mit uns vergleichbaren Ländern weltweit überwiegend das Mittel der Wahl. Und Leute vom Fach wie kanken die ich kenne, sehen es recht ähnlich.

Allerdings würde ich jetzt auch nicht mehr mit Links von 2020 argumentieren, die hier vermutlich schon 20x gepostet wurden, da kommt nix Neues mehr. Die Beiträge von kanken finde ich sehr zielführend und sachlich.



OK, es gibt auch Neueres, aber der Tenor ist meiner Lesart ähnlich:


...Inferring the effectiveness of government interventions against COVID-19

RESULTS
While exact intervention effectiveness estimates varied with modeling assumptions, broader trends in the results were highly consistent across experimental conditions. To describe these trends, we categorized intervention effect sizes as small, moderate, or large, corresponding to posterior median reductions in the reproduction number R of <17.5%, between 17.5 and 35%, and >35%, respectively. Across all experimental conditions, all interventions could robustly be placed in one or two of these categories. Closing both schools and universities was consistently highly effective at reducing transmission at the advent of the pandemic. Banning gatherings was effective, with a large effect size for limiting gatherings to 10 people or less, a moderate-to-large effect for 100 people or less, and a small-to-moderate effect for 1000 people or less. Targeted closures of face-to-face businesses with a high risk of infection, such as restaurants, bars, and nightclubs, had a small-to-moderate effect. Closing most nonessential businesses delivering personal services was only somewhat more effective (moderate effect). When these interventions were already in place, issuing a stay-at-home order had only a small additional effect. These results indicate that, by using effective interventions, some countries could control the epidemic while avoiding stay-at-home orders....

https://www.science.org/doi/10.1126/science.abd9338

Kam dazu über:

https://www.zeit.de/gesundheit/2023-07/corona-massnahmen-wirksamkeit-rki-studie

Daraus nur kurz zwei Aspekte zitiert:



...Berit Lange selbst hat mit Kolleginnen und Kollegen anhand einer genauen Nachverfolgung von Infektionsketten analysiert, wie sich Maßnahmen an Schulen auf das Infektionsgeschehen in der Gesamtbevölkerung ausgewirkt haben (Plos Medicine: Heinsohn et al., 2022). Dabei zeigt sich, wie unterschiedlich der Beitrag der Schulen für das Infektionsgeschehen über die verschiedenen Phasen der Pandemie war. So könnten je nach Zeitraum zwischen 2 und 20 Prozent der Infektionen in der Bevölkerung auf Ansteckungen in Schulen zurückgeführt werden, zu Beginn der Omikronwelle spielten sie eine besonders große Rolle in der Ausbreitung des Virus.
(...)
So wirklich zufrieden ist also wohl kaum ein Experte mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Pandemie. Sie wird ganz offensichtlich stiefmütterlich behandelt. Das perfekte Beispiel dafür fand schon vor einem Jahr der Public Health-Experte Ansgar Gerhardus von der Uni Bremen: 99 Prozent der rund 4.000 Studien, die man in der Covid-Evidenz-Datenbank finde, sagte Gerhardus im Juni 2022, untersuchten den Nutzen von Medikamenten oder Impfstoffen. Nur ein Prozent habe analysiert, wie Masken oder Kontaktbeschränkungen wirkten. ...

Die Sache ist halt kompliziert, die Aufarbeitung nicht perfekt. Man kann schon das ein oder andere bestätigen, aber es bleiben auch viele Fragen offen. Ich denke so ein Vorgang ist einfach nicht so leicht aufzulösen, wenn man Leute nicht als Versuchskaninchen missbrauchen udn gefährden will.

Kunoichi Girl
10-12-2025, 18:27
... Die Beiträge von kanken finde ich sehr zielführend und sachlich.


+1

Katamaus
10-12-2025, 22:48
99 Prozent der rund 4.000 Studien, die man in der Covid-Evidenz-Datenbank finde, sagte Gerhardus im Juni 2022, untersuchten den Nutzen von Medikamenten oder Impfstoffen. Nur ein Prozent habe analysiert, wie Masken oder Kontaktbeschränkungen wirkten. ...

Genau das ist doch das Problem um das es geht. Vor allem, wenn man sich dann noch überlegt, wieviele Studien von diesem einen Prozent versuchen, den Nutzen den psychischen, sozialen und wirtschaftlichen Kosten gegenüberzustellen.

egonolsen
11-12-2025, 19:59
Berechne es einfach mit einer IFR von 1,5-3%, was damals bei COVID realistisch wäre. Da bist du dann nicht bei Faktor 10 sondern bei 20-45 Mio Toten gegenüber 50 Mio Toten bei der Spanischen Grippe, die wahrscheinlich eine IFR von 2 - 5% hatte.

Die IFR in der Höhe kann man auf Grund verschiedener Daten extrapolieren (Delta in Indien mit Kollaps des Systems, Wuhan am Anfang, der Tatsache das bei der spanischen Grippe ca. 90% an bakteriellen Superinfektionen starben und auch bei COVID bei den Superinfektionen das Fehlen von Antibiose die Sterblichkeit massiv erhöhen würde, insgesamt schwächere Bevölkerung durch TBC etc.).


Woher nimmst du die 1,5–3 %? Die global gemittelte IFR war damals eher 0,15 %: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/eci.13554. (Zeitraum der Studie: Beginn des Ausbruchs bis maximal Januar 2021, als das Virus noch am tödlichsten war.)

Also eine Größenordnung unter deinen Zahlen.



Man muss die Viren schon in Ihrer jeweiligen Zeit vergleichen und nicht das eine 1918 und das andere 2020.

Kommt darauf an, was man vergleichen möchte. Zudem ist es keine einfache Frage, wie genau man gleiche Ausgangsbedingungen mit den vorhandenen Daten schaffen will. Du musst du zuallererst eine altersabhängige IFR aufstellen, denn eine einfache gemittelte IFR ist schonmal kein guter Vergleich, da die IFR dramatisch mit dem Alter skaliert und die Bevölkerungszusammensetzung von heute nicht mit der von damals vergleichbar ist. Deine angegebene IFR gilt z.B. niemals für Menschen unter 40, während Menschen über 80 zweistellige IFR aufweisen. Dann die IFR bezüglich aller bekannten Risikofaktoren aufstellen. Dann eine totale IFR gewichtet mit der jeweiligen Bevölkerungszusammensetzung von 1918 und 2020 ausrechnen. Erst dann können wir überhaupt anfangen, zu vergleichen. Und den Zeitfaktor nicht vergessen. Man kann ja, wenn man die Todeszahlen über die gesamte Pandemie unter damaligen Bedingungen ausrechnen möchte, nicht über die vollen drei Jahre mit der Wuhan-Strain-IFR rechnen. Usw. usf. Wäre eigentlich mal eine schöne Studie.

Ich bin, Stand jetzt, nicht überzeugt.

Kunoichi Girl
11-12-2025, 20:12
...

Wenn wir bei Pi mal Daumen bleiben, dann erstmal bei den nackten Zahlen.


Sorry, aber kankens zahlen sind eindeutig.

kanken
11-12-2025, 20:52
Woher nimmst du die 1,5–3 %? Die global gemittelte IFR war damals eher 0,15 %: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/eci.13554. (Zeitraum der Studie: Beginn des Ausbruchs bis maximal Januar 2021, als das Virus noch am tödlichsten war.)

Also eine Größenordnung unter deinen Zahlen.


Noch einmal: Das ist die angenommene IFR für SARS-CoV-2 wenn es 1918, also zur Zeit der Spanischen Grippe, ausgebrochen wäre.

Um beide Viren zu vergleichen muss man sie zur gleichen Zeit betrachten. Wie ich oben schrieb ist das die anzunehmende IFR. Auch 1918 gab es ältere Menschen (und vor allem im Schnitt geschwächte Menschen)

Andersrum könnte man auch die Spanische Grippe heutzutage betrachten, da hätte sie wahrscheinlich eine IFR von 0,5-1%.

Es ist also legitim zu sagen dass COVID in der gleichen Liga spielt wie die Spanische Grippe.

Katamaus
11-12-2025, 20:58
Berechne es einfach mit einer IFR von 1,5-3%, was damals bei COVID realistisch wäre.

Darauf kommst Du wie? Da die Bevölkerung eher jünger war und Covid eher für Ältere gefährlich hätte ich da gewisse Zweifel. Du musst es auch auf vergleichbare Grundgesamtheiten beziehen, sonst ist es Cherry Picking.

kanken
11-12-2025, 21:01
Hier die COVID IFR Prä-Impfung über das Alter.

0–9 Jahre
0,0001–0,001 %

10–19 Jahre
0,001–0,003 %

20–29 Jahre
0,01 %

30–39 Jahre
0,03 %

40–49 Jahre
0,1 %

50–59 Jahre
0,4–0,6 %

60–69 Jahre
1,0–1,5 %

70–79 Jahre
4–8 %

≥ 80 Jahre
10–20 %

Im Durchschnitt ca. 0,68%

COVID-19 hatte eine moderate Gesamt-IFR, die jedoch eine extreme Altersgradienten-Struktur aufweist. Der Großteil der Mortalität entfiel auf ältere Menschen, während für nicht-vulnerable Gruppen unter 40 Jahren das individuelle Sterberisiko sehr niedrig war. Die hohe absolute Todeszahl ergibt sich primär aus der breiten Durchseuchung einer alternden Weltbevölkerung.

kanken
11-12-2025, 21:03
Darauf kommst Du wie? Da die Bevölkerung eher jünger war und Covid eher für Ältere gefährlich hätte ich da gewisse Zweifel. Du musst es auch auf vergleichbare Grundgesamtheiten beziehen, sonst ist es Cherry Picking.

Wie gesagt, das ist der Wert, den man allgemein annimmt, wenn man die Daten aus Wuhan, Indien etc. einbezieht.

Auch 1918 wären ältere und schwächere gestorben, davon gab es da aber auch genug…

egonolsen
11-12-2025, 21:12
Noch einmal: Das ist die angenommene IFR für SARS-CoV-2 wenn es 1918, also zur Zeit der Spanischen Grippe, ausgebrochen wäre.


Wie berechnet? Worauf bezogen? Das ist doch mein Punkt.



Um beide Viren zu vergleichen muss man sie zur gleichen Zeit betrachten. Wie ich oben schrieb ist das die anzunehmende IFR. Auch 1918 gab es ältere Menschen (und vor allem im Schnitt geschwächte Menschen)


Sicher gab es ältere Menschen, aber doch zu völlig anderen Anteilen.
Schauen wir uns das mal an.

Bevölkerungspyramide von damals (https://rozenbergquarterly.com/wie-wird-sich-die-bevolkerung-des-deutschen-reiches-langfristig-nach-dem-erstem-weltkrieg-entwickeln/): https://rozenbergquarterly.com/wp-content/uploads/2013/02/FlFig9.1.jpg

Bevölkerungspyramide von heute (https://www.demografie-portal.de/DE/Fakten/bevoelkerung-altersstruktur.html): https://www.demografie-portal.de/DE/Fakten/Bilder/bevoelkerung-altersstruktur-aktuell.png?__blob=normal&v=1

So lange die jeweiligen IFR nicht mindestens altersbereinigt sind, taugt ein Vergleich schonmal nichts.

Im Übrigen entspricht die Bevölkerungspyramide Deutschlands von damals eher der globalen Pyramide als der Pyramide Deutschlands von heute: https://images.populationpyramid.net/capture/?selector=%23pyramid-share-container&url=https%3A%2F%2Fwww.populationpyramid.net%2Fde%2 Fwelt%2F2024%2F%3Fshare%3Dtrue

Und die globale IFR liegt eher bei 0,15 % und nicht bei 1,5 % (https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/eci.13554).



Andersrum könnte man auch die Spanische Grippe heutzutage betrachten, da hätte sie wahrscheinlich eine IFR von 0,5-1%.


Weiß ich nicht. Gibt es seriöse Arbeiten, die so einen Vergleich anstellen?



Es ist also legitim zu sagen dass COVID in der gleichen Liga spielt wie die Spanische Grippe.

Ich bin, wie erläutert, nicht überzeugt.

egonolsen
11-12-2025, 21:24
COVID-19 hatte eine moderate Gesamt-IFR, die jedoch eine extreme Altersgradienten-Struktur aufweist.


Exakt. Und genau diese Eigenschaft hätte den Gesamtschaden damals im Vergleich zu heute stark reduziert. Andere Bedingungen wie Hygiene etc. können natürlich wieder verstärkend wirken.
Man kann daher nicht so einfach sagen, dass Corona damals genauso schlimm wie die Spanische Grippe gewesen wäre.

Kunoichi Girl
11-12-2025, 21:26

Man kann daher nicht so einfach sagen, dass Corona damals genauso schlimm wie die Spanische Grippe gewesen wäre.


Sorry, aber fachleute können das imo sehr wohl sehr genau abschätzen.

kanken
11-12-2025, 22:08
Ich bin, wie erläutert, nicht überzeugt.

Du kannst es ja mal, so wie ich, mit Epidemiologen besprechen. Für die ist die angenommene IFR plausibel, ich kann es auch nachvollziehen, wenn du es nicht kannst, dann bitte…

egonolsen
12-12-2025, 17:41
Du kannst es ja mal, so wie ich, mit Epidemiologen besprechen. Für die ist die angenommene IFR plausibel, ich kann es auch nachvollziehen, wenn du es nicht kannst, dann bitte…

Haben die dazu etwas veröffentlicht?

Kusagras
15-12-2025, 20:46
Mal ein Vergleich aus der Schweiz.

Die Spanische Grippe solle etwa 24.000 Tote verursacht haben, SarS CoV2 15.000 bis 20.000 (gibt verschiedene Angaben):

https://www.srf.ch/news/schweiz/spanische-grippe-und-covid-19-die-auffaelligen-parallelen-zwischen-den-pandemien

https://www.srf.ch/news/schweiz/aufarbeitung-der-pandemie-zahlen-der-corona-toten-in-der-schweiz-sind-widerspruechlich

Das Schweizer Gesundheitssystem gilt als eines der besten und teuersten, zudem ist die Schweiz mit das wohlständigste Land. Dafür haben die recht hohe Todeszahlen im Vergleich zu damals. Wenn auch damals die Bevölkerung halb so groß war.

Kusagras
17-12-2025, 15:14
Aufnahmen von gefärbtem Grippevirus der in Zelle eindringt:

https://www.bild.de/leben-wissen/medizin/deutschland-ist-krank-so-sieht-es-aus-wenn-ein-grippevirus-eine-zelle-befaellt-6942603f3e25dcaf036ad976

egonolsen
20-12-2025, 09:42
Haben die dazu etwas veröffentlicht?

Ich habe mal Google Scholar angeworfen. Es ist nicht gerade ergiebig, die allermeisten Paper sind nur irgendwelches Gelaber.

Mal ein paar Beispiele:

Statement "Their outbreak pattern lead to hypothesize a similar duration and death burden in absence of effective vaccines or innovative treatments for COVID-19.", aber im Paper nur Gelaber: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8639108/.

Auch hier wird nur gelabert, d.h., "spekuliert": https://www.mdpi.com/2076-0817/12/7/868.

Hier gibt es mal eine konkrete Rechnung: https://www.mdpi.com/1660-4601/21/3/261.
Daraus: "Hospital admissions and deaths from the Spanish Flu in 1919 were more than 30 times higher than those for COVID-19 in 2020."
Hier wurde Sydney 1919 mit Melbourne 2020 verglichen. Wir sehen die berühmte "Größenordnung", aber es ist natürlich nur ein Vergleich der harten Zahlen ohne Trickserei.

An anderen Stellen der Erde gibt es aber auch andere Bilder, siehe den Beitrag #29901 von Kusagras oder diese Publikation: https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2769236.
Daraus: "[...] 1918 H1N1 influenza outbreak in New York City [...] incident rate of 287.17 deaths per 100 000 person-months [...] early period of the COVID-19 outbreak in New York City [...] incident rate of 202.08 deaths per 100 000 person-months [...]"
Beide Zahlen beziehen sich auf die All-Cause-Mortality im angegebenen Zeitraum. Das sind schon sehr ähnliche nackte Zahlen.

Hier ist eine Rechnung für die Niederlande: https://academic.oup.com/jid/article/230/1/38/7603956?login=false.
Sie kommen zu dem Schluss: "Thus, taking the population differences into account, the Spanish flu would have been deadlier than COVID-19."

Einen weltweiten Vergleich mit umfassender Standardisierung – die vorgestellten Paper arbeiten ja auch alle nur mit den nackten Zahlen – habe ich vergeblich gesucht. Ich habe natürlich auch keine Stunden an Recherchezeit investiert. D.h., wenn so etwas existiert, immer her damit.

Ich denke allerdings, Stand heute, dass so ein Vergleich eben nicht so einfach ist und Aussagen zwischen Tür und Angel auch von Experten erstmal im Bereich der Spekulation anzusiedeln sind.

P.S.: Hat nicht direkt etwas mit dem Vergleich zu tun, aber ich bin dabei auf das hier gestoßen, was ich ganz interessant fand: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34570724/.
Daraus: "The COVID-19 mortality of the "older" centenarians is significantly lower than that of "younger" centenarians, and this difference between the two groups reaches a maximum on August 1, 1918 as the discriminating cut-off date of birth. Having excluded the plausible impact of the end of WWI it becomes clear that this date corresponds to the time of reporting the first victims of the Spanish flu pandemic in Belgium."

Kusagras
20-12-2025, 11:48
Ich habe mal Google Scholar angeworfen. Es ist nicht gerade ergiebig, die allermeisten Paper sind nur irgendwelches Gelaber.

Mal ein paar Beispiele:

Statement "Their outbreak pattern lead to hypothesize a similar duration and death burden in absence of effective vaccines or innovative treatments for COVID-19.", aber im Paper nur Gelaber: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8639108/.

Auch hier wird nur gelabert, d.h., "spekuliert": https://www.mdpi.com/2076-0817/12/7/868.

Hier gibt es mal eine konkrete Rechnung: https://www.mdpi.com/1660-4601/21/3/261.
Daraus: "Hospital admissions and deaths from the Spanish Flu in 1919 were more than 30 times higher than those for COVID-19 in 2020."
Hier wurde Sydney 1919 mit Melbourne 2020 verglichen. Wir sehen die berühmte "Größenordnung", aber es ist natürlich nur ein Vergleich der harten Zahlen ohne Trickserei.

An anderen Stellen der Erde gibt es aber auch andere Bilder, siehe den Beitrag #29901 von Kusagras oder diese Publikation: https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2769236.
Daraus: "[...] 1918 H1N1 influenza outbreak in New York City [...] incident rate of 287.17 deaths per 100 000 person-months [...] early period of the COVID-19 outbreak in New York City [...] incident rate of 202.08 deaths per 100 000 person-months [...]"
Beide Zahlen beziehen sich auf die All-Cause-Mortality im angegebenen Zeitraum. Das sind schon sehr ähnliche nackte Zahlen.

Hier ist eine Rechnung für die Niederlande: https://academic.oup.com/jid/article/230/1/38/7603956?login=false.
Sie kommen zu dem Schluss: "Thus, taking the population differences into account, the Spanish flu would have been deadlier than COVID-19."

Einen weltweiten Vergleich mit umfassender Standardisierung – die vorgestellten Paper arbeiten ja auch alle nur mit den nackten Zahlen – habe ich vergeblich gesucht. Ich habe natürlich auch keine Stunden an Recherchezeit investiert. D.h., wenn so etwas existiert, immer her damit.

Ich denke allerdings, Stand heute, dass so ein Vergleich eben nicht so einfach ist und Aussagen zwischen Tür und Angel auch von Experten erstmal im Bereich der Spekulation anzusiedeln sind.

P.S.: Hat nicht direkt etwas mit dem Vergleich zu tun, aber ich bin dabei auf das hier gestoßen, was ich ganz interessant fand: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34570724/.
Daraus: "The COVID-19 mortality of the "older" centenarians is significantly lower than that of "younger" centenarians, and this difference between the two groups reaches a maximum on August 1, 1918 as the discriminating cut-off date of birth. Having excluded the plausible impact of the end of WWI it becomes clear that this date corresponds to the time of reporting the first victims of the Spanish flu pandemic in Belgium."

Wichtig auch dieser Part im verlinkten Text https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2769236


...It is unknown how many deaths due to SARS-CoV-2 infection have been prevented because of modern interventions not widely available a century ago, including standard resuscitation, supplemental oxygen, mechanical ventilation, kidney replacement therapy, and extracorporeal membrane oxygenation. If insufficiently treated, SARS-CoV-2 infection may have comparable or greater mortality than 1918 H1N1 influenza virus infection....

Das ist der Punkt: Lebensumstände und Gesundheitstechnologie und Administration dürften damals deutlich schlechter gewesen sein. Anders ausgedrückt: mit dem Zustand von 1918 hätten wir mit Corona viel mehr Opfer.

egonolsen
21-12-2025, 11:46
Wichtig auch dieser Part im verlinkten Text https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2769236



Das ist der Punkt: Lebensumstände und Gesundheitstechnologie und Administration dürften damals deutlich schlechter gewesen sein. Anders ausgedrückt: mit dem Zustand von 1918 hätten wir mit Corona viel mehr Opfer.

Klar, eingeschränkte Gesundheitsversorgung und eine schlechte wirtschaftliche Situation der Bevölkerung sind mit Überschusstodesfällen korreliert: https://www.thelancet.com/journals/lanepe/article/PIIS2666-7762(24)00163-7/fulltext.

Daraus: "The percentage of the population living below the poverty line and the Gini index were significantly associated with an increased excess death rate, with p-values for the linear and quadratic terms being 0.003 and 0.003 for the Gini index, and 0.024 and 0.017 for the population living below the poverty line. Conversely, gross domestic product per capita (p-values for the linear and quadratic terms: <0.001, 0.003), health expenditure (0.001, 0.273) and the percentage of people fully vaccinated by the end of 2021 (<0.001, 0.989) or 2022 (0.001, 0.890) were inversely associated with excess death rate."

Auch Impfungen haben eine Wirkung. Aber da das Durchschnittsalter der an Corona Verstorbenen bei um die 80 Jahre lag, bedeutet das, dass eine deutlich jüngere Bevölkerung aus dem Jahre 1918 (siehe die schön großen Bevölkerungspyramiden in einem meiner obigen Beiträge) von sich aus schon deutlich robuster gegenüber Corona ist. Es gibt in so einem Vergleich also verschiedene gegenläufige Faktoren, sodass man diese Frage, ob Corona damals genauso gefährlich wie die Spanische Grippe gewesen wäre, nicht einfach an einem Stammtisch klären kann. In Afrika ist ja z.B. auch die von Drosten Anfang 2020 prophezeite Katastrophe ausgeblieben.

Übrigens, in dem hier verlinkten Paper steht auch: "No significant association was observed with population density and stringency index."

So viel also zu der ach so sicheren Wirkung von Lockdowns, Schulschließungen, Maskenpflichten auf Bevölkerungsebene, 2G und Co.

Kusagras
21-12-2025, 13:12
...

So viel also zu der ach so sicheren Wirkung von Lockdowns, Schulschließungen, Maskenpflichten auf Bevölkerungsebene, 2G und Co.

Also das geht aus dem Text nicht für mich hervor, dass das sinnlos war. War es nicht so über die Texte der span. Grippe, dass dort spätere Maßmnahmen zu höhren Todesraten führten?

egonolsen
21-12-2025, 15:29
Also das geht aus dem Text nicht für mich hervor, dass das sinnlos war. War es nicht so über die Texte der span. Grippe, dass dort spätere Maßmnahmen zu höhren Todesraten führten?

Dann übersetze ich das mal.

Englisch (Original): "No significant association was observed with population density and stringency index."
Deutsch (Übersetzung): "Kein signifikanter (proportionaler oder antiproportionaler, Anm. d. Übers.) Zusammenhang (zwischen Überschuss-Todesfällen, Anm. d. Übers.) mit Bevölkerungsdichte und Maßnahmenstärkekennzahl wurde beobachtet."

Stringency Index war/ist ein Maß für die Strenge der nichtpharmazeutischen Interventionen, d.h., Lockdowns und Co.: https://ourworldindata.org/metrics-explained-covid19-stringency-index.

Hoffe jetzt, dass das verständlich war.

FireFlea
21-12-2025, 16:37
So viel also zu der ach so sicheren Wirkung von Lockdowns, Schulschließungen, Maskenpflichten auf Bevölkerungsebene, 2G und Co.


Dann übersetze ich das mal.

Englisch (Original): "No significant association was observed with population density and stringency index."
Deutsch (Übersetzung): "Kein signifikanter (proportionaler oder antiproportionaler, Anm. d. Übers.) Zusammenhang (zwischen Überschuss-Todesfällen, Anm. d. Übers.) mit Bevölkerungsdichte und Maßnahmenstärkekennzahl wurde beobachtet."

Stringency Index war/ist ein Maß für die Strenge der nichtpharmazeutischen Interventionen, d.h., Lockdowns und Co.: https://ourworldindata.org/metrics-explained-covid19-stringency-index.

Hoffe jetzt, dass das verständlich war.

Einen Absatz weiter oben in der von Dir verlinkten Studie schreiben sie das:

In managing the COVID-19 pandemic, European countries implemented varying strategies, each tailored to their available resources and the spatio-temporal spread of SARS-CoV-2 within the country. During the initial months of the pandemic in Europe in early Spring 2020, there was relatively uniform enforcement of stringent non-pharmaceutical measures across all European countries. These measures included restrictions of internal movements and gatherings, physical distancing, remote working and mandating mask-wearing, all aimed at containing the spread and impact of the virus. The Northern/Eastern areas, where the extensive spread of COVID-19 started later, highly benefited from the timely implementation of these public health measures. Conversely, countries that experienced the earliest circulation of COVID-19 (e.g., Italy and Spain) had to face medical equipment shortages, including protective masks, intensive care hospital beds and respiratory ventilators, as well as a lack of safety protocols for infectious disease control, resulting in the highest number of causalities. Consistently, during this initial phase of the pandemic, the mortality excesses in Southern and Western countries ranged from 30 to 40%, while they were smaller in Eastern and Northern Europe, apart from Sweden. In Sweden, the excess mortality registered in the country has been attributed to the less intense government restrictions implemented at the beginning of the outbreak.

Also sie schreiben wörtlich, dass die Länder in Nord- und Osteuropa, die die Maßnahmen rechtzeitig eingeführt haben, davon hoch-profitiert haben. Während in Ländern in Süd- und West Europa, die zuerst von Covid betroffen wurden und die verschiedenen Mangel an Masken, Intrnsivbetten und Beatmungsgeräten und auch unzureichende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hatten und Schweden, das laxere Maßnahmen hatte, eine höhere Übersterblichkeit festgestelt wurde. Passt nicht so wirklich zu Deiner Interpretation.

Übrigens ist als Kurz-Fazit der Studie Folgendes zu lesen:

The observed geographic disparities in total mortality excess across Europe can be related to differences in socioeconomic contexts, as well as to suboptimal vaccine uptakes in some countries. ;)

egonolsen
21-12-2025, 17:00
Einen Absatz weiter oben in der von Dir verlinkten Studie schreiben sie das:

In managing the COVID-19 pandemic, European countries implemented varying strategies, each tailored to their available resources and the spatio-temporal spread of SARS-CoV-2 within the country. During the initial months of the pandemic in Europe in early Spring 2020, there was relatively uniform enforcement of stringent non-pharmaceutical measures across all European countries. These measures included restrictions of internal movements and gatherings, physical distancing, remote working and mandating mask-wearing, all aimed at containing the spread and impact of the virus. The Northern/Eastern areas, where the extensive spread of COVID-19 started later, highly benefited from the timely implementation of these public health measures. Conversely, countries that experienced the earliest circulation of COVID-19 (e.g., Italy and Spain) had to face medical equipment shortages, including protective masks, intensive care hospital beds and respiratory ventilators, as well as a lack of safety protocols for infectious disease control, resulting in the highest number of causalities. Consistently, during this initial phase of the pandemic, the mortality excesses in Southern and Western countries ranged from 30 to 40%, while they were smaller in Eastern and Northern Europe, apart from Sweden. In Sweden, the excess mortality registered in the country has been attributed to the less intense government restrictions implemented at the beginning of the outbreak.

Also sie schreiben wörtlich, dass die Länder in Nord- und Osteuropa, die die Maßnahmen rechtzeitig eingeführt haben, davon hoch-profitiert haben. Während in Ländern in Süd- und West Europa, die zuerst von Covid betroffen wurden und die verschiedenen Mangel an Masken, Intrnsivbetten und Beatmungsgeräten und auch unzureichende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hatten und Schweden, das laxere Maßnahmen hatte, eine höhere Übersterblichkeit festgestelt wurde. Passt nicht so wirklich zu Deiner Interpretation.



Meine Interpretation? Machst du Witze? Das ist ein zentrales Ergebnis aus dem Abstract.
Etwas weiter in ihrer Diskussion schreiben sie das: "Interestingly, our analysis failed to identify a significant relationship between the stringency of non-pharmaceutical interventions implemented by European countries and excess mortality."
D.h., das, was du zitierst, hat nichts mit den konkreten Ergebnissen aus ihrer Analyse zu tun, sondern ist einfach nur ein "in einen Kontext Setzen", ergo Gelaber.



Übrigens ist als Kurz-Fazit der Studie Folgendes zu lesen:

The observed geographic disparities in total mortality excess across Europe can be related to differences in socioeconomic contexts, as well as to suboptimal vaccine uptakes in some countries. ;)

Klar, habe ich schon selbst weiter oben geschrieben:


Klar, eingeschränkte Gesundheitsversorgung und eine schlechte wirtschaftliche Situation der Bevölkerung sind mit Überschusstodesfällen korreliert [...]

Auch Impfungen haben eine Wirkung.

Nur halt nicht die Maßnahmenstärke, weder positiv, noch negativ ;)

Was in meinen Augen bedeutet, sollte, Betonung, sollte es einen signifikanten Effekt der NPIs auf das Infektionsgeschehen selbst geben, dann wird dieser durch die Kollateralschäden wieder zunichte gemacht, denn sie haben sich ja die All-Cause-Excess-Mortality angesehen, wenn ich das richtig sehe.

FireFlea
21-12-2025, 17:21
@ego - hast Recht, das was ich zitiert habe, zitieren sie von woanders und haben sie in der allgemeinen "Discussion" aufgeführt, ihre "Findings" sind dann das, was Du schreibst. Bin da etwas zu schnell drüber, nichts für Ungut. :)

egonolsen
21-12-2025, 17:22
@ego - hast Recht, das was ich zitiert habe, zitieren sie von woanders und haben sie in der allgemeinen "Discussion" aufgeführt, ihre "Findings" sind dann das, was Du schreibst. Bin da etwas zu schnell drüber, nichts für Ungut. :)

:beer:

FireFlea
24-01-2026, 19:05
Der neue amerikanische Gesundheitsminister RFK wurde hier in der Vergangenheit ja auch schon als Corona Kritiker angeführt und war generell in Kreisen von Verschwörungstheoretikern recht beliebt - herrlich wie er jetzt herumlaviert. :D Aus einem Senats-Heering kürzlich:

Sanders: Präsident Trump, mit dem ich normalerweise nicht übereinstimme, hat Covid-Impfungen als eine der großartigsten Wunder der modernen Medizin bezeichnet, die Millionen von Leben gerettet haben. ... Frage an RFK, hat Präsident Trump Recht und die medizinische Community Recht oder nicht? Und glauben sie immer noch, dass Covid Impfungen die tödlichsten Impfungen sind, die jemals entwickelt wurden?

RFK: ausweichendes blabla, Trump sollte den Nobelpreis bekommen.

Sanders: Wer hat denn jetzt Recht?

RFK: Zu der bestimmten Zeit war der bestimmte Impfstoff perfekt abgestimmt auf den damals verbreiteten Virus und hat einige Leben gerettet.

:hammer:

www.youtube.com/watch?v=GmGRDi1h6zs

Würde auch in den Impf-Thread passen aber man muss ja nicht alle Threads am Leben halten. Aktuell haben die USA die meisten Masern Fälle seit 30 Jahren und drohen ihren Status als Masern freies Land zu verlieren. Das kommt halt davon, wenn Idioten andere Idioten zum Gesundheitsminister machen diese wiederum Idioten zum Chef des CDC. Doch wer hat daran Schuld? Laut Impfgegener Ralph Abraham, der im Dezember von Kennedy zum Chef des CDC ernannt wurde und der zuvor in seinem Heimatstaat Lousiana dafür gesorgt hat, dass Impfkampagnen gegen Masern eingestellt wurde, vor allem durchlässige Grenzen und international Reisende (Link Nr. 2). :cool:

https://www.theguardian.com/us-news/2025/dec/19/rfk-jr-anti-vaccine-group-measles-outbreak

https://www.cbsnews.com/news/measles-elimination-rfk-jr-cdc-deputy-downplays/

Hier ein Artikel von vor einem Jahr zur Situation in Lousiana, der im Prinzip genau das vorausgesagt hat:

NEW ORLEANS (AP) — The Louisiana Department of Health “will no longer promote mass vaccination” according to a Thursday memo written by the state’s top health official and obtained by The Associated Press.

A department spokesperson confirmed Louisiana Surgeon General Ralph Abraham had ordered his staff to stop engaging in media campaigns and community health fairs to encourage vaccinations, even as the state has experienced a surge in influenza.
...
Jennifer Herricks, founder of the advocacy group Louisiana Families for Vaccines, said she feared that the new directive would lead to an increase in preventable illnesses and deaths.

“We are very concerned for people in Louisiana who have historically depended on vaccination drives to get easily accessible vaccines that are no longer going to be available,” Herricks said.

In liberal New Orleans, the city council passed a resolution Thursday vowing to continue supporting vaccination efforts.

The city’s Health Department Director Jennifer Avegno said state-supported efforts have led thousands of people to receive vaccines in the past. However, she anticipates vaccination rates for preventable diseases will drop due to the state’s new policy and misinformation promoted by the surgeon general’s letter. She pointed out that vaccines are most effective when they are widespread.
...

https://apnews.com/article/louisiana-vaccination-surgeon-general-8e2eecde047648e6fb62c4b44edd6566

Kusagras
30-01-2026, 14:01
Gut das wir nur Fledermäuse und (noch?) keine Flughunde haben... :

https://www.bild.de/leben-wissen/medizin/bis-zu-92-prozent-toedlich-zwei-neue-nipah-faelle-in-indien-697c6ac8f0e62064809def69

Gürteltier
01-02-2026, 17:27
Würde auch in den Impf-Thread passen aber man muss ja nicht alle Threads am Leben halten. Aktuell haben die USA die meisten Masern Fälle seit 30 Jahren und drohen ihren Status als Masern freies Land zu verlieren. Das kommt halt davon, wenn Idioten andere Idioten zum Gesundheitsminister machen diese wiederum Idioten zum Chef des CDC. Doch wer hat daran Schuld? Laut Impfgegener Ralph Abraham, der im Dezember von Kennedy zum Chef des CDC ernannt wurde und der zuvor in seinem Heimatstaat Lousiana dafür gesorgt hat, dass Impfkampagnen gegen Masern eingestellt wurde, vor allem durchlässige Grenzen und international Reisende (Link Nr. 2). :cool:

Das ist selbst aus Sicht rationaler Impfkritiker ( = nicht ALLE Impfungen machen gleich viel Sinn) dämlich.

Die Masernimpfung war in der Argumentation in ihrer Sinnigkeit auf der Kippe, weil natürliche Infektion und ständige unauffällige Auffrischung durch aktiven Virus im Lande angeblich gerade gegen die besonders kritischen frühen ( Prä-impfbaren) Infektionen besser schützte.

Die Impfung hat aber die Impfung definitiv nötig gemacht. Eben gerade wegen der Einschleppung von außen. Die also als Argument gegen WEITERES Impfen zu benutzen, ist dämlich.
Einmal angefangen und weit voran gepeitscht, hat die Impfung sich klar selber notwendig gemacht. Ggf. Jahrhunderte des Einpendelns zwischen Virus und Wirt wurden in den Wind geblasen.
Da will keiner nochmal durch.

Darum entzündete sich anno dazumal auch hierzulande die erste ernsthaft-sinnigere Impfdiskussion daran.

Kusagras
02-02-2026, 09:52
Manchmal ist es ganz gut zurückzublicken um sich vergegenwärtigen, wie ernst die Pandemie mit Sars Cov 2 war. Hier sehr eindringlich
deutlich gemacht in einer Doku über die Intensivmedizin in jener Zeit, Beitrag der ARD:

https://www.ardmediathek.de/video/betrifft/das-intensiv-team-im-kampf-gegen-die-3-welle/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE0MzY2MjI

Ab 8:08 ein Beispiel von einem Ende-40-jährigen keine wesentlichen Vorerkrankungen, wird künslich beatmet.

marq
05-02-2026, 19:18
Eine aktuelle riesige Studie zu mRNA-Impfstoffen leistet nun einen wichtigen Beitrag zu dieser Debatte.
https://www.focus.de/gesundheit/news/riesen-studie-wie-gut-corona-impfungen-wirkten-und-welche-effekte-sie-noch-hatten_b7086327-998e-4d6f-92f6-503a6871c2e1.html

egonolsen
05-02-2026, 19:32
https://www.focus.de/gesundheit/news/riesen-studie-wie-gut-corona-impfungen-wirkten-und-welche-effekte-sie-noch-hatten_b7086327-998e-4d6f-92f6-503a6871c2e1.html

Wenn ich sowas hier lese: "Dementsprechend schützte die Impfung statistischen Analysen zufolge auch vor anderen Krankheiten als Corona. Die Haupttodesursache in der Studie war Krebs. ", dann denke ich mir nicht "das muss ja eine wirklich famose Impfung sein", sondern viel eher, dass die Autoren einen systematischen Fehler in ihren Daten oder ihrer Analyse haben.

Kunoichi Girl
05-02-2026, 23:43
https://youtu.be/QT8apqlPwJo?si=JUBxHk0OA1jZFe5I

Kunoichi Girl
06-02-2026, 00:56
Gelöscht/fehlpost

marq
06-02-2026, 10:55
Wenn ich sowas hier lese: "Dementsprechend schützte die Impfung statistischen Analysen zufolge auch vor anderen Krankheiten als Corona. Die Haupttodesursache in der Studie war Krebs. ", dann denke ich mir nicht "das muss ja eine wirklich famose Impfung sein", sondern viel eher, dass die Autoren einen systematischen Fehler in ihren Daten oder ihrer Analyse haben.

es ist doch bekannt, dass impfungen sich positiv auf das gesamte immunsystem auswirken können, was auch wissenschaftlich belegt ist. gut zu hören, dass es sich auch bei dieser neuen impfung sich so verhält.